Gerade ist also wieder eine Frankfurter Buchmesse zu Ende gegangen. Wir Leser hatten es in den letzten zehn Jahren ja nicht leicht mit der Messe. Jedes Mal ein neuer Trend, kaum hatte man den alten verdaut. Wir waren mit dem Hörbuch eigentlich ganz zufrieden gewesen, da lernten wir, E-Books downzuloaden, lösten damit das Problem mit dem Übergewicht beim Einchecken auf dem Flughafen und konnten dann am Strand auch mal was Seichteres lesen, ohne aufzufallen. Mal entschieden wir uns für den Marktprimus Kindle, dann doch wieder für einen Reader von Sony. Zuletzt versuchte man uns einzureden, Bücher auf dem iPhone zu lesen. Wollen wir aber nicht!
Da ging viel Sehkraft verloren und viel Zeit, die wir eigentlich eher mit Lesen verbringen wollten. Kein Wunder, dass wir das Geschehen auf der heurigen Messe mit einer gewissen Bangigkeit verfolgten. Zuletzt stellte sich heraus: Es gibt keinen neuen Megatrend, doch die Branche diskutiert zaghaft über einen alternativen Ansatz, das p-book, p wie Papier. Es wird sich weisen, ob das nur das Aufbäumen einer dahinsiechenden Buchhandelsbranche ist oder doch die Zukunft. Wir von der Zeitung halten denen jedenfalls die Daumen. HALL
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.10.2012)















