Ab heute wird zurückgesprungen

 (Die Presse)

Immer deutlicher wird, was die kaum verständlichen Funksignale beim Sprung von Felix Baumgartner aus der Stratosphäre tatsächlich bedeuteten.

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Immer deutlicher wird, was die kaum verständlichen Funksignale beim Sprung von Felix Baumgartner aus der Stratosphäre tatsächlich bedeuteten. Konnte Sponsor Red Bull die Frage des Springers an das Fernsehpublikum noch rechtzeitig zensieren („Wollt ihr den totalen Sprung?“), gelang es später nur mehr, die Laute des Springers etwas zu verzerren. Doch nun konnten Experten das rauschende Kauderwelsch entschlüsseln. „Ab heute wird zurückgesprungen“, soll er im Moment des Absprungs geschrien haben. „Heute gehört uns die Stratosphäre, morgen die ganze Welt“ war die Nachricht, als er zu trudeln begann. Und als er sich wieder gefangen hatte, jubilierte er vom „Triumph des Willens“. Nicht überliefert ist allerdings das Geräusch, das Baumgartners Verstand machte, als er an der Schallmauer hängenblieb.

Immerhin, mittlerweile soll sich der ehemalige Profisportler bereits ein wenig gemäßigt haben. So hält er etwa Wahlfreiheit durchaus für möglich – Red Bull gibt es schließlich auch mit oder ohne Zucker... Und auch auf dem heiklen Terrain der Fiskalpolitik zeigt er sich mittlerweile gemäßigt, aber souverän: So wird bereits darüber spekuliert, dass Baumgartner sich von Europas Schuldenberg stürzen möchte. eko


E-Mails an: erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.10.2012)

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6 Kommentare
Gast: ökono-mist
31.10.2012 21:42
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Ich hab's mir anders überlegt:


Diesen Kommentar kann man leider aufgrund der komplizierten Rechtslage überhaupt nicht kommentieren, ohne womöglich unbeabsichtigt in ein juristisches Fettnäpfchen zu tappen. Man weiß nämlich nicht einmal mit Bestimmtheit, ob man die satirische Qualität des Kommentars ggf. überhaupt legal loben dürfte.

Mutig (und auch lustig) finden darf man ihn aber bestimmt. Auch wenn der Anlaß zu diesem Kommentar ein sehr ernster sein dürfte.

Ich wüßte auch einen guten Witz darauf, der allerdings eine Zitierung erforderlich machen würde. Aufgrund der gefährlich verworrenen Rechtslage bei Meinungsdelikten ist es jedoch besser, sich auch jeglicher Zitierung zu enthalten.

P. S.: Solcherart generalbereinigt (und ratzekahl von Staire auf totale Sachlichkeit umgeschminkt) kann ich nun den rechtlich geknebelten Kommentar zum Kommentar getrost absenden...

Re: Ich hab's mir anders überlegt:

Obige Kommentare entstehen, wenn politisch korrekte Bubis mit Geburtsjahr 1980 aufwärts sich schmähtechnisch an Zeiten vergreifen, die einfach nicht ihre waren und nie sein werden, weil sie schlichweg nichtmal mittelbar eine Ahnung davon haben werden.

Antworten Antworten Gast: ökono-mist
04.11.2012 03:14
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Re: Re: "Ich hab's mir anders überlegt:"


Ich kann Ihnen aufgrund der geschilderten Problematik wiederum nur mit einem Achselzucken antworten; und das dürfte für Sie wiederum wenig Informationswert haben...

Gast: Noetiker
30.10.2012 18:02
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Was bitte, soll das?

Zum Sprung:
Wer von all den Stänkerern hätte wohl den Sprung gewagt?
Ich nicht, 99,9 % auch nicht und der verbleibende Rest hätte dazu auch einen Tritt in den A... gebraucht.
Zur Penunze:
99,9% hätten mit Begeisterung die Hand aufgehalten und die 70 Mio kassiert, der verbleibende Rest (siehe oben) wäre zu dämlich gewesen die Hand aufzuhalten.
Resümee:
Ein Österreicher - ich mag ihn.
(Obwohl mir seine Freundin besser gefällt ;-)))

Gast: barra
30.10.2012 05:49
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was soll die empörung eigentlich ...

so ist er doch ein eu-bürger wie ihn sich die eu-kommission und die eu-politiker erträumt haben.

demokratische mitbestimmung wird ja in der eu neuerdings schon sehr unverhohlen als ein minderwertiges schädliches nationalistisches teufelszeug propagiert, das unbedingt ausgerottet werden muss.

Er wollte eben nur

Sprungraum, kann man verstehen...

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