Gemäßigte Demokratie

Da gerade ein neuer Asterix-Film, „Im Auftrag Ihrer Majestät“, in den Kinos läuft: An diesem Beispiel sieht man sehr gut, wohin eine „gemäßigte Diktatur“ führt.

Da gerade ein neuer Asterix-Film, „Im Auftrag Ihrer Majestät“, in den Kinos läuft: An diesem Beispiel sieht man sehr gut, wohin eine „gemäßigte Diktatur“ unter Einbeziehung von „ein paar Leuten aus der Privatwirtschaft, die sich wirklich auskennen“ führt.

Majestix lässt die Zügel in seinem Gemeinwesen einfach zu sehr schleifen, da macht jeder, was er will. Und der Fischhändler, der Schmied und der Barde Troubadix, als Vertreter der Kreativwirtschaft, vergrößern das Chaos nur noch.

Majestix ist bekanntlich auch derjenige, der ständig Angst hat, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Ausgelacht haben wir ihn jahrelang dafür. Doch jetzt, da auf einmal weiße Männchen mit Red-Bull-Fallschirmen vom Himmel fallen, sind auch wir nachdenklicher geworden.

Das Pendant zur „gemäßigten Diktatur“ ist ja die „gemäßigte Demokratie“. Eine Demokratie in Maßen also – ohne radikale Auswüchse wie den Wechsel zwischen Regierung und Opposition. Der kleine Putinix und sein Kumpel Medwedix vom Stamm der Kremlins zeigen in ihrem Potemkinschen Dorf eindrucksvoll vor, wie das funktioniert. Und die dortigen Oligarchen dürften auch Felix Baumgartner sehr gut gefallen. OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.10.2012)

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