Abschiebung

 (Die Presse)

Abgeschoben werden soll er. Dabei ist er in Österreich geboren. Er engagiert sich in der Freiwilligenarbeit, indem er Kinder zum Lachen bringt.

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Abgeschoben werden soll er. Dabei ist er in Österreich geboren. Er engagiert sich in der Freiwilligenarbeit, indem er Kinder zum Lachen bringt. Nun gut, er ist nicht ganz ungefährlich, darum sitzt er auch hinter Gittern. Aber nur, weil ihm die Justiz keine elektronische Fußfessel gab. Auch die Politik ließ ihn im Stich und gewährte ihm keine Rot-Weiß-Rot-Card. Vielleicht ist man auch wirklich keine Schlüsselarbeitskraft, wenn man ständig schläft: Fu Hu, der Panda aus Schönbrunn, soll diese Woche nach China ausgewiesen werden.

Rettung versprach er sich zuletzt von einem älteren Milliardär. Er möchte einen „Klub“ gründen und nimmt dafür fast jeden Ausgestoßenen auf. Auch Tiere sind als „wilde“ Abgeordnete willkommen. Doch der Milliardär entschied sich kurzfristig gegen Fu Hu, als er hörte, dass der Elefant „Koshik“ in einem südkoreanischen Zoo gelernt hat, ein paar Worte zu sprechen. Nun will er diesen Elefanten im Klub. Die Verbundenheit soll weit gehen: Der Elefant ist dickhäutig, stur und trompetet alles raus, was ihm einfällt. Und der Elefant kann zwar sprechen, aber mit Akzent und seine Sätze ergeben nicht immer Sinn.

Also, Fu Hu: Lern ein bisschen sprechen und dann darfst du zurück nach Österreich, vielleicht sogar ins Parlament. AICH


E-Mails an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.11.2012)

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