Schuh-bi-du

Oliver Pink (Die Presse)

Abgesehen von Barack Obama, Xi Jinping und General Petraeus (hat der eigentlich auch einen Vornamen?) ist derzeit kein Name so oft in den Zeitungen zu lesen wie jener von Heini Staudinger.

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Abgesehen von Barack Obama, Xi Jinping und General Petraeus (hat der eigentlich auch einen Vornamen?) ist derzeit kein Name so oft in den Zeitungen zu lesen wie jener von Heini Staudinger. Das ist der mit den „Waldviertler“-Schuhen, der sich zum Zwecke der Finanzierung seines Unternehmens einen eigenen Sparverein hält – da er von den Banken keinen Kredit bekommen hat.

Was allerdings wenig verwunderlich ist. Oder kennen Sie einen Bankdirektor, der „Waldviertler“ tragen würde? Unvorstellbar, dass etwa Helmut Elsner seinerzeit in solch klobigen Tretern herumgelaufen wäre. Erstens wird dadurch jeder Grashalm auf dem Green in Windeseile geknickt, und auch für das abendliche Tanzvergnügen in der Eden-Bar sind diese denkbar ungeeignet.

Dass auch die Mitarbeiter der Finanzmarktaufsicht ausschließlich beim ungarischen Schuhmacher in der Innenstadt handnähen lassen, ist allerdings ein übles Gerücht, das lediglich von ihren Gegnern gestreut wird. Schließlich zählen ja auch Leute wie Karl-Heinz Grasser oder Julius Meinl V. zu deren Klientel. Womit bewiesen wäre: Die FMA macht auch vor Trägern italienischer Maßschuhe nicht halt. OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2012)

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1 Kommentare

Ad Petraeus

Ja, David. Aber das wussten Sie natürlich :-)

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