Österreichische Lösung

 (Die Presse)

Auch das Pizzicato will sich in dieser Ausgabe kreativen Lösungen widmen. Schließlich ist der Begriff einer „typisch österreichischen Lösung“ nicht zu Unrecht ein geflügeltes Wort.

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Auch das Pizzicato will sich in dieser Ausgabe kreativen Lösungen widmen. Schließlich ist der Begriff einer „typisch österreichischen Lösung“ nicht zu Unrecht ein geflügeltes Wort. Aber auch andere Länder sind kreativ. So haben die Japaner einen Weg gefunden, der Autofahrer motiviert, brav zu fahren. Auf den Straßen sind Rillen eingeritzt, die beim Drüberfahren eine schöne Melodie erzeugen – aber nur, wenn man exakt das geforderte Tempo einhält. Eine musikalische „Section Control“ also, die man auf Österreich umlegen könnte: etwa, indem man auf der Strecke Wien–Salzburg die Autofahrer Mozart-Ouvertüren abspielen lässt.

In New York fand man einen Weg, um Diebstähle von Glühbirnen aus der U-Bahn zu verhindern: Die Glühbirnen werden in die andere Richtung eingeschraubt und sind daher im Haushalt nicht zu gebrauchen. Wobei diese Idee ja angeblich aus Graz kommt. Dort hat der Uhrturm einen langen Stunden- und einen kurzen Minutenzeiger. Diebstähle der Zeiger, um sie auf der eigenen Armbanduhr zu verwenden, kommen daher nicht vor. Seriösere Quellen sagen, der große Stundenzeiger sei vorher dagewesen, daher habe man den später zugefügten Minutenzeiger halt klein gemacht. Eine österreichische Lösung eben. AICH


E-Mails an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.11.2012)

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