Hauptbahnhof: Aufgeklebt

 (Die Presse)

Den aufmerksamen Nutzern der Wiener Linien fällt derzeit eine Neuerung in den U-Bahnen auf.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Den aufmerksamen Nutzern der Wiener Linien fällt derzeit eine Neuerung in den U-Bahnen auf. Die drittletzte Haltestelle der U1 in Richtung Reumannplatz hat anscheinend geheiratet, jedenfalls steht da nun ein Doppelname: „Südtiroler Platz – Hauptbahnhof“. Doch so kurz vor Jahresende war wohl nicht mehr genügend Gerstel im Börsel: Beim Druck von neuen Streckenplänen wurde gespart. Denn der neue Name ist nur behelfsmäßig mit einem Pickerl aufgeklebt. Über jeder Türe prangt nun der alte Streckenplan mit einem (lichtundurchlässigen, schwer lesbaren) Pickerl, auf dem „Südtiroler Platz – Hauptbahnhof“ steht.

Eine ähnliche Pickerlaktion gab es bei den Wiener Linien vor einigen Jahren, als die damals neuen Streckenpläne für die U-Bahn-Waggons gedruckt wurden. Jemand ganz Schlauer hatte das Emblem mit dem kleinen Elefanten, das den Tiergarten Schönbrunn ankündigt, zur U4-Station „Schönbrunn“ gesetzt! Als Ausbesserung musste ein Aufkleber herhalten: Danach sah man für lange Zeit über jeder Türe der U-Bahnen den Streckenplan mit dem korrigierenden kleinen Pickerl, das den Elefanten bei „Schönbrunn“ versteckte und ihn richtigerweise zur Station „Hietzing“ hinüberschob. VERS


E-Mails an: veronika.schmidt@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.11.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Top-News

  • Wer ermordete Oppositionsführer Boris Nemzow?
    Der Kreml sieht "ausländische Mächte" hinter dem Attentat auf den Aktivisten. Doch für die Opposition heißt der Verantwortliche Putin.
    Zehn verlorene Jahre
    2005 galt Österreich als ökonomisches Vorbild für Deutschland. Fehlende Reformen machten den Vorsprung aber zunichte.
    Andrä Rupprechter: "Für mich war Südtirol nie Ausland"
    Er sei ein Fan von Papst Franziskus und wie dieser gegen eine zügellose Wirtschaft, sagt Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter. Ein Gespräch über Gott, die Welt und die ÖVP.
    Wenn die Arbeit zur Sucht wird
    Überstunden ohne Ende, ständige Erreichbarkeit, keine Freizeit: Krankhaftes Arbeiten wird oft unterschätzt. In Österreich ist jeder neunte Beschäftigte gefährdet. Die "Presse am Sonntag" hat drei Arbeitssüchtige getroffen.
    Gabriel Lansky: Advocatus Diaboli
    Im Fall Alijew ermittelt der Staatsanwalt gegen Gabriel Lansky. Wieso macht sich ein anerkannter Menschenrechtsanwalt mit dem kasachischen Regime gemein?
    Josef Hader: "Brenner ist brüchig wie nie zuvor"
    Josef Hader erklärt der »Presse«, warum er nicht richtig berühmt ist, warum Roland Düringer ihn für altklug hält und welche Politiker der Brenner wählen würde.
AnmeldenAnmelden