Ganztagskaserne

 (Die Presse)

Eine Frage wurde bisher in Bezug auf eine Umstellung auf ein Berufsheer überhaupt noch nicht diskutiert.

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Eine Frage wurde bisher in Bezug auf eine Umstellung auf ein Berufsheer überhaupt noch nicht diskutiert: Wer macht dann eigentlich am 24. Dezember Telefondienst bei „Licht ins Dunkel“? Und was wird aus den neben den Soldaten sitzenden Zivildienern? Wobei: Da diese diversen Prominenten zum Verwechseln ähnlich sehen, dürfte sich schon etwas finden lassen. Pisten präparieren beispielsweise. Seit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel für ein Berufsheer wirbt, muss auch hier über Alternativen nachgedacht werden.

Indes streiten SPÖ und ÖVP weiter darum, ob es künftig in Kasernen auch Nachmittagsbetreuung geben soll. Und ob nicht gleich ein verschränkter Unterricht – lern- und sinnfreie Zeit wechseln einander ab – stattfinden soll. So könnte etwa zwischen zwei Stunden exerzieren ein spannender Spind-ein-und-ausräum-Wettbewerb eingeschoben werden. Das herausfordernde Gangputzen könnte von lockerem Herumtollen in der freien Natur in voller Adjustierung abgelöst werden. Und das beliebte Ausdrucksspiel, bei dem ein Vorgesetzter einen Untergebenen anbrüllt, könnte in einem gemeinsamen Gelage unter Einbeziehung beträchtlicher ethanolhältiger Substanzen seinen Ausklang finden. OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.11.2012)

 
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