Weltuntergang (2)

 (Die Presse)

Dies ist also das letzte „Pizzicato“.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Glauben Sie nicht, dass uns der Abschied leichtfällt. Aber einmal muss Schluss sein. Und der ist jetzt gekommen. Und wie haben sie alle Cleo, das umsichtige Familienoberhaupt, wegen ihrer esoterischen Hellsichtigkeit verspottet! Heute – spätestens in der Abenddämmerung – werden wir eines Besseren belehrt sein. Nein, die Welt geht nicht mit einem Krach unter – das nicht. Aber der Sprung in eine andere, hoffentlich bess're Dimension, das wird auch kein Lapperl.

Cleo freut sich darauf. Sie sagt uns drei Tage völliger Finsternis voraus, worauf sich die Klugen dieser Erde seit Langem vorbereitet haben. In unserem Bunker im Steirischen lagern Wasserreserven, Gulaschdosen, Benzinkanister, Kerzen, Petroleumlampe, selbst ein Not-Öfchen hat Cleo besorgt. Und – ganz wichtig – ein tragbares Radio mit Handkurbelbetrieb. Sie sehen, wir blicken dem heutigen Naturereignis einigermaßen getrost entgegen. Zuvor versammeln wir unsere Lieben noch im Wirtshaus, wo letzte Lagerbestände geplündert werden.

Wir sehen einander – falls Sie auch vorgesorgt haben – morgen in einer anderen Dimension wieder. Ob da noch ein „Pizzi“ gefragt sein wird – bald wissen wir's. Adieu! HWS


E-Mails an: hans-werner.scheidl@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

2 Kommentare

Gibt´s den Weltuntergang live im Fernehen?

Nicht, dass wir ihn am Ende versäumen!

Vorfreude

Ich freue mich schon ganz besonders auf die Weltuntergangs Aftershow Party ;-)

Top-News

  • Leere Hotels als Asylnotquartiere
    Am Freitag endet ein neues Ultimatum für die Bundesländer. Stellen sie nicht genügend Unterkünfte für Asylwerber bereit, will Innenministerin Mikl-Leitner größere Bundesquartiere öffnen.
    Rapid und die Magie der letzten Viertelstunde
    Champions League. Rapid verwandelt einen 0:2-Rückstand gegen Ajax Amsterdam mit einem Spieler weniger noch in ein umjubeltes 2:2-Remis. Die Chance auf den Playoff-Einzug lebt damit weiter – dank Willenskraft und Schaubs präzisen Pässen.
    Flüchtlingsstrom: Grenze zu Ungarn wird dichter
    Über Ungarn verläuft die Hauptroute für von Schleppern gelotste Asylwerber. Die Lage ist so prekär, dass dort künftig bewaffnete Polizisten aus Wien Kontrollen durchführen.
    Meinl Bank: Vorstände müssen gehen
    Die Finanzmarktaufsicht wirft der Privatbank grobe Verfehlungen vor und will, dass die beiden Chefs Peter Weinzierl und Günter Weiß gehen. Die Bank wehrt sich.
    Telekom-Kunden abgehört? A1 und Pilz uneins
    Deutschlands BND, so Peter Pilz, hat für die NSA jahrelang Telefongespräche aus Österreich abgehört. Der A1-Konzern bestätigt nun die Existenz betroffener Leitungen.
    Russland blockiert Tribunal für MH17-Flug
    Russland lehnt im UN-Sicherheitsrat eine Resolution ab, die ein unabhängiges Tribunal zum Abschuss des Fluges MH17 fordert.
AnmeldenAnmelden