Weltuntergang (2)

 (Die Presse)

Dies ist also das letzte „Pizzicato“.

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

Glauben Sie nicht, dass uns der Abschied leichtfällt. Aber einmal muss Schluss sein. Und der ist jetzt gekommen. Und wie haben sie alle Cleo, das umsichtige Familienoberhaupt, wegen ihrer esoterischen Hellsichtigkeit verspottet! Heute – spätestens in der Abenddämmerung – werden wir eines Besseren belehrt sein. Nein, die Welt geht nicht mit einem Krach unter – das nicht. Aber der Sprung in eine andere, hoffentlich bess're Dimension, das wird auch kein Lapperl.

Cleo freut sich darauf. Sie sagt uns drei Tage völliger Finsternis voraus, worauf sich die Klugen dieser Erde seit Langem vorbereitet haben. In unserem Bunker im Steirischen lagern Wasserreserven, Gulaschdosen, Benzinkanister, Kerzen, Petroleumlampe, selbst ein Not-Öfchen hat Cleo besorgt. Und – ganz wichtig – ein tragbares Radio mit Handkurbelbetrieb. Sie sehen, wir blicken dem heutigen Naturereignis einigermaßen getrost entgegen. Zuvor versammeln wir unsere Lieben noch im Wirtshaus, wo letzte Lagerbestände geplündert werden.

Wir sehen einander – falls Sie auch vorgesorgt haben – morgen in einer anderen Dimension wieder. Ob da noch ein „Pizzi“ gefragt sein wird – bald wissen wir's. Adieu! HWS


E-Mails an: hans-werner.scheidl@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2012)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
2 Kommentare
meinungvomstammtisch
21.12.2012 10:30
0

Gibt´s den Weltuntergang live im Fernehen?

Nicht, dass wir ihn am Ende versäumen!

Dagobert
21.12.2012 09:46
0

Vorfreude

Ich freue mich schon ganz besonders auf die Weltuntergangs Aftershow Party ;-)

Top-News

  • EU-Banken bestehen den Stresstest
    Der österreichischen RZB stellen die Bankentester ein schlechtes Zeugnis aus, die Erste Group liegt im guten Mittelfeld. Monte dei Paschi wäre durchgefallen – wurde aber gerettet.
    Italiens Katastrophenbank gerettet
    Knapp vor Veröffentlichung des Bankenstresstests, bei dem italienische Banken besonders schlecht abschnitten, gab es grünes Licht für die Rettung von Monte dei Paschi.
    Das härteste Reisewochenende des Jahres
    Am stärksten Reisewochenende des Jahres, mit Ferienbeginn in Bayern, wird der Karawankentunnel gesperrt – wegen Wladimir Putin. Es drohen massive Staus.
    Pauschalreisen: Frühbuchern droht Nachzahlung
    Eine EU-Richtlinie sieht vor, dass man Preiserhöhungen nach der Buchung hinnehmen muss. Bis 20 Tage vor der Reise kann der Veranstalter die Preise erhöhen, wenn seine Kosten steigen.
    Integration in Uniform
    Hilft der Grundwehrdienst bei der Integration? Diese Frage hat zuletzt Kardinal Christoph Schönborn aufgeworfen. Drei Soldaten erzählen aus ihrem Alltag in der Truppe.
    Mariahilfer Straße: Das neue Gesicht der Einkaufsmeile
    Ein Jahr ist seit Ende der Umbauten vergangen, seither hat sich vieles auf Wiens größter Einkaufsstraße verändert – positiv wie negativ. Ein Überblick in fünf Thesen.
AnmeldenAnmelden