Und sie dreht sich noch

 (Die Presse)

Cleo – Sie kennen sie aus den Kolumnen des geschätzten Kollegen HWS –, die fast immer recht hat, hatte diesmal also doch unrecht: Die Welt, sie ist nicht untergegangen.

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Cleo – Sie kennen sie aus den Kolumnen des geschätzten Kollegen HWS –, die fast immer recht hat, hatte diesmal also doch unrecht: Die Welt, sie ist nicht untergegangen. Zumindest gestern, Stand: 14.35 Uhr, nicht. Cleo kann die Wasserreserven, die Gulaschdosen, den Benzinkanister, die Kerzen und die Petroleumlampe, ja auch das Not-Öfchen und das Radio mit Handkurbelbetrieb wieder wegpacken – bis zur nächsten turnusmäßigen Nostradamus-Prophezeiung. Und es war somit auch nicht das letzte „Pizzicato“, das gestern an dieser Stelle erschien.

Das ist ja überhaupt das Beste am nicht stattgefundenen Weltuntergang: dass die Zeitungen nun wieder ohne tägliche Weltuntergangsglossen erscheinen. Sie wären zwar auch nach dem Weltuntergang nicht mehr erschienen, so aber können wird dies bewusst miterleben. Und die Maya werden für die nächsten tausend Jahre wieder nur mehr als Bienen in unseren Köpfen herumschwirren. Wie auch die Imker, äh, Inka.

Nein, die liebe Cleo hatte diesmal nicht recht: Die Welt, sie steht noch. Und wir werden uns doch nicht in eine „andere Dimension“ vertschüssen. Obwohl: In der Redaktion ist der geschätzte Kollege HWS gestern nicht aufgetaucht... OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.12.2012)

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