Die van der Vaarts

 (Die Presse)

Gossip, Neudeutsch für Klatsch, interessiert uns hier natürlich gar nicht.

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Gossip, Neudeutsch für Klatsch, interessiert uns hier natürlich gar nicht. Wir kennen Herrn van der Vaart auch nur deshalb, weil er ein weltbekannter Fußballer ist. Und Fußball ist ja so etwas wie Gossip für den Mann. Frau van der Vaart kennen wir praktisch gar nicht. Höchstens aus dem Urlaub, wenn man die gesammelten Werke von Karl Marx, Thomas Mann und Georges Simenon bereits ausgelesen hat und von der Liege aus gelangweilt einen Blick in die „Gala“ der Ehefrau nebenan riskiert. Man kann Frau van der Vaart dann beim Baden an einem Schickimicki-Strand, beim Shoppen in einer Schickimicki-Mall oder beim Auftritt bei einer Schickimicki-Gala erblicken. Während ihr Mann in Amsterdam, Madrid, London oder Hamburg kickt. Und man sich selbst angesichts dieses Glamour-Paares mit Kind fragt: Wow! Wie machen die das?

Nun hat man die wohlige Gewissheit, dass das, was man eh schon immer geglaubt hat, genau so ist, wie man es insgeheim angenommen hat: Es geht sich einfach nicht aus. Das hält auf Dauer keiner durch. Und schon erscheint, von der biederen Couch in der biederen Mietwohnung aus, das eigene biedere Leben in wesentlich angenehmerem Licht. OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.01.2013)

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