Herrenwitze

 (Die Presse)

Liebes Dr.-Pizzicato-Team!

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

Liebes Dr.-Pizzicato-Team!

Darf man zu einer Dame „Sie können auch ein Dirndl ausfüllen“ sagen?

Rainer B., dzt. Berlin

Sehr geehrter Herr B.!

Na ja, das kommt ganz darauf an, wer Sie sind. Sind Sie beispielsweise George Clooney oder ein anderer dieser Hollywood-Heinis, dann wird man kaum von Sexismus sprechen. Sondern ganz im Gegenteil, die Damen werden – oh, là, là – richtiggehend verzückt sein. Es sei denn, es handelt sich um eine ganz, ganz linke Emanze. Aber da können Sie ja immer noch sagen, Sie seien Demokrat und hätten Barack Obama unterstützt. Sind Sie hingegen übergewichtig, mit schütterem, weißem Haar und pfälzischem Dialekt, dann sollten Sie von solchen Sätzen eher Abstand nehmen. Vor allem, wenn Sie keinen Stern reißen wollen (kleiner Witz, Sie verstehen?).

Wenn wir Ihnen also einen konkreten Rat geben dürften: Schauen Sie zunächst einmal in den Spiegel! Sehen Sie aus wie Herr Clooney, dann wagen Sie es. Sehen Sie nicht so aus, dann lassen Sie es lieber bleiben.

Mit freundlichen Grüßen OLI


E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.01.2013)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
4 Kommentare
wmaurer
29.01.2013 12:35
3

Lieber Oli


hab gar nicht gewußt, dass Sie soviel Humor ( und Geist) haben. Gratulation

artemis70
29.01.2013 12:27
1

herr oli

dürfte wohl eher der kategorie pfälzer zuzuordnen sein.

The Seaotter
29.01.2013 10:13
1

Dieser Kommentar beweist nurwohl

dass die Presse-Redakteure bewusstseinsmäßig auch noch Lichtjahre hinter ihren Kolleginnen zurück sind. Herrenwitze in der Teeküche, wenn grade keine Kollegin zugegen ist, sind doch super, oder? Dann kann man sogar übergewichtig und mit schütterem Haar ein wenig die Sau rauslassen...

BM.H.
29.01.2013 08:53
2

Hat Kollegin Leibl

Ihren Kommentar schon gelesen?

Top-News

  • Wenn Kapitalmangel stresst
    Der Banken-Stresstest zeigt, dass die Branche noch einen langen Sanierungsweg vor sich hat. Beunruhigend, dass ausgerechnet die Großen so schwach dastehen. Eine Analyse.
    "Österreich ist den Kurden im Iran etwas schuldig"
    Der iranische Kurdenführer Mustafa Hijri warnt das Regime in Teheran vor weiteren Angriffen auf seine Kämpfer. Von Österreichs Behörden verlangt der Generalsekretär der PDKI, den Fall des in Wien ermordeten Kurdenführers Ghassemlou wieder aufzurollen und die Hintermänner im Iran zur Verantwortung zu ziehen.
    Gesiba-Gagen verstoßen gegen das Gesetz
    Die Gehälter der Gesiba-Vorstände sind mindestens doppelt so hoch wie gesetzlich vorgesehen. Der gemeinnützige Bauträger ist im Besitz der Stadt Wien.
    Pingpongspiel mit Menschen? "Ja, das kann passieren"
    Die Parteimanager von SPÖ und ÖVP, Georg Niedermühlbichler und Peter McDonald, geben zu: Das Verhalten der Großen Koalition war früher “nicht nobelpreisverdächtig„. Das wollen sie nun ändern. Bei Kürzungen der Mindestsicherung sind sie sich nicht einig.
    Die konspirative Welt des Fethullah Gülen
    Seit dem Putschversuch geht die türkische Regierung rigoros gegen Anhänger des Predigers Gülen vor. Seine islamisch geprägte Bewegung ist jedoch schwer zu erfassen. Die Säkularen warnen schon seit Jahren vor der Macht des Geistlichen.
    Eine Party für den guten Papst
    Gottes-Rapper, Christen- Rock und Abertausende tanzende Jugendliche: Polens konservative Kirchenmänner verunsichern die ausgelassenen Feiern beimWeltjugendtag.
AnmeldenAnmelden