Politikermatura

 (Die Presse)

Hartnäckig hält sich das von der FPÖ lancierte Gerücht, laut dem Werner Faymann auf Kuba maturiert habe. Aber auch manch anderer Politiker soll in der Schule so seine Probleme gehabt haben.

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Hartnäckig hält sich das von der FPÖ lancierte Gerücht, laut dem Werner Faymann auf Kuba maturiert habe. Aber auch manch anderer Politiker soll in der Schule so seine Probleme gehabt haben.

Michael Spindelegger musste seine mündliche Reifeprüfung zweimal ablegen. Beim ersten Mal waren die Prüfer eingeschlafen. Josef Bucher flog durch, weil ihn alle Freunde aus seiner Lerngruppe verlassen hatten. Sie wechselten zu einem reicheren, kanadischen Freund. Eva Glawischnig schrieb ihre schriftliche Matura auf einem der ersten Umweltschutzhefte. Das Heft zerfiel wegen der schlechten Qualität aber, bevor die Lehrer die Arbeit beurteilten konnten. Ernst Strassers Fachbereichsarbeit (Titel: „Geheimdienste – sie sind überall“) wurde wegen der unglaubwürdigen Quellenangabe negativ beurteilt. Heinz-Christian Strache schaffte es leider nie zur Matura, obwohl er eigentlich ein strebsamer Schüler war: Er zeigte immer brav mit drei Fingern auf. Niki Berlakovich hingegen gelang der Abschluss. Auch wenn er mit Inseraten in der Maturazeitung nachgeholfen haben soll.

Zurück zu Werner Faymann: Er bekam bei der Matura die beste Note in Musik. Weil er auf Kuba so gut Fidel spielte. AICH


E-Mails an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.02.2013)

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