Steuertipps

 (Die Presse)

Für Aufregung sorgt das „Steuerjahrbuch“ des Finanzministeriums. Denn es weist auch darauf hin, wie Bestechungsgeld richtig versteuert wird.

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

Für Aufregung sorgt das „Steuerjahrbuch“ des Finanzministeriums. Denn es weist auch darauf hin, wie Bestechungsgeld richtig versteuert wird: Man muss das Formular L 1i ausfüllen. Experten verteidigen das Buch: Auch illegal eingenommenes Geld sei zu versteuern.

Deswegen soll das weise Buch nun um zusätzliche Tipps erweitert werden: Auftragsmörder etwa müssen das Formular A1 ausfüllen (nach Möglichkeit ohne Blutflecken). Die Kosten für die Pistole kann man aber selbstverständlich von der Steuer absetzen. Diebe, die für Einbrüche von Niederösterreich nach Wien fahren, erhalten nach Ausfüllen des Formulars D3 das große Pendlerpauschale. Schwieriger wird es, wenn Sie ausländischer Drogendealer sind. In diesem Fall beachten Sie bitte unbedingt das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den Staaten. Vergessen Sie aber keinesfalls die neue Drogenvermögenszuwachssteuer! Steuerrechtlich bevorzugt werden bäuerliche Hendldiebe: Das gestohlene Hendl wird nur nach dem günstigen Einheitswert berechnet.

Ein Flop ist bisher aber das Formular MF1 für Ministerinnen, die über dubiose Auftragsvergaben Auskunft geben. Das Formular wollte noch niemand ausfüllen. AICH


E-Mails an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2013)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Top-News

  • Kerns große Soloshow am Ballhausplatz
    Als Gastgeber der Wiener Flüchtlingskonferenz inszenierte sich der Kanzler am Samstag als EU-Krisenmanager. Kein Bundespräsident und kein Außenminister störten seinen Auftritt.
    Gibt es Alternativen zur EU-Mitgliedschaft?
    Analyse. Großbritannien sucht nach dem Brexit eine lose Anbindung an die EU, die mehr Souveränität verspricht. Das Problem ist nur, dass die Gemeinschaft den Kontinent längst so stark dominiert, dass niemand an ihr vorbeikommt.
    Stögers Dauerproblem Mindestsicherung
    Wenn der Bezug des Sozialgeldes zum Dauerzustand wird: Die Verschärfung der Lage in Wien durch Asylberechtigte bringt den Sozialminister unter Druck.
    Der Angstgegner aus Amerika
    Große und kleine Händler fürchten die digitale Dominanz von Amazon. Aber sie könnten Glück haben. Wie es aussieht, kommen auch Onlineriesen nicht ohne lokale Partner aus.
    Nostri Bambini statt Alt-Wien
    Die Alt-Wien-Kindergärten gibt es nicht mehr. Drei frühere Mitarbeiterinnen haben nun den Standort in der Lederergasse 20 übernommen und eröffnen bald den Kindergarten Nostri Bambini.
    Niki Fellner: "Es muss nicht in ›ZiB 2‹-Qualität sein"
    Nach zehn Jahren "Österreich" machen die Fellners ab Montag auch Fernsehen: Niki Fellner im Interview über oe24.TV, sein Desinteresse an ATV, das Erbe von Wolfgang Fellner - und über Facebook, das für ihn besser kontrolliert gehört.
AnmeldenAnmelden