So heißen Andreas Mölzers Söhne wohl nicht von ungefähr Wolf-Rüdiger und Wendelin. Heinz-Christian Strache hat einen Tristan. Und Barbara Rosenkranz hat ihre Kinder bekanntlich Alwine, Arne, Hedda, Hildrun, Horst, Mechthild, Sonnhild, Ute, Volker und Wolf (in alphabetischer Reihenfolge) genannt.
Man könnte also annehmen, dass auch Ewald Stadler in dieser Tradition steht. Doch weit gefehlt. Stadler hat zwar eine deutlich ausgeprägte Vorliebe für Doppelnamen, hat sich dabei jedoch anscheinend weniger an Walhalla als vielmehr am Gotha orientiert. Seine Kinder hören auf die Namen Marie-Luise, Max-Emanuel, Sophie-Elisabeth, Carl-Philip, Anna-Katharina und Hans-Georg.
Da hätte den Freiheitlichen also bereits dämmern müssen, dass sie es hier mit einem unsicheren Kantonisten zu haben. Stadler hat den (Deutsch-)Nationalen all die Jahre nur gespielt. Vermutlich ist er seit Jahrzehnten Mitglied der Paneuropabewegung. oli
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.05.2009)















