Signor Schulze

Vergessen Sie Angela Merkel. Das ist aus. Vorbei. Allein der Name. Merkel. Schulz – das ist ein Name! Deutscher geht es gar nicht mehr.

Das fand einst auch Silvio Berlusconi („Signor Schulze . . .“). Wenn man für einen Film die Rolle eines Deutschen besetzen müsste, der die Liegen frühmorgens mit Handtüchern belegt – Schulz wäre die Idealbesetzung.

Vor allem aber: Schulz ist ein Faymann-Mann. Kein SPÖ-Parteitag, auf dem Schulz nicht als Stargast auftrat. Und von Faymann lernen, heißt siegen lernen, das weiß auch Schulz. Auch Faymann war erst ein halbes Jahr vor der Wahl in den Ring gestiegen und hatte gleich einmal den Giganten Wilhelm Molterer rausgeboxt, nachdem er zuvor das Schwergewicht Alfred Gusenbauer links liegen gelassen hat wie Schulz nun Sigmar Gabriel. Und letztlich hat Werner Faymann auch Angela Merkel gezeigt, wie man im Handumdrehen die Balkanroute schließt.

Aber wie gesagt: Merkel ist nun Vergangenheit. Und auch der Slim-fit-Sozialismus ist nicht mehr alles in Europa. Matteo Renzi ist schon die Luft ausgegangen. Und Christian Kern bekommt nicht einmal ein Restart-up mit der ÖVP zusammen.

Martin Schulz – vom Buchhändler zum Bundeskanzler. Das ist eine starke Ansage in Zeiten von Amazon und E-Book. (oli)

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2017)

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