Der Surfer-Boy

Darf er das, fragen jetzt manche – das Schicksal der Welt so einfach seinem Nachfolger überlassen und dabei unverschämt grinsen?

Nun ja, das Vergnügen sei Barack Obama vergönnt. Acht Jahre war er hauptberuflich – quasi rund um die Uhr – mit der Rettung der Welt beschäftigt, wie er zu seinem Amtsantritt vollmundig angekündigt hatte. Vorangekommen ist der Ersatz-Messias im Weißen Haus mit der Mission nicht so richtig. Die Erderwärmung ist weiter fortgeschritten, und die Pegel der Ozeane sind gestiegen. Genau dies studiert der Frührentner nun aus nächster Nähe in der Karibik, fern dem wüsten Treiben in Washington.

Auf Moskito Island auf den Virgin Islands, einer Insel im Besitz des britischen Hippie-Milliardärs Richard Branson, übt sich Obama im Kitesurfen. Sicher: Ganz koscher ist das nicht. Nebenbei widmet er sich der Verbesserung seines Handicaps im Golf, auf dass er es eines Tages mit seinem Nachfolger aufnehmen kann, dem laut Selbsteinschätzung – was sonst – „greatest“ Hobbygolfer der Welt.

Als Sonnyboy mit cooler Sonnenbrille und gebleckten Zähnen kehrte Obama zu seinen Wurzeln als Surfer-Boy in Hawaii zurück, der am Waikiki-Beach in Honolulu herumhing, Basketball spielte und kiffte – was man am Strand eben so treibt als 17-Jähriger mit ungewisser Zukunft, aber großen Träumen. (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.02.2017)

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