In der Sandkiste

Vor dem Juridicum gab es gestern eine Auseinandersetzung um die Uni-Zugangsbeschränkungen.

ÖH gegen Junos, Arbeiterkinder gegen „Scheiß Akademikerkinder“. Aber: Wie geht es eigentlich Arbeiter- und Akademikerkindern? Wir haben nachgeforscht.
Arbeiterkind(in der Sandkiste): Was is, Oida?
Akademikerkind(hält Abstand am Rand der Sandkiste): Meine Mama sagt, man sagt nicht Oida.
Arbeiterkind: Who the fuck is . . .
Akademikerkind: Immerhin zahlt sie deiner Mama die Mindestsicherung. Gell, Mama?
Akademikerkind-Mama: Aber das darfst du doch dem Buben nicht sagen, Johann-Baptist! Er fühlt sich dann diskriminiert.
Akademikerkind: Aber der Papa sagt immer, die nehmen ihm die Hälfte von seinem Geld . . .
Akademikerkind-Mama: Der Papa ist noch ein wenig in den traditionellen Rollenbildern verhaftet. Wir wollen, dass der Bub eines Tages mit dir auf die Uni geht – nachdem du in der Privatschule warst und er in der öffentlichen.
Arbeiterkind: Ich will gar nicht auf die Uni. Ich will Baumeister werden – oder Ninja.
Akademikerkind: Ich auch. (oli)

Reaktionen an:oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.02.2017)

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