Die Wahlrechtsreform

Die Koalitionsparteien präsentierten eine Wahlrechtsreform, die vielleicht nicht ganz so groß ausfiel, wie von manchen erhofft

Die Koalitionsparteien präsentierten eine Wahlrechtsreform, die vielleicht nicht ganz so groß ausfiel, wie von manchen erhofft. Dabei gab es in den Verhandlungen durchaus innovative Ideen.
Lopatka: Und jeder, der künftig beim E-Voting mitmacht, kann einen Auftritt in unserem neuen ÖVP-Internet-Talk gewinnen.
Schieder: Im Gegenzug wollen wir, dass alle Stimmzettel rot eingefärbt sind. So sind sie besser sichtbar und inspirieren die Wähler.
Lopatka: Nur, wenn jedes Kreuz auf Stimmzetteln für die ÖVP zählt, egal, wo es gemacht wurde. Denn wir sind ja die Christlich-Sozialen.
Schieder: Aha. Und welches Zeichen sollen unsere Wähler machen?
Lopatka: Na, Hammer und Sichel natürlich.
Schieder: Herr Kollege, Ihr Verhandlungsstil ist nicht sehr konstruktiv. Um noch einmal auf den von uns geforderten Mandatsbonus für Gewerkschafter zurückzukommen . . .
Lopatka: Der kommt für uns nicht infrage. Mit dem bekommt ihr wieder mehr Mandatare als wir. Und ich muss dann wieder mühsam Abgeordnete von anderen Fraktionen abwerben.
Schieder: So kommen wir nicht weiter. Vielleicht sollten wir einfach etwas anderes reformieren. Dieser Bundespräsident, der. . .
Lopatka: . . . ist jetzt weder von uns noch von euch. Und wenn wir . . .
Schieder: . . . einfach dem ein paar Rechte wegnehmen?! (aich)

Reaktionen an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.02.2017)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Die Wahlrechtsreform

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.