Pizzicato

Felipe de Austria

Nach Glawischnigs Rücktritt soll nun Felipe die Grünen übernehmen. Das könnte aber eine schwierige Aufgabe für Felipe werden, hat er neben den Grünen doch schon Spanien zu regieren.

Es ist auch überraschend, dass die Grünen auf einen König setzen, denn zuletzt haben sie noch höhere Strafen für das Tragen von Adelstiteln gefordert. Auch beim Stierkampf könnte Felipe hin- und hergerissen sein zwischen spanischen Toreros und grünen Tierschützern. Doch wer es schafft, König in einem Staat mit 17 autonomen Gemeinschaften und zwei autonomen Städten zu sein, kommt vielleicht auch mit der zersplitterten grünen Gemeinschaft zurecht. Ob ein König freilich für Basisdemokratie zu haben ist, muss sich noch zeigen. Er wäre aber nicht der erste, der sich Felipe de Austria nennen darf, das taten auch schon andere spanische Regenten.

Vielleicht ist aber auch ein anderer Felipe gemeint, nur wer? Felipe Massa ist auszuschließen, weil sonst die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Begegnungszone der Mariahilfer Straße stark angehoben werden müsste. Ideal wäre für die Grünen natürlich jemand aus einer Gegend, in der die Natur noch intakt ist, sogar schon einige Deutschkenntnisse vorhanden sind und Grüne noch nicht so viel streiten, also zum Beispiel Tirol. Jetzt müsste man halt nur noch jemanden finden, der inmitten der Tiroler Berge Felipe heißt. (aich)

Reaktionen an: philipp.aichinger@diepresse.com

 

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.05.2017)

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