Pizzicato

Grünes Mekka

In der angesehenen Tageszeitung „Die Presse“ war gestern zu lesen: „Rom brüskiert Tirol: Salzburg erhält nun sogar zweiten Bischof“.

Denn die Bestellung eines weiteren Bischofs für Salzburg sei ein Affront gegenüber Innsbruck, das schon seit eineinhalb Jahren ohne Bischof auskommen müsse.
Allerdings wird sich der Papst dabei auch etwas gedacht haben. Schließlich gilt Innsbruck mittlerweile als das Mekka der Grünen. Die Bundespartei wird von hier aus geführt, und auch die grüne Stadtpartei schickt sich gerade an, das Bürgermeisteramt zu übernehmen. Hätte Franziskus Innsbruck nun also auch noch mit einem Bischof belohnt, so wäre ihm das mit Sicherheit wieder als Linksruck ausgelegt worden. Abgesehen davon, dass ein Bischof in Mekka im interreligiösen Dialog sowieso keinen schlanken Fuß gemacht hätte.
Der Vollständigkeit halber muss man aber auch sagen: Der Papst hat bis jetzt keinen Kandidaten gefunden, der freiwillig nach Innsbruck möchte. Viele sagen, die Zehn Gebote reichen ihnen schon, die vielen Verbote der Grünen würden sie schlicht überfordern. Auch sei ihnen da zu viel Moral und Tugend im Spiel, so könne doch kein Mensch leben. Da würden sie schon lieber ins barocke Salzburg wollen. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

 

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