Pizzicato

Ella und der Elch

Was für eine Liebesgeschichte: Venedig und der Film, der Lido und die Biennale.

Jährlich, wenn der Spätsommer ins Land zieht, wärmt es uns das Herz. Die Zeit, da die Gondeln Trauer tragen, kommt ohnehin noch früh genug. Da finden Robert Redford und Jane Fonda, ein Traumpaar des New Hollywood, im Herbst des Lebens noch einmal zueinander. Von „Barfuß im Park“ – einem Film der frühen 1960er-Jahre – schlüpfen im Film „Our Souls at Night“ noch einmal unter die Bettdecke. Das hat etwas Tröstliches.

Keiner verkörpert die Symbiose zwischen Hollywood und Venedig indessen so sehr wie George Clooney. Hier hat er im reiferen Alter die Mutter seiner späteren Zwillinge vors Standesamt geführt – standesgemäß in der Gondola. Jährlich flitzt er im Riva-Schnellboot durch die Kanäle und präsentiert den aktuellen Film der Saison – sonst würde die Serenissima womöglich untergehen. Clooney und Venedig: das ist wie Bogart und Paris (oder wahlweise Casablanca).

Was sagt man, wenn alles gesagt ist – auch über den US-Präsidenten („Eine dunkle Wolke“)? Richtig, man spricht über die Kinder: Ella und Alexander, zarte drei Monate alt. Elegant wie Mama Amal sei das Töchterchen. Der Sohn: ein „Elch“. Das mit dem Spitznamen hat sich damit schon einmal erledigt. Der Sohn wird sich bei seinem Daddy dereinst dafür noch herzlich bedanken. (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.09.2017)

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