Pizzicato

Im Ritz

Viele Beobachter fragen sich nun: Hat Mohammed bin Salman (32) seine Familie nur türkis angemalt oder sind die alten Granden tatsächlich entmachtet?

Ist „Veränderung“ nur ein Schlagwort oder steckt da doch nachhaltige Substanz dahinter? Und wird er tatsächlich eine junge Frau zur Parlamentspräsidentin machen? Wobei es hier schon erste kritische Stimmen gibt, die meinen, das könne man nicht machen, schließlich sei diese noch nie im Parlament gesessen. Man sollte den bisherigen Kopf dort einfach lassen, finden sie. Der neue Machthaber will ihn allerdings lieber in die Wüste schicken.

Auch die schwertfechtenden neuen Koalitionspartner, mit denen der neue Hoffnungsträger in Riad seine Macht absichern und die Hegemonie des Ancien Régime brechen will, kommen nicht überall gut an. Aber er ist da relativ ungestüm – frei nach dem Motto „Es ist Zeit. Jetzt. Oder nie.“ Noch unsicher ist er sich jedoch, was er mit dem bisherigen Innenminister machen sollte.

So viel für heute zu Saudiarabien. In Österreich gibt es derweil erste Kritik von langgedienten ÖVP-Funktionären, in die Regierungsverhandlungen nicht eingebunden zu sein. Sebastian Kurz hat vorsichtshalber einmal alle Zimmer im Ritz Carlton am Wiener Ring reservieren lassen. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.11.2017)

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