Nikolaus Pelinka ist mit einem Schlag gleich mehrere Jobs los – den Büroleiter, den Stiftungsrat, den Freundeskreis-Chef, seinen ÖBB-Posten – und muss sich nun einen neuen suchen. Auch Laura Rudas' Ruf ist dementsprechend ramponiert. Von Raphael Sternfeld hört man derzeit ebenfalls nicht viel. Und Nedeljko Bilalic hat sich ohnehin schon länger hinter dem Kanzler versteckt, obwohl er ihn um einen Kopf überragt.
Womit nun wieder harte Zeiten anbrechen – für Nikolaus Kowall, Barbara Blaha oder Wolfgang Moitzi. Denn in den nächsten Monaten werden sich die Medien für sie leider wieder weniger interessieren. Wie schön war das doch in den vergangenen Wochen gewesen, als man der hellroten Karrieristen-Schnösel-Clique die kantigen Jungsozis vom Karl-Marx-Lesezirkel gegenüberstellen konnte, denen die eigene Karriere nichts und die Ideologie alles bedeutet (wobei es sich dabei eher um die von vorgestern handelt). Mit kaum verhohlener Sympathie zwischen den Zeilen für jene, die dunkelrote Punkte bekommen, wenn sie das Wort Schuldenbremse nur hören. Weil Hauptsache, sie sind anders. Anders als der Niko-Laura-Raphi-Nedi-Zirkel. OLI
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.01.2012)















