Vielleicht sollte man sich an der Post ein Beispiel nehmen. Als diese Filialen schloss, richtete sie sogenannte „Post-Partner“ ein – so kann man nun auch in Supermärkten Briefe aufgeben und empfangen. Warum also nicht auch „Gerichtspartner“ einrichten?
So ein Gerichtspartner im Supermarkt brächte einige Vorteile. Man denke nur an Ladendiebe, diese könnten an Ort und Stelle abgeurteilt werden. Auch gäbe es keine Probleme mit dem Fristenlauf mehr. Wenn der Supermarkt gleichzeitig Post- und Gerichtspartner ist, funktioniert die Zustellung rechtzeitig. Der Postfuchs könnte das Material für den Richtertalar liefern. Dagegen sind freilich Proteste von Tierschützern zu erwarten. Die kann die Justiz aber dafür gleich vor den Gemüseregalen im Supermarkt festnehmen, das Geld für verdeckte Ermittler kann man sich sparen. Und nach dem Freispruch bekommen die Tierschützer dann als kleine Entschuldigung einfach eine Gutschrift vom Supermarkt.
Angesiedelt werden soll die neue Justizstelle übrigens in der Lebensmittelabteilung, bei den Fertiggerichten. AICH
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.02.2012)















