Vom Europäischen Parlament kommt der Vorschlag, die EU-Flagge künftig auf den Trikots europäischer Sportteams anzubringen. Neben den Nationalfarben sollen der Athleten Brust dann auch die zwölf gelben Sterne auf blauem Grund zieren.
Ob auch die Griechen die EU-Flagge tragen werden können, ist allerdings noch ungewiss. Sind deren Dressen doch schon voll mit verschiedensten Sponsorenlogos – ESM, EFSF, IWF, EZB und diverser anderer Finanzinstitute. Zudem will die EU erst einen Spielbeobachter nach Athen schicken. Und die Griechen werden verpflichtet, in einem Match gegen Mazedonien ihre Europareife zu beweisen. Als nächster Gegner würde dann die Türkei warten, dann Deutschland.
Auch Handballspiele zwischen Serbien und Kroatien könnten hinkünftig zu einem Fest der Völkerverständigung werden, wenn erst beide die EU-Sterne tragen. Immerhin haben sie diesbezüglich ja Erfahrung: Einen roten Stern auf ihren Trikots hatten sie schon einmal.
Schwieriger wird das bei anderen Sportarten. Markus Rogan müsste man die EU-Flagge wohl auf die Brust tätowieren. Und bei den Skispringern könnte sie allzu sehr flattern.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.02.2012)















