Das beliebte Spiel „Bewirf den Promi!“ wurde jüngst dank einer Französin um eine Facette reicher: Sie warf eine Tüte Mehl auf den sozialistischen Präsidentschaftskandidaten François Hollande – worauf der aussah wie ein verkühlter Wiener Szenepromi, der blöderweise in sein standesgemäß etwas größeres Kokssackerl geniest hat.
„Hollande gemehlt“ hießen die Schlagzeilen. Ja, jetzt noch in heißer Butter schwenken und Zitrone und Petersil dran, dann hätt' man Hollande auf Müllerinnenart, aber genug des Kochkunstklamauks. Jedenfalls war das einmal ein neues Geschoß! Seit Längerem in ist ja die Torte: Unter anderem haben Bill Gates, Helmut Kohl und Hilmar Kabas noch heute den cremigen Geschmack im Mund, weil man sie einst getortet hat. Wolfgang Schüssel wurde 1999 einmal geschwedenbombt, und George W. Bush gar geschuht, nämlich von einem irakischen Journalisten. In Griechenland werden Politiker derzeit extrem häufig geeiert.
Innovative Antifaschisten könnten statt der altväterischen Dosen und bösen Steine (sorry, geht gar nicht!!!) auch einmal was echt Nettes gegen Strache und Co. werfen: etwa Puder(kriegt man z. B. bei Bipa, oder man nimmt gemahlenen Talk, Puderzucker etc.). Das würden wirklich große Schlagzeilen.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.02.2012)















