Die älteren Zuseher werden sich erinnern: Die Politlegende Peter Westenthaler drohte einst renitenten ORF-Redakteuren mit den Worten „Dann gibt es Stunk!“. Als dies publik wurde, relativierte der damalige FPÖ-Klubobmann: Er habe vielmehr „Dann kommt die Trunk!“ gesagt. Melitta Trunk war seinerzeit Nationalratsabgeordnete der Sozialdemokratischen Partei Österreichs.
Nun machte Wolfgang Kubicki, der FDP-Wahlsieger von Schleswig-Holstein, einen auf Westenthaler. Von Markus Lanz (ja, das ist der neue „Wetten, dass..?“-Moderator) auf das ihm zugeschriebene Zitat angesprochen, es werde jedenfalls im Mai keinen Putsch gegen FDP-Chef Philipp Rösler geben, meinte Kubicki: „Ich habe ,Punsch‘ gesagt.“
Kubicki kennt sich da schließlich aus. Den FDP-Bundesparteivorstand am Montag schwänzte er nämlich. Seine Begründung: „Ich hatte noch Restalkohol.“ In Berliner FDP-Kreisen hieß es sogar spöttisch: „Er schläft nicht seinen Rausch aus– er liegt im Koma.“
Allerdings wird das dann wieder keiner gesagt haben wollen. Richtig sollte es vielmehr heißen: „Er war auf einen Plausch aus – bei seiner Oma.“ OLI
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2012)















