Wenn der Dalai-Lama in der zweiten Maihälfte Österreich besucht, dann hat er auch ganze eineinhalb Stunden für Sebastian Kurz eingeplant. Diese Privataudienz soll laut „Österreich“ in einem Hotel stattfinden.
Sebastian Kurz wird dem Dalai-Lama dabei freundlich, aber bestimmt, klarzumachen versuchen, dass er zwar in Österreich prinzipiell willkommen sei, sich kleidungstechnisch jedoch schon an die landesüblichen Gebräuche anpassen sollte. Andernfalls würde er von Johanna Mikl-Leitner in einen sicheren Drittstaat, etwa nach China, abgeschoben.
Gemäß seiner Devise „Integration durch Leistung“, so Kurz, habe aber auch der Dalai Lama eine Chance verdient. Sollte sich sein Beitrag für das Hüttenberger Tibet-Zentrum im Bereich potenzieller russischer Investoren bewegen, dann sei auch die österreichische Staatsbürgerschaft, wie Sebastian Kurz dem Dalai-Lama in englischer Sprache zu vermitteln versuchen wird, durchaus „Part of the game“.
Sehr angetan dürfte der Dalai-Lama jedenfalls von dem von Sebastian Kurz kurzfristig eingerichteten „Dialogforum Buddhismus“ sein. Allerdings, so Kurz, müssten dessen Imame künftig auf Deutsch predigen. OLI
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.05.2012)















