24.05.2013 07:09 Merkliste 0

Krejcis Hausschatz

 (Die Presse)

Von dieser Stelle aus grüßen wir heute unseren Freund Herbert Krejci

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Von dieser Stelle aus grüßen wir heute unseren Freund Herbert Krejci. Einen weisen Alten, der stundenlang Anekdoten aneinanderreihen kann. Eine besser als die andere. Bitte, wer merkt sich das alles?

Etwa diese: Das schwerste Leben im „Kurier“ der 1980er-Jahre hatte wohl er – einerseits Generalsekretär der Industriellenvereinigung, als Aufsichtsrat aber auch für die Blattlinie des „Kurier“ verantwortlich. „Täglich am Morgen hat mich der Manfred Mautner Markhof angebrüllt, täglich am Abend der Michael Graff. Bis ich dem gesagt hab: ,Herr Graff, ich habe im Weltkrieg in Dnjepropetrowsk einen Unteroffizierslehrgang gemacht. Sie dürfen sicher sein, dass ich lauter schreien kann!‘ Darauf übersandte Frau Maria Graff frische Erdbeeren.“

Im „Kurier“-Aufsichtsrat waren noble Herren vertreten. Einer hieß Charly V. und war Bosch-Gesellschafter. Ein anderer, der Doktor Voglar, vertrat die Zuckerindustrie. Der fragte einen Bewerber um einen leitenden Posten: „Sind Sie Kommunist?“ Der Befragte konnte wahrheitsgemäß verneinen. „In welchen Verhältnissen leben Sie?“ – „Ich habe eine langjährige Beziehung zu einer verheirateten Frau.“ – V.: „Gott, ist der Mensch zu beneiden!“ hws


E-Mails an: hans-werner.scheidl@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.06.2012)

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2 Kommentare
Gast: Fessl
06.06.2012 12:48
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Schockierend !

Ich finde es schockierend, dass eine "Qualitätszeitung"wie Die Presse 1.) den Namen einer Person, die dem Author nach eigener Aussage "seit Jahrzehnten" persöhnlich bekannt ist falsch schreibt und 2.) diesen Fehler trotz Hinweis meines Vorschreibers seit über 5 Tagen immer noch nicht korrigiert hat!
Welche Fehlinformationen sich wohl sonst noch in diesem Artikel /dieser Zeitung verstecken?

Gast: Martin Klein
01.06.2012 09:35
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Der apostrophierte Vertreter der Zuckerindustrie ..

.. heisst/hiess meines Wissens nicht Voglar, sondern Vogler. Und Charly V. war nicht nur ein ganz besonders gebildeter und liebenswerter, auch gastfreundlicher Mensch, sondern trug als persönliche Note seiner Eleganz auch farblos lackierte Fingernägel.
Die Zeiten, als sich die Protagonisten derselben Weltanschauung (Graff,Mautner,Krejci) noch gegenseitig anbrüllten, scheinen aber vorbei zu sein. Heutzutage begegnet man einander leiser, aber intriganter.

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