Eine der skurrilsten und undurchsichtigsten Geschichten seit langem – neben jener eines Austro-Abgeordneten, der in Warschau einen Löwen mit schwarz-rot-goldener Farbe beschmiert bzw. nach eigenen Angaben diese nach einem Vandalenakt anderer wegzuwischen versucht hatte – ist jene, die sich jüngst im Kärntner Wald zutrug.
Ein Politiker, angeblich prominent, soll von einer sogenannten Wildkamera beim – wie es so schön heißt – „Liebesspiel“ gefilmt worden sein. Ob mit dem Hirsch oder einer Waidfrau ist nicht überliefert. Es soll sich jedenfalls um ein außereheliches „Liebesspiel“ gehandelt haben.
Wer der Politiker ist, weiß man nicht. Ebenso ist nicht bekannt, wie diese Geschichte überhaupt den Weg in die Medien fand. Dort trat lediglich der bekannte Datenschützer auf und fand kritische Worte. Ob dieser mehr wusste? Man weiß es auch nicht.
Nicht ganz auszuschließen also, dass sich wieder einmal die einschlägig bekannte „Bird Base“ (alias Junge Industrie) einen „Hoax“ machte – um auf den mangelnden Datenschutz in unseren Wäldern aufmerksam zu machen. Ihr Synonym würde jedenfalls gut dazu passen. OLI
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2012)















