25.05.2013 16:05 Merkliste 0

Ménage à trois

 (Die Presse)

Mon Dieu! 'atten wir nicht vermeint, die Zeiten eines balzenden Gockels im Palais d'Élysée mit seiner 'übschen Schlagersängerin seien nun vorbei!

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Mon Dieu! 'atten wir nicht vermeint, die Zeiten eines balzenden Gockels im Palais d'Élysée mit seiner 'übschen Schlagersängerin seien nun vorbei! Jetzt käme „Monsieur Pudding“, der seriöse Langeweiler François Hollande. Mais au contraire! Die Ex und die aktuelle Madame geraten einander in die Haare! Valérie Trierweiler, 47, drei Kinder, giftet per Twitter gegen die verflossene Madame Ségolène Royal, 58, vier Kinder. Non, non, non, eine pikante, ja eine explosive Ménage, mon ami! Dass sich die beiden Hennen wegen dieses durchschnittlichen Brillenträgers in die ondulierten Frisuren geraten würden – wer konnte solches ahnen, fi donc? – wir kleinen Österreicher bangen. Können nicht mehr, als dem Machtkampf im 8. Pariser Arrondissement tatenlos zuzusehen. Steht nicht der Euro auf dem Spiel? Lesen wir nicht, das Experiment Europa befinde sich auf der Schneide der Rasierklinge? Das hat schon ein bisschen andere Dimensionen als der Ehekrach bei Herrn und Frau Schmauswaberl in Oberpullendorf. Monsieur wird sich entscheiden müssen. Wir fühlen mit ihm. Ein kitzlige Situation, wem sagen Sie das! Wie gut für Europa, dass Herr Prof. Sauer, Angela Merkels Gespons, so ein braver Ehemann ist, parbleu! HWS


E-Mails an: hans-werner.scheidl@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2012)

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