Wenn in der Bundeshymne von der „Heimat großer Töchter und Söhne“ die Rede ist, können damit nur unsere Politikerhelden gemeint sein. Denn nachdem Kanzler Werner Faymann im Vorjahr das in den Kanal gefallene Handy eines Mädchens herausfischte, bewies nun Tirols Landeshauptmann Günther Platter noch mehr Heldenmut: Er rettete einer Pensionistin das Leben, indem er sie aus der verrauchten Wohnung barg. Dass die Frau durch den schwarzen Rauch dunkelhäutig wirkte und Platter sie daher auf Englisch mit „How do you do?“ ansprach, ist hingegen ein böses Gerücht.
Auch andere sind Helden: So rettete Erwin Pröll einen Freund vor dem Verdursten – und zwar, indem er Michael Häupl rechtzeitig Wein nachschenkte. H.-C. Strache rettete Martin Graf vor dem Feuertod. Graf wollte bei der Sonnwendfeier aus ungünstigem Winkel über das Feuer springen. Seither wird Graf auch „Winkeladvokat“ genannt. Karl-Heinz Grasser (zu schön, zu jung, zu hilfsbereit) rettete Mitarbeiter von Mobilfunkanbietern vor der Arbeitslosigkeit, in dem er viele SIM-Karten kaufte. Und Ernst Strasser galt sogar als der hilfsbereiteste Mensch von Brüssel. Einziges Manko: Er soll von jedem, dem er hilfreich war, 100.000 Euro verlangt haben... AICH
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.06.2012)















