Hans. Jörg. Tengg.

 (Die Presse)

Hansjörg Tengg: Der Firmensanierer und einstige „Konsum“-Nachlassverwalter zählt zu den erquicklichen Zeitgenossen.

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Hansjörg Tengg: Der Firmensanierer und einstige „Konsum“-Nachlassverwalter zählt zu den erquicklichen Zeitgenossen. Das ist im Business in enger Nachbarschaft zur Politik eine eher rare Erscheinung. Mit Schmunzeln entsinnen wir uns früherer FPÖ-Parteitage – etwa in den Siebzigerjahren – da Tengg die Altvorderen zur Weißglut trieb. Mit erkennbarer Lust an der Pointe „häkerlte“ er Friedrich Peter & Co., dem ebenfalls jungen Jörg Haider gleich. Doch dann zog es ihn in die Wirtschaft. Glück für ihn, dass er nicht in der Politik picken blieb – wenn man bedenkt, was danach folgte.

Tengg im parlamentarischen U-Ausschuss also. Zum ersten Mal hat da einer frei von der Leber geredet – und was er in einem Nebensatz andeutete, könnte so manche Verschwörungs-, Schmiergeld- und Korruptionsgeschichte in ein anderes Licht stellen. Warum man immer so kompliziert ums Eck denke, schmunzelte der Manager. Beim Behörden-Funk war es eher Dummheit, Schlamperei und Inkompetenz der Beamten mit dem Innenminister Strasser an der Spitze. Wenn's wahr ist! Das ist zwar keine besonders optimistische Version, aber es könnte der Wahrheit durchaus nahekommen. HWS


E-Mails an: hans-werner.scheidl@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.06.2012)

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