Zyperns Präsident im Portrait: Der letzte Kommunist

Zyperns Präsident, Dimitris Christofias, ist mit ein Grund für die verzögerte Hilfe von IWF und Europartnern.

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(c) EPA (JULIEN WARNAND)

 

Der kleine Mann ist eine große Persönlichkeit. So groß, dass er derzeit einer Hilfe des IWF und der Europartner für sein Land im Wege steht. Sie wird wohl erst nach den Neuwahlen am 17.Februar beschlossen. Dimitris Christofias, der nicht mehr als Staatspräsident kandidiert, ist nämlich nicht bereit, die Auflagen für die Milliardenkredite zu erfüllen. Eine Zustimmung zur Privatisierung von Staatsbetrieben verweigert er.

Christofias ist heute der einzige kommunistische Staatschef der EU. Er stammt aus einer Arbeiterfamilie in Kato Dikomo, studierte in der Sowjetunion. Aus dem einstigen linken Ideologen ist freilich längst ein pragmatischer Politiker geworden. Und das nicht ohne Grund. Seit 2008 regiert er ein Land mit einem riesigen Bankensektor, dessen niedrige Steuern vor allem russische Investoren anziehen. In seiner Amtszeit entschied sich die Republik Zypern ebenso wie Großbritannien, keine Finanztransaktionssteuer einzuführen. wb[EPA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.02.2013)

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