Beruf: Enkel

03.04.2011 | 18:28 |   (Die Presse)

Schon wieder hat Karl Habsburg-Lothringen berufliche Schwierigkeiten - diesmal in Bulgarien.

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Am bekanntesten ist Karl Habsburg, der heuer 50 Jahre alt wurde, als Enkel. Sein Großvater war der letzte Kaiser von Österreich. Habsburg selbst hat sich mehrfach als Politiker und Unternehmer versucht– beides war bis dato eher nicht von Erfolg gekrönt. Derzeit versucht gerade ein bulgarischer Oligarch, den Adeligen aus dem gemeinsamen Medienunternehmen zu drängen. Der einstige EU-Politiker spricht von „Putsch“ und „Rebellion“ und fühlt sich – wieder einmal – ungerecht behandelt.

Der Kaiserenkel blickt auf ein wechselhaftes Berufsleben zurück. Anfang der Neunzigerjahre moderierte er kurzzeitig die ORF-Sendung „Who is who“, gewisse Bekanntheit erreichte er auch als Langzeitstudent (1993 brach er nach zwölf Jahren sein Jus-Studium ab). Vor allem war er jedoch Politiker: Von 1996 bis 1999 saß er für die ÖVP im EU-Parlament, bis er über den World-Vision-Spendenskandal stolperte (dabei flossen Spendengelder über Umwege auch in Habsburgs Wahlkampf– laut Habsburg ohne sein Wissen). 1999 schaffte er mit einer eigenen Partei den Einzug ins europäische Parlament nicht mehr.

2004 gründete er laut damaligem„Format“-Bericht die Beratungsfirma„Raven Consulting“. Um sie ist es still geworden. Nun wirft ihm sein bulgarischer Geschäftspartner vor, seinen finanziellen Verpflichtungen für die gemeinsame Medienfirma nicht nachgekommen zu sein. „Wir sind nicht reich“, sagte Habsburg vor einem Jahr in einem Interview mit der „Weltwoche“. „Unsere Familie ist ja nach dem Ersten Weltkrieg völlig enteignet worden.“ Wenigstens hat er eine reiche Frau: Verheiratet ist Habsburg mit der Kunstmäzenin Francesca Thyssen-Bornemisza. b.l.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.04.2011)

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2 Kommentare

Aber bei denArbeiten an der Uni hat er doch verschiedene arist. Helferlein an seiner Seite!?

Beim Karli fehlt´s an vielem- besonders am Anstand und der Einschätzung seiner eigenen Fähigkeiten!

Mei, den Karli kenne ich vom Studium ....

er ist tatsächlich ein "verlorener Sohn", zu wenig helle, zu wenig anständig und dekadent bis ins Letzte. Eigentlich hat er mir immer leid getan, nur zu helfen war im nicht.

Für die EU-Delegation der ÖVP reicht solches allemal, wie uns jüngst wieder die Bestätigung in die Hände fiel.

Vielleicht kann er zu Hause die Wäsche machen, wenn er sich nicht zu gut dazu ist. Weil am Ego und an Voreingenommenheit hat es ihm nie gefehlt.

Franziska, Du hast ein zusätzliches Kind, pass auf Dein Mündel auf!

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