Die Ära der Privatsphäre ist vorbei“, tönte Mark Zuckerberg noch vor einem Jahr. Dass er und seine Firma die Daten der mittlerweile 750.000 Facebook-Nutzer mehr oder weniger nach Gutdünken verwenden, hielt der Gründer des Online-Netzwerks für selbstverständlich. Heute gibt sich Zuckerberg ein wenig kleinlauter. Nachdem zuletzt drei Wiener Jus-Studenten das Unternehmen wegen Verletzungen des EU-Datenschutzrechts verklagt – und auch eine Razzia in der irischen Europazentrale erwirkt hatten – signalisierte er erstmals, dass Facebook Datenschutz nicht völlig egal ist.
Und das nicht nur mit Worten. Facebook engagiert die auf Fragen des Daten- und Verbraucherschutzes im Internet spezialisierte Anwältin Erin Egan. Sie soll Facebooks erste Datenschutzbeauftragte werden. Bisher betreute die 41-Jährige als Partnerin der Kanzlei Covington IT-Größen wie eben Facebook oder Microsoft. Sie half den Konzernen nach Datenschutzverletzungen, aber auch bei der Entscheidung, wie die Unternehmen damit umgehen sollen, wenn Regierungen plötzlich nach sensiblen Kundeninformationen fragen. auer
("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2011)















