Wir, die Alltagskorruptionisten: Eine schmutzige Dreiecksgeschichte

06.04.2012 | 18:41 |  ANNELIESE ROHRER (Die Presse)

Politik-Medien-Bürger haben jahrzehntelang davon profitiert, dass Geben und Nehmen als „normal“ angesehen wurde. Die jetzige Empörung ist in vielen Fällen schlichtweg verlogen.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Der Ausbruch einer Studentin aus Bayern kam völlig unvermittelt. Sie habe die Ausreden, Österreich sei ein „kleines Land“ und deshalb eben so korrupt, „so satt“: Andere Länder seien auch klein. Kurz nach dieser Explosion im Hörsaal begründete just Ex-Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler im ORF Korruption in Österreich mit der Kleinheit des Landes. Es kenne eben jeder jeden. Da hatte die Studentin wahrscheinlich wieder „die Nase voll“.

Mit gutem Grund. Seit Monaten versinkt das Land in einem Korruptionssumpf. Da aber Österreich das Dorado der Ausreden mit dem Sündenbock als Wappentier ist, ein Land also, in dem immer die „anderen“ an etwas schuld sind, wird nicht gesamtheitlich diskutiert, wie es denn so weit kommen konnte.

Die Antwort ist nämlich mehr als unangenehm. Korruption in Form von Bestechung einerseits und Vorteilsgewährung andererseits wird seit Jahrzehnten in der Bevölkerung nicht als unanständig oder unrecht wahrgenommen. Wie viele Kuverts sind über wie viele Tische geschoben worden – für eine Baubewilligung, einen Operationstermin oder Theaterkarten?

Daran hatten Bürger nichts auszusetzen – jedenfalls nicht so viel, dass sie es zur Anzeige brachten oder „auffliegen“ ließen. Jeder hatte seinen Nutzen. Staatsbürger, denen schon vor vielen Jahren Sauberkeit im öffentlichen Bereich so sehr am Herzen gelegen ist wie angeblich jetzt, hätten ja etwas unternehmen können. Die Empörung jetzt ist verlogen.

Gelegenheiten hätte es genug gegeben. Der vermeintliche Bestechungsversuch des damaligen ÖVP-Politikers Leopold Helbich 1975, der schwarze Geldkoffer Bela Rabelbauers für die ÖVP und Josef Taus 1979 etc., Steuerhinterziehung – alles ohne Konsequenzen. Ehrenkodices hätten damals beschlossen werden können – auf Druck der Wähler zum Beispiel.

Wir sind alle Korruptionisten. Geredet und gemunkelt wurde viel, unendliche Geschichten von Betroffenen erzählt – zum Beispiel von jenem Wiener SPÖ-Politiker, der ohne Bargeld in seiner hohen Position keinen Finger gerührt haben soll. Alle haben sie diese Geschichten für wahr gehalten, niemand hat etwas unternommen.

Geben und nehmen, die sogenannte Alltagskorruption, hat die Öffentlichkeit nicht gestört. Ein österreichisches Trio infernal – Politik, Bürger, Medien – hat davon profitiert. Die einen mehr, die anderen weniger. Das ist auch der Grund, warum Bundespräsident Rudolf Kirchschläger mit dem „Trockenlegen der Sümpfe und sauren Wiesen“ kläglich gescheitert ist, wie sich heute zeigt.

Wo war der Aufschrei der Bürger seit den 1980er-Jahren? Alle jetzt geplanten gesetzlichen Maßnahmen hätte es längst geben müssen. An der K-&-K-Situation, der Kultur der Korruption, haben alle ihren Anteil. Nur mit dem Finger auf Politiker und Parteien zu zeigen ist zu einfach. Nun braucht es für die erforderlichen strengen Regeln einen klaren Kopf und keine Verwirrung der Gefühle. Die „Dienstverfehlung“ einer Wiener Spitzenbeamtin zum Beispiel ist noch lange keine „Korruption“, wie berichtet wurde. Die Beamtin wurde nicht wegen Bereicherung suspendiert. Hysterie taugt nicht als politische Kategorie.

PS: Den ÖBB ist voll zuzustimmen, wenn sie jetzt die Journalistenprivilegien bei den Vorteilskarten streichen.


Reaktionen senden Sie bitte direkt an: debatte@diepresse.com


Zur Autorin:

Anneliese Rohrer
ist Journalistin in Wien: Reality Check http://diepresse. com/blog/rohrer

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.04.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

34 Kommentare
 
12
Gast: GelernteÖsterreicherin
13.04.2012 17:57
0 0

Verlogene Empörung- wie wahr

..."Politik-Medien-Bürger haben jahrzehntelang davon profitiert, dass Geben und Nehmen als „normal“ angesehen wurde. Die jetzige Empörung ist in vielen Fällen schlichtweg verlogen."...

..Ich würde den Satz verändern auf:
..."Bürger haben jahrzehntelang davon profitiert, dass Geben und Nehmen als „normal“ angesehen wurde. Die jetzige Empörung ist in vielen Fällen schlichtweg verlogen."...
Geben und Nehmen ist in Österreich doch gern praktizierter Alltag.
Bei (nahezu)allen BürgerInnen, in der einen oder anderen Rolle. Man bedenke doch nur die vielen kleinen Geschenke, die vor allem ältere MitbürgerInnen verteilen (an Ärzte, Sprechstundenhilfen,Bankbeamte,...) um möglicherweise einen kleinen Vorteil zu erhaschen. Gute, gewinnbringende Informationen (zB freiwerdende Wohnungen, Arbeitsplätze) werden an Bekannte und Verwandte (nicht an den Bedürftigsten) weitergegeben.
Menschen sind so. Politiker sind Menschen. Daher soll man zwar deren Verfehlungen aufzeigen und ahnden, aber nicht so tun, als ob man selbst vor ähnlichem Verhalten gefeit wäre.


Gast: Kritikus
11.04.2012 10:59
1 0

Was ist korrupt?

Frau Rohrer billige ich guten Willen zu, aber hier gießt sie das Kind mit dem Bad aus. Vielleicht hat das damit zu tun, dass sie in der Presse sonst nicht landet. Vielleicht kann sie deshalb nicht darüber schreiben, dass die Korruption in unserer Republik eine feste Tradition hat und dass jeder, der dagegen aufzumucken gewagt hat, sofort mundtot gemacht wurde. "Die Journalisten" haben dazu ihren Teil durch Totschweigen beigetragen - pardon: beitragen müssen, sonst hätten sie nicht schreiben können. Internet hats ja keines gegeben.
Wir verdanken es diesem weltweiten Netz, dass man heute nichts mehr zudecken kann, dass die Medien unter einen gewissen Druck geraten, Dinge, die man im Internet nachlesen kann, nicht zu verschweigen, weil sie sonst ihre Leserschaft verlieren. Noch "dosieren" sie, fragt sich, wie lange. Nicht eine neue Partei, sondern ein neues Medium, das schonungslos aufgreift, was in diesem Land alles korrupt ist, wird durchschlagenden Erfolg haben. Frau Rohrer ist zu vedanken, dass sie gegen die "da kann man eh nix machen-Mentalität" mobilisiert hat. Hätten das nur alle ihre Journalistenkolleginnen und -kollegen auch in dem Maß getan! Aufdecken, aufzeigen, an den Pranger stellen, recherchieren, sich nicht abspeisen lassen, alles hinterfragen, auch Höchstgerichte, auch führende Politiker - nur so werden wir die sauern Wiesen trocken legen können, von denen ein Bundespräsident einst gesalbadert hat. Wir sind auf dem richtigen Weg, wir gehen nur zu zögerlich!

2 3

Was ist wirklich Korruption?

Also, Fr. Dr. Rohrer ernennt uns taxfrei – und zwar alle Bürger dieses Landes – zu „Alltagskorruptionisten“. Tröstlich nur, daß sie „wir“ sagt, also sich selbst mit einbezieht!

Ich, aufsässiger Bürger lasse mich aber nicht so ohne weiteres als Korruptionist beschimpfen und habe daher Fragen.

Ist es Korruption, wenn ein Reiseleiter am Ende einer Reise Trinkgeld von seinen Gästen nimmt, er wird schließlich vom Reiseveranstalter bezahlt? Ist es umgekehrt Korruption, wenn eben derselbe Reiseleiter zwei Gästen ein Buch über Prag schenkt, weil die beiden bereits dreimal mit ihm in Prag waren? Er verleitet sie schließlich dazu ein viertes Mal mitzukommen. Zum Vergleich, bei einem Kellner ist das Trinkgeld vom Finanzamt eingeforderter Bestandteiles des Lohnes. Ohne weiter ins Detail zu gehen, so ohne weiteres werden nicht alle Bürger Korruptionisten sein können.

Nächste Frage, wäre es für Dr. Rohrer nicht zumutbar, einmal zu untersuchen, was denn, von dem was gegenwärtig als Korruption eingeschätzt wird, wirklich Korruption ist oder nur Parteispende oder Entlohnung für echte Leistung. Vielleicht Leistung, die sich dem einfachen Bürger nicht so ohne weiteres erschließt.

Und noch eine Frage, warum setzt Dr. Rohrer nicht das, was sie dann als echte Korruption bezeichnen kann in Vergleich zu früheren Skandalen, etwa AKH, Lucona, etc.

Da könnte sich doch glatt ergeben, daß wir gegenwärtig um kein Tipf weniger oder mehr korrupt sind, als schon früher. Die hiesige Beschimpfung wäre obsolet.

Gast: Joben
08.04.2012 11:23
0 0

und die Journalisten ?

Die Schlinge um die Anfütterer bzw Vorteilsgewährer und die dankbar diese Vergünstigungen annehmende Journaille zieht sich offensichtlich zusammen.
Wann wird endlich ein mutiger Journalist , besser noch eine Journalistin, in diese Blase, mit Namen und konkreten Beispielen, hineinstechen?
Mir sind nur einige bekannt.
Steuergesetzgebung, Telekomspezialtarife, Bundesbahnermässigungen.....
Um Ergänzung wird ersucht
Merke: In eine Hand die nicht füttert, beißt man leichter.

es wird ein deja-vu geben

1945 ff: obwohl dieses land zu 80 % aus nazi-sympathisanten bestanden hat, hat niemand an eine entnazifizierung gedacht. niemand in diesem land hat schuld auf sich genommen sondern alle haben auf 'die nazis' gezeigt und sich selbst als erstes opfer erklärt.
resultat: braune sumpfblüten auch heute noch hinter jeder ecke.

dieses muster wird fortgesetzt: obwohl mindestens 80% der leute massiv dreck am stecken haben und profitieren von günstlingswirtschaft, korruption und nicht-aufrechtem gang werden als schuldige 'DIE politiker' identifiziert. selbst spricht sich der bürger frei von jeder schuld und legt sich in sein verlogenes bett, damit auch in zukunft die sumpfblüten schön blühen können.

ö KANN nur dann gesunden, wenn die bevölkerung gesundet.

Antworten Gast: zwickerl
09.04.2012 21:13
0 0

Re: es wird ein deja-vu geben

entschuldigung, aber im Jahre 1945 war ich noch nicht 3 Jahre alt und deshalb "strafunmündig". Aber hätte man die Menschen alle umbringen sollen oder arbeitslos melden weil sie im System gefangen waren (viele davon sind erst 1945 erwacht), so eine trottolose Argumentation habe ich noch nie gehört!

Antworten Gast: Grummelbart2
09.04.2012 11:08
0 1

Re: es wird ein deja-vu geben

Weil es unter "roten" keine Korruption gibt, sondern nur unter Leuten, die irgendwie auch braun sind?

Sie fordern zu Recht strengere Regeln

für Politiker; es stellt sich die Frage, warum der ÖVP-Obmann von politischen Gegnern und in diversen Foren für seinen Vorschlag eines Verhaltenscodex dermaßen mit Spott und Häme übergossen wird.

Man sollte meinen, dass die Politiker durch das tägliche Auffliegen neuer Fälle momentan etwas sensibilisiert sind und vorsichtiger agieren. Weit gefehlt. Letzter Fall einer völligen Uneinsichtigkeit und Abgestumpftheit, was Privilegienwirtschaft betrifft:

Doris Bures, die absolut nichts dabei findet, ihre Tochter samt deren Freund zu einer Weinverkostung fahren zu lassen. Per Dienstwagen und Chauffeur, bis nach Mitternacht! Und all diese Überstunden auf Kosten des Steuerzahlers! Das Kanzleramt ist der Meinung, dass dies alles seine Ordnung habe.

Unglaublich, diese Arroganz und Abgehobenheit, auch wenn es hier vergleichsweise nur um Peanuts geht.

Wir haben alle viel zu lange zugeschaut, weil wir selbst in diesem Klima der Freunderlwirtschaft sozialisiert wurden. Höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen.

0 3

Aufgabe des Dienstwagens eines Ministers

Ka_Sandra, Sie sind, wie meist, in Ihrer Argumentation daneben, weil sie nur die Hälfte der Fakten sehen oder sehen wollen.

Frage 1: Haben Sie den angeblichen Mißbrauch des Dienstwagens der Fr. Bures in eigener Wahrnehmung festgestellt oder wissen Sie das nur vom Hören-Sagen? Trifft letzteres zu, was ich annehme, dann sollten Sie wissen, die Grenze zur Üblen Nachrede liegt sehr nahe.

Frage 2: Wissen Sie, wozu der Dienstwagen mit Chauffeur vorgesehen ist? Vermutlich Nein, denn sonst könnten Sie den Gebrauch des Dienstwagens so nicht mißbräuchlich sehen.

Nehmen wir an, die Ministerin hat mehrere Tage in Linz dienstlich zu tun und benutzt dort auch ein Hotel, weil sie nicht jeden Tag nach Wien zurückpendeln will.

So, und dann hat sie den Bedarf eines Pakerl Papiertaschentücher. Was muß sie jetzt tun. Muß sie vom Hotel zu Fuß zur nächsten Trafik gehen oder muß sie sogar eine Sitzung um 17 Uhr beenden, damit sie noch vor 18 Uhr eine Trafik erreicht?

Wohl kaum, sie wird ihren Chauffeur höflich bitten, die Papiertaschentücher für sie zu besorgen und der Chauffeur wird das ohne Murren zu machen haben.

Weil?

Weil der Dienstwagen nicht nur für dienstliche Angelegenheiten bereit steht, sondern für die völlige Versorgung, auch der privaten, des Ministers notwendig ist. Denn, in aller Regel hat ein Minister einen 16- bis 18-Stunden-Tag. Da müssen auch private Notwendigkeiten gedeckt sein.

Darüber zu spekulieren, ob die Versorgung der Tochter eine private Notwendigkeit ist, wissen wir nicht!

Re: Aufgabe des Dienstwagens eines Ministers

Waaaas, ich liege in meiner Argumentation meist (!?) daneben!
Es reicht!!!

Guter Cicero, Doris Bures hat den Tatbestand selbst zugegeben, aber sie findet absolut nichts dabei.

Und Ihrer Argumentation kann ich nichts abgewinnen. Doris Bures soll sich meinetwegen Papiertaschentücher (oder sonstiges Papier) vom Chauffeur besorgen lassen, wenn sie nicht fähig ist, logistische Vorsorge für ihre Ausscheidungen zu treffen, aber sie kann doch nicht ihre Tochter samt Freund auf Kosten des Steuerzahlers zu einer Weinverkostung chauffieren lassen. Wo samma denn?

„Die Leute sollen wieder lernen zu arbeiten, anstatt auf öffentliche Rechnung zu leben...“ (Marcus Tullius Cicero)

P.S.: Womöglich haben Sie selbst einen Dienstwagen???

0 0

Die Tätigkeit eines Managers oder eines Ministers ist nicht mit der eines Buchhalters oder Bauarbeiters vergleichbar.

Ja, Ka_Sandra, Sie liegen meist daneben mit Ihrer Argumentation. Das sage ja nicht nur ich, andere machen das pausenlos auch. Zuletzt habe ich Ihnen bei der „Hardliner“-Debatte bewiesen, daß Sie ein paar Binsenweisheiten der kirchlichen Lehre und Regelung mißverstehen, worauf bei Ihnen betretenes Schweigen eintrat.

So auch hier, Sie mißverstehen, was ein Dienstwagen für einen Minister ist.

Genau wie das gehobene Management in der Wirtschaft hat der Minister einen „Dienstvertrag“, der ihm weder eine bestimmte Tätigkeit, noch eine bestimmte Dienstzeit oder ähnliche Regelungen vorschreibt, sondern der beschäftigt wird, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Und er wird hiefür entlohnt. Der Manager aus Firmengeldern, der Minister aus Steuermitteln.

Ein Teil dieser Entlohnung ist dort wie da der Dienstwagen. Der Dienstwagen ist aber nur dann sinnvoll, wenn er dem Vertragspartner – Manager oder Minister – unbeschränkt, also auch für den privaten Gebrauch zur Verfügung steht. Das ist auch notwendig, weil eben der Minister oder der Manager keine bestimmte Arbeitszeit hat und auch seine Tätigkeit nicht nur an seinen Schreibtisch gebunden ist.

Nun zu Ihrer Beanstandung. Der Dienstwagen kann nur unbeschränkt auch für privaten Einsatz bereit stehen, weil jede andere Regelung undurchführbar ist, wie mein simples Beispiel mit den Papiertaschentüchern zeigt.

Wenn der Dienstwagen Teil des Lohnes und eine Trennung Dienst / Privat nicht möglich ist, dann ist die Weinverkostung eben korrekt.

2 3

Re: Aufgabe des Dienstwagens eines Ministers

Es geht um das Protektionsbubi, der Freund der Tochter ist. Dieses Protektionsbubi wurde durch eine maßgeschneiderte Ausschreibung zum teuerst bezahlten Intranet-Betreuer in der Austrocontrol für viel Gage installiert! Vorher wurde natürlich vom Verkehrsministerium, wieder maßgeschneidert, ein roter als Chef installiert.
Das pfeifen die Spatzen in der Schnirchgasse vom Dach.
Und zu einer Weinverkostung auf Kosten des Steuerzahlers fahren und dann großartig erklären, dass man Manager(?) ist, geht dann auch nur weil die Mutter der Freundin Ministerin ist. Für diese Arbeit hat der Arn der Ministerin gereicht

0 1

Auch der gängige Neid kann nicht zeigen, die Politiker seien alle schlecht!

„aquilo“, alles, was Sie hier von sich geben, wissen Sie selbstverständlich aus eigener Wahrnehmung und nicht nur vom Hören-Sagen, vulgo „Die Spatzen auf dem Dach der Schnirchgasse“.

Was treibt Sie an? Der Neid?

Woher kennen Sie die berufliche Qualifikation der von Ihnen angepatzten Bürger dieses Landes?

Können Sie aufgrund Ihrer eigenen Qualifikation überhaupt die Qualifikation der von Ihnen angepatzten Bürger beurteilen?

Um allen Mißverständnissen vorzubeugen, ich bin ein Ultra-Schwarzer. Zum allgemeinen Gelächter gilt in meinem Freundeskreis, ich würde selbst im Kohlenkeller noch Schatten werfen, so schwarz sei ich.

Heute lieber als morgen sähe ich die Sozialisten dieses Landes in der politischen Versenkung verschwinden. Denn, angefangen mit Kreisky hat uns die rote Schuldenpolitik nur Schwierigkeiten gebracht. Die Folgen dieser Politik können weder wir noch unsere Kinder voll tragen. Unsere Enkel und Urenkel werden daran noch zu kiefeln haben.

Aber!

Ich bin absolut allergisch darauf, die Politik generell herunterzumachen, alle Politiker als Gauner einzuschätzen oder so wie es der Chefredakteur dieser Zeitung einmal sagte, er halte alle Politiker ausnahmslos für dumm und unfähig.

Unter den Politikern gibt es Gauner, es gibt Politiker, die sind dumm und unfähig.

Ohne Politik können wir aber nicht leben!

Österreich stünde nicht so gut da, wären nicht die Masse der Politiker dieses Landes seit dem Krieg gut und erfolgreich gewesen.

An dieser Erkenntnis führt kein Weg vorbei!

1 2

Re: Auch der gängige Neid kann nicht zeigen, die Politiker seien alle schlecht!

Wer immer sie auch sind, Sie sind nicht der , der sie glauben , dass sie sind! Und internet höflich möchte ich ihnen nicht sagen, was von Ihnen auf Grund ihrer Postings zu halten ist!!
Aber wenn Sie das nicht einsehen, was nach Sachlage anzunehmen ist, zögere ich nicht, Ihnen eine cerebrale Fäkalintoxikation zu bescheinigen!

0 0

Wow, die „cerebrale Fäkalintoxikation“. Wusch!

„aquilo“, zunächst einmal müssen Sie sich entscheiden, ob Sie „sie“ als Aanrede groß oder klein schreiben. Mitten im Satz die Schreibweise mehrfach ändern, zeigt nicht von hoher Qualifikation.

Weiters widersprechen Sie sich und Sie sollten sich entscheiden ob Sie mir nun „internet höflich“ – „internet höflich“ schreibt man natürlich korrekt „internethöflich“ – oder doch vulgär brutal entgegentreten.

Aber bevor ich noch auf Ihre vulgärbrutale Beschimpfung eingehe, möchte ich jenen kleinen Triumph auskosten, der sich aus der Erkenntnis ergibt, daß Sie einen Schmarren wissen.

Sie sagen, „Aber wenn Sie das nicht einsehen, was nach Sachlage anzunehmen ist, zögere ich nicht, Ihnen …“. Ihre Worte.

Das heißt, Sie nehmen nur etwas an, Wissen haben Sie keines. Darum können Sie auch nichts plausibel erklären, geschweige den gar beweisen. Das genau ist das Niveau des sprichwörtlichen Biertisches. Nichts wissen, aber groß maulen.

Nach dem Wörtchen „Ihnen“ in Ihrem obigen Satz beginnen Sie plötzlich sich in einer Art Wissenschaftlich auszudrücken.

Sie bescheinigen mit eine „cerebrale Fäkalintoxikation“. Nun, „cerebral“ schreibt man in Wahrheit „zerebral“.

Warum nur warum sagen Sie nicht, daß ich „Scheiße im Hirn habe“. Dann verstehen es Ihre Biertischkollegen auch, wie sich mich fertig machen.

Meinen natürlich nur Sie, daß Sie mich fertig machen, aber Sie meinen eben sehr viel, weil Sie dazu neigen „nach Sachlage etwas anzunehmen“ ohne wirklich etwas zu wissen.


0 1

Re: Wow, die „cerebrale Fäkalintoxikation“. Wusch!

Ich fühle mich auf Grund ihrer umfangreichen jedoch reziprok inhaltsreichen Ausführungen gedrängt anzunehmen, dass Sie offenbar über einschlägige, wenn nicht gar persönliche, Erfahrungen mit dem Krankheitsbild cerebrale Fäkalintoxikation verfügen. In diesem inne bedauere ich es aufrichtig nicht eine zerebrale sondern cerebrale Fäkalintoxikation vermutet zu haben.

0 0

Irgendwann sind auch Ausreden am Ende

„aquilo“, ich muß Sie enttäuschen!

Ich habe keinerlei persönliche Erfahrungen mit „Scheiße im Hirn“. Ganz einfach, weil das biologisch nicht möglich ist.

Am Biertisch, wo Sie sich offensichtlich ständig aufhalten, lebt man eben von phantasievollen Vorstellungen, die aber nur eines zeigen, dem Biertisch fehlt der nötige Durchblick zur und der nötige Einblick in die Wirklichkeit. Dieses Nichtwissen kompensiert man eben mit krankhaften Vorstellungen.

Ihr offensichtlicher ständiger Aufenthalt ist für mich deswegen so eindeutig, weil Sie ständig groß tönen, dann aber, wenn man Ihre Aussagen auf Plausibilität abklopft, kommt von Ihnen nichts mehr oder eben wie hier ein unflätiger Angriff.

Das ist typisch für den sprichwörtlichen Biertisch.

Werden Sie glücklich damit!

Mich stört’s nicht! Sie können ja nicht anders, da muß man Verständnis haben.

0 1

Re: Irgendwann sind auch Ausreden am Ende

Ich danke für die Übersetzungen ins Biertischdeutsch. Diese Sprache scheint für Sie zum denken gewohnter zu sein, und Sie haben ja auch keine Probleme sich der Sache ausgiebig anzunehmen. Daraus schließe ich, dass sie in diesen heiklen Angelegenheiten sattelfest sind! Meine cerebrale Hochachtung!

0 0

-----

„aquilo“, das wußten wir schon vorher!

Sie reden erbärmlichen Stuß!

0 0

Re: Auch der gängige Neid kann nicht zeigen, die Politiker seien alle schlecht!

Wissen Sie, was gewöhnlich gut informierte Kreise sind?

Sie können, wenn Sie wollen in der Austro-Control recherchieren! Oder aber auch das Internet befragen!


0 0

Ja, ja, die „gewöhnlich gut informierten Kreise“

Na, „aquilo“, wenn Sie zu den „gewöhnlich gut informierten Kreisen“ zählen, wie schön für Sie.

Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, daß Sie als Staatsbürger unverzüglich den Staatsanwalt oder auch vorauslaufend nur die Polizei zu benachrichtigen haben, wenn Ihnen eine Straftat bekannt wird.

Das scheint aber nicht so zu sein, denn bislang ist nicht bekannt geworden, daß der Staatsanwalt gegen irgendwen in der Austro-Control ermittelt. Schlußfolgerung, Sie haben entweder keine Straftat erkannt oder Sie haben Ihre staatsbürgerlichen Pflichten verletzt.

Auch ist nicht bekannt geworden, daß in Österreich ein Flugzeug abstürzte, weil die Austro-Control schlechte Arbeit geleistet hat.

Es ist auch nicht bekannt geworden, daß die Abwicklung des österreichischen Luftverkehrs in irgendeiner Form gelitten hätte, weil z. B. das Intranet der Austro-Control versagt hätte oder auch nur schlecht betreut wurde.

Wenn Sie mir aber das Internet anraten, dann weiß ich bereits wo der Hase läuft. Sie haben im Internet einen Beitrag von irgendeinem Besserwisser gelesen, der auch nichts von dem aus eigener Wahrnehmung weiß, denn sonst würde ja dasselbe für diesen Knilch gelten, wie für Sie. Ist aber sichtlich nicht der Fall!

Mit anderen Worten, Sie wissen einen Schmarren, plustern sich auf und können nichts von dem, was Sie behaupten, plausibel erklären, geschweige denn beweisen.

Ganz schön blamabel für Sie und für die sogenannten „gewöhnlich gut informierten Kreise“.

0 0

das Intranet der Austro-Control versagt

Nicht dieses Intranet, mit der Flugsicherung hat der gute Mann nichts zu tun.
Sie sollten sich mit ihrer Intoxikation abfinden!

Re: Sie fordern zu Recht strengere Regeln

sie haben rohrers überlegungen nicht verstanden!

es sind nicht die politiker das problem.
das problem sind die bürger dieses landes.

in personam SIE, die sie schon wieder auf die politik zeigen und nicht das geringste anzeichen für selbstkritik erkennen lassen!
("wir haben alle viel zu lange zugeschaut" - ja, wir haben UNS viel zu lange zugeschaut!)

Re: Re: Sie fordern zu Recht strengere Regeln

Sie haben zum Teil Recht; aber ich habe ja darauf hingewiesen, dass wir in diesem schlampigen System großgeworden sind, sodass uns allen offensichtlich das Unrechtsbewusstsein abgestumpft ist. Was natürlich keine Entschuldigung darstellt.

Trotzdem beharre ich darauf, dass der größere Teil der Verantwortung bei den Politikern liegt, von denen wir eine Vorbildwirkung erwarten dürfen.

Dass es sich die Machthaber richten, wie sie es brauchen und sich schamlos bedienen, das gehört nicht nur strafrechtlich unterbunden, sondern auch durch moralische Leitlinien.

Offensichtlich ist ein Parteiprogramm dazu nicht geeignet, deshalb ist Spindeleggers Vorschlag ja nicht so übel und würde auch anderen Parteien nicht schaden. Finden Sie nicht?

0 0

Der Wähler entschgeidet über die moralischen Leitlinienen

Anläßlich des Bauringskandals monierte ein Journalist, dass es trotz des enormen finanziellen Schaden, den die Manager verursacht haben, keine Verurteilung gab.
Der leitende Staatsanwalt, erklärte, dass das Delikt der fahrlässigen Krida nur dann gegeben ist, wenn Zahlungsunfähigkeit aus dem Handeln resultiert.
Daraufhin beklagte der Reporter fehlende Gesetze, nach denen solche Machinationen gehandet werden können. Die Antwort des Staatsanwalters war ein klares "Nein", denn der Umgang mit Steuergeldern und Volksvermögen sei ein politische Angelegenheit worüber der Wähler entscheidet. Und der Staatsanwalt setzte noch ein drauf und erklärte dem Reporter, dass dieser sicher wisse, wie der Wähler in Wien entscheidet!

1 0

Re: Sie fordern zu Recht strengere Regeln

Liebe Ka_Sandra
Sie sollen wissen, dass es einer der ersten Maßnahmen von Doris Bures war, diesen Freund ihrer Tochter in die Austro-Control hineinzudrücken!!!!!
Dort hat man extra für diesen unpromovierten Günstling und Möchtegern-Manager einen eigenen Posten schaffen müssen, natürlich mit bester Bezahlung. Zu qualifizierter Tätigkeit hat es nicht gereicht
Er betreut das Intra-Net.

 
12

Top-News

  • Ostern ist das neue Weihnachten
    Während die Konsumlaune zu Weihnachten stagniert, geben die Österreicher immer mehr für Ostergeschenke aus. Der Handel steigert die Kauflust mit Umfragen und Lockangeboten.
    Ostukraine: "Europa ist schlecht für euch"
    Die Milizen der ostukrainischen Stadt Slawjansk denken nicht daran, die Barrikaden zu räumen. Die prorussischen Aktivisten fordern, so wie auf der Krim ein Referendum über die Zukunft des Gebiets abzuhalten.
    Die Industrie probt den Aufstand
    Österreichs Spitzenmanager haben genug von hohen Lohn- und Energiekosten und drohen schon mit Abwanderung. Voest, OMV, Lenzing und Industriellenvereinigung gehen vor der Budgetrede des Finanzministers in die Offensive.
    Der Kunde als Testfahrer
    Nach einer Reihe von Unfällen, die 13 Menschenleben gekostet hat, musste General Motors heuer schon 6,6 Millionen Autos zurückrufen. Sind neue Modelle für die Kunden ein Risiko?
    Die Dominanz der Silberpfeile: "Motorsport muss unterhalten"
    Mercedes erlebt in dieser Formel-1-Saison ein Hoch und gibt der Konkurrenz Rätsel auf. Für den Wiener Toto Wolff ist es eine Genugtuung. Er ist als Motorsportchef für diese Entwicklung verantwortlich.
    Sind Chinas Schulden gefährlich?
    Die hohe Verschuldung chinesischer Unternehmen bereitet westlichen Investoren Kopfzerbrechen. Die Sorgen seien übertrieben, meinen hingegen Anleihenexperten aus Hongkong.
AnmeldenAnmelden