Wir, die Alltagskorruptionisten: Eine schmutzige Dreiecksgeschichte

Politik-Medien-Bürger haben jahrzehntelang davon profitiert, dass Geben und Nehmen als „normal“ angesehen wurde. Die jetzige Empörung ist in vielen Fällen schlichtweg verlogen.

Der Ausbruch einer Studentin aus Bayern kam völlig unvermittelt. Sie habe die Ausreden, Österreich sei ein „kleines Land“ und deshalb eben so korrupt, „so satt“: Andere Länder seien auch klein. Kurz nach dieser Explosion im Hörsaal begründete just Ex-Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler im ORF Korruption in Österreich mit der Kleinheit des Landes. Es kenne eben jeder jeden. Da hatte die Studentin wahrscheinlich wieder „die Nase voll“.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.04.2012)

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