18.05.2013 15:02 Merkliste 0

Und jetzt bitte ganz dringend eine Vorhaut-Verordnung der EU!

CHRISTIAN ORTNER (Die Presse)

Nicht die Beschneidung ist das Problem, sondern die permanente Beschneidung des Rechtes der Bürger, vom Staat in Ruhe gelassen zu werden.

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Nein, keine Angst, das wird nicht noch eine Kolumne zur Frage, ob Juden und Muslimen gestattet sein soll, ihren Buben an delikater Stelle ein Stück Haut wegzuschnipseln oder nicht.

Diese Frage ist nämlich keine, die dringend publizistischer – oder gar juristischer – Erörterung bedarf: Denn wir haben es hier mit einem klaren Fall von einer Lösung auf der Suche nach einem Problem zu tun. So sehr um nichts wie in dieser höchst virtuellen Debatte ist es in dieser an virtuellen Debatten nicht gerade armen Epoche schon lange nicht gegangen: Was, bitte, geht Nichtjuden und Nichtmuslime an, welchen mehr oder weniger nachvollziehbaren Bräuchen diese zu huldigen wünschen? Werden wir als Nächstes die möglicherweise ungünstigen haptischen Auswirkungen von Knaben-Krachledernen im Ausseerland auf das Gemächt der dortigen Buben nach öffentlicher Debatte einer gesetzlichen Regelung unterziehen?

Auszuschließen ist das freilich nicht mehr völlig, angesichts einer seit vielen Jahren eskalierenden Sucht dieser Gesellschaft, alles zu regulieren und zu reglementieren, was sich nicht rechtzeitig auf einen Baum retten kann (was jüdischen und muslimischen Vorhäuten bedauerlicherweise nicht gelungen zu sein scheint). Eigentlich erstaunlich ist dabei bloß, dass sich die Europäische Union noch nicht der Problematik angenommen und eine EU-Vorhaut-Verordnung erlassen hat: Die Lösung der Pimmelfrage auf europäischer Ebene scheint ja irgendwie überfällig zu sein. Dass in irgendeinem beliebigen Kontext absolut kein Regulierungsbedarf besteht, spornt diese Gesellschaft geradezu an, unverzüglich regulatorisch einzugreifen. Wir haben es hier offenbar mit einer Art von Horror Vacui zu tun, diesfalls also dem Zwang, jede allenfalls noch unregulierte Zone des Lebens unverzüglich der Regulierung zuzuführen. (Ein Wunder, dass es keine Helmpflicht für Fußgänger gibt.)

Vermutlich haben wir es mit einer Nebenwirkung des vorsorglichen Sozialstaates zu tun, der seinen Insassen so lange erfolgreich eingeredet hat, für jedes Problem – einschließlich nicht existierender – eine Lösung auf Lager zu haben, bis diese Insassen selbst glauben, dass dieser Staat besser als sie selbst wissen, was gut für sie ist.

Und so fügt der paternalistische Staat in der Gewissheit, seine Untertanen laufend vor sich selbst beschützen zu müssen, mit unerbittlicher Sanftheit eine Erziehungsmaßnahme an die andere, von der Auswahl politisch korrekter Leuchtkörper über das Ausmerzen von Lastern aller Art – Tabak! Ungesundes Essen! – bis zur Kampagne „'tschuldigen ist nie verkehrt“, mit der Wiens Verkehrsteilnehmer zu freundlichem Verhalten umprogrammiert werden sollten. Dass diese öffentlichen Hände eines Tages nach der Vorhaut greifen werden, wie das in Deutschland nun der Fall ist, war zu erwarten. Wäre ja auch verantwortungslos, den Juden und Muslimen ihre Geschlechtsteile zu überlassen, als könnten die so einfach selbst darüber verfügen.

Dass der fürsorgliche Sozialstaat sich als eine Art Besserungsanstalt für seine mit oder ohne Vorhaut permanent zu unartigem Benehmen neigenden Insassen versteht, hat natürlich ein permanentes Beschneiden zur Folge: ein Beschneiden der Freiheit jedes Einzelnen, ohne Behelligung durch diesen Vormund zu leben, wie er mag. Und diese Beschneidung schmerzt tatsächlich gewaltig.


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debatte@diepresse.com


Zum Autor:

Christian Ortner ist Kolumnist und Autor in Wien. Er leitet „ortneronline. Das Zentralorgan des Neoliberalismus“.



("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2012)

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48 Kommentare
 
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Wer schützt uns vor dem regulierungswütigen Staat ??


Politiker rechtfertigen ihre Daseinsberechtigung mit unendlicher Fürsorge in allen Lebensbereichen durch staatliche Eingriffe.

Woher stammt der Wahnsinn, man müsste alles regulieren oder anlassgesetzgeberisch regeln ??

Wo bleibt die Erziehung zur EIGENVERANTWORTUNG ??

Wo hört dieser Regulierungswahn auf ??

Die Vorstellung, man könne das Leben von jeder Eigenverantwortung staatlich "entlasten" ist eine REINE LÜGE !!!!

Gast: Held der Arbeit
23.07.2012 13:02
3 0

selten aber doch

bin ich mit herrn ortner uneins. bei dem deutschen urteil ging es einzig und allein darum, dass klargestellt wurde, dass eine körperverletzung nicht allein durch religiöse überzeugung gerechtfertigt werden kann und eine einwilligung zur körperverletzung nicht durch die eltern des unmündigen kindes erfolgen darf. und das ist gut und richtig. stellen sie sich vor, jemand argumentiert nach einem ehrenmord an seiner tochter mit der religösen überzeugung, oder nach der steinigung einer ehebrecherin? wären sie dann auch der meinung, der staat dürfe hier, in form seiner ordentlichen gerichte, nicht eingreifen?

6 1

Sehr geehrter Herr Ortner!

Werden Sie sich in einem zukünftigen Beitrag auch einmal mit den Leiden der zukünftigen Opfer beschäftigen? Oder sind sie entgegen der zahlreichen Berichte der Meinung, dem höchsten Gut des Journalismus, dass dies keine negativen Auswirkungen für die Beschnittenen zeigen kann? Ja, ja, meinen kann man alles und auch nichts! Tatsache ist und wird ein, dass es auch Opfer geben wird. Aber diese sind ihrer Meinung nach nicht von Bedeutung!

Gast: ssg
22.07.2012 08:30
4 2

1/4 Seite verschwendet

Najem Wali`s Beitrag im Spectrum umfasst 1 1/4 Seiten, danke, großartig. Herrn Ortners undifferentiertes Hinschlagen auf den Staat (Themenverfehlung: er hätte die Religionsgemeinschaften prügeln sollen) 1/4 Seite. Und die ist verschwendet. Wer stoppt in der Chefredaktion endlich diesen Schreiberling.

2 2

Re: 1/4 Seite verschwendet

Dieser schlechteste Schreiber Österreichs hat aus unerklärlichen Gründen sein Gönner in der Presse und leider auch in der Wiener Zeitung

Gast: schlÄchter
21.07.2012 21:02
2 4

sg herr ortner!

´tschuldigen - aber von mir ein
+
mfg
s.

Gast: Hansi Hüpfer
20.07.2012 22:12
7 2

Get a life Herr Ortner

Das Verstümmeln von Säuglingen braucht nicht geregelt werden; es sollte schlicht und einfach, wie jede andere Körperbeschädigung auch, bestraft werden. Besonders wenn wenn die Verstümmelung kein Einzelfall sondern ein Brauch ist.

Gast: Mai
20.07.2012 20:05
3 0

Bitte Herr Ortner

"Ein Wunder, dass es keine Helmpflicht für Fußgänger gibt"

Bringen Sie niemand auf blöde Gedanken nicht.
Bitte.

Sozialstaat

Zuerst dachte ich endlich ein Beitrag ohne Sozialistenfraß. Aber dann kommt ja doch der Seitenhieb, dass der Sozialstaat schuld an der Erkenntnis des deutschen Höchstgerichtes ist.

Antworten Gast: justerix
22.07.2012 10:27
2 0

Re: Sozialstaat

Das Urteil erfolgte nicht durch ein "dt. Höchstgericht", sondern durch ein Amtsgericht in Köln; informieren sie sich besser, bevor sie Blödsinn posten.

Gast: Kein emotionaler Krüppel
20.07.2012 15:55
10 5

Ortners Offenbarung

Ortner, danke für die Offenbarung. Jetzt ist klar, was Liberale unter Freiheit verstehen: Z.B. die Freiheit der Kindesmisshandlung.

Gegen weibliche Genitalverstümmelung haben Sie sicher ebenso wenig einzuwenden, das wäre ja sonst heuchlerisch.

Da Sie nun offiziell ein Befürworter von Kindesmissbrauch sind, drängt sich die Frage auf, wie weit wir gehen sollten? Mein Vorschlag: Väter sollen die Töchter (schon als Babies) vergewaltigen dürfen. Mütter sollen zuschlagen dürfen, wie es ihnen gerade passt. Wer, wenn nicht die Eltern, soll wissen, was für die Kinder am wichtigsten ist? Der Staat soll sich nicht einmischen in die Behandlung von Unmündigen!
Ach so, habe ich vergessen: Das müsste man ja noch religiös begründen. Na, da wird sich schon ein Weg finden - es gibt immerhin Sekten, die Kinder als sexuelle Wesen sehen. Erkennen wir ihnen den Status einer Religion an, et voilà!

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Na, da wird sich schon ein Weg finden - es gibt immerhin Sekten, die Kinder als sexuelle Wesen sehen. Erkennen wir ihnen den Status einer Religion an, et voilà!

Das gab es schon.
Allerdings wurde der Künstler dafür rechtskräftig verurteilt. Trotzdem wurde dieser Künstler, Tat hin -Schändung her, für wert befunden sich weiterhin und das sogar an prominenten Orten darzustellen.
Selbstverständlich fühlten sich die Opfer nicht verhöhnt!

Die körperliche Unverletztheit ist also nicht so besonders schützenswert, Herr Ortner?

Brauchen wir keine von staatlicher Seite überwachten Regelungen gegen Eingriffe in die eigene körperliche Integrität? Darf man einem anderen Menschen einfach ein blaues Auge hauen? Oder mit dem Messer was abschneiden? Das wäre toll, da bräuchte dann die Polizei bei Wirtshausschlägereien gar nicht ausrücken, die Wega bräuchten wir dann auch nicht mehr, wenn es eine Geiselnahme gibt. Ist ja egal, ob jemand körperlich zu Schaden kommt.

Großartig, Herr Ortner. Ich überreiche Ihnen hiermit symbolisch den Roten Hering für den besten Troll-Eintrag hier in den Foren.

Und auch die Presse bekommt von mir den Roten Hering dafür, dass sie die erste Zeitung ist, die Trolle für Troll-Kolumnen bezahlt...

Thema verfehlt

Herr Ortner, was ist das für eine Freiheit, die nicht einwilligungsfähige Minderjährige beschneidet?
Weils immer so war, hat der Rechtsstaat lange nicht hingesehen.
Nun hat er es getan, und festgestellt: Ja, es handelt sich um Körperverletzung und um einen nicht medizinisch begründeten Eingriff, der wie jeder Eingriff auch Risiken mit sich bringt.
Kinderchirurgen hatten schon länger Bedenken.

http://www.aerzteblatt.de/archiv/61273%20kwT
Grundgesetz vor religiösen Traditionen - das wäre ein nachhaltigerer Schutz unserer Errungenschaften als ein Nachgeben jenen unheiligen Allianzen, die Ausnahmeregelungen für Religionsgemeinschaften fordern.
Im Erwachsenenalter: Wer es will, kann sich eines (über?-)sensiblen Organs entledigen. Im Säuglings- oder Kindesalter: Wenn die Eltern es nicht tun, muss der Staat den Schutz übernehmen.

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Zufrieden?

Herr Ortner wie kommen sie mit ihrer Beschneidung zu recht?

Gast: Bandolero
20.07.2012 14:38
3 5

Der Preis der Freiheit

Der Preis der Freiheit ist Sicherheit. Und für angebliche Sicherheit sind leider viele Menschen (noch) bereit ihre persönliche Freiheit aufzugeben. Aber wie schon ein berühmter Politiker sagte "Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt wird am Ende beides nicht haben"

Gast: montagsfrau
20.07.2012 11:20
22 1

Dass diese öffentlichen Hände eines Tages nach der Vorhaut greifen werden

Nicht die"öffentlichen Hände", sondern ganz eindeutig die Religionsgemeinschaften greifen nach den Vorhäuten. Im wahrsten Sinnes des Wortes.

was die kritiker dieses religiösen ritus gern übersehen:

1. die beschneidung von buben ist keine aus jux und laune erfolgte regelung, sondern hatte seinerzeit (und zum teil auch heute noch) durchaus nachvollziehbare gesundheitliche/hygienische gründe.

2. wer die körperliche unversehrtheit als oberstes gebot ansieht, darf nicht vergessen, dass ein kind auch dasselbe recht auf psychische unversehrtheit hat.
wer das eine verbieten will, müsste dann auch jegliche erziehung, jegliches mitgeben von WERTEN, verbieten: auch damit erhält das kind einen nicht verlangten rucksack umgehängt - es sollte sich daher konsequenterweise erst mit erreichen der volljährigkeit um werte und andere erziehungsprodukte umschauen und nicht von den eltern in eine ecke hineingestellt werden.

absurd?
ja, genau so absurd wie das ding mit der körperlichen unversehrtheit auf einem gebiet mit lächerlich geringer bedeutung!

Antworten Gast: Luzfer
29.07.2012 01:28
0 0

Re: was die kritiker dieses religiösen ritus gern übersehen:

Aha, eine dringend notwendige Operation aus gesundheitlichen Gründen? Nur bei Mulimen od. Juden? Und um zu "heilen" gibt es keine andere Methode? Und weil es einmal so war, soll es auf ewige Zeiten so bleiben? Sie sind ja ein echter Konservativer!

Re: was die kritiker dieses religiösen ritus gern übersehen:

Natürlich hat ein Kind auch ein Recht auf psychische Unversehrtheit. Dass diese im Moment noch nicht entsprechend geschützt wird ist kein Freibrief, dies auch auf die körperliche Unversehrtheit auszudehnen.

Und aus einem rassistischen oder menschenverachtenden Gedankenkreis kann man später noch ausbrechen, der Mensch ist und bleibt lernfähig und Wissen ist das beste Mittel gegen Ignoranz.

Aber einmal abgetrennte Körperteile lassen sich nicht zurück holen, das ist der entscheidende Unterschied...

7 1

die beschneidung von buben ist keine aus jux und laune erfolgte regelung, sondern hatte seinerzeit (und zum teil auch heute noch) durchaus nachvollziehbare gesundheitliche/hygienische gründe.

So umfassend, wie Sie das darlegen, ist es beileibe nicht! Religiöse Gebote und Verbote mit "neuzeitlichen" Erkenntnissen zu rechtfertigen geht an der Sashe vorbei. Die Anstrengungen der Befüworter dafür Rechtfertigungen um jeden Preis zu finden und zu erfinden sind greifbar.

Gast: Faustrechtler
20.07.2012 10:42
19 4

Früher war alles besser

Herr Ortner hat ja sooo Recht! Überall will dieser Staat sich einmischen!

Vor 1000 Jahren durfte ein Mann völlig straffrei Weib und KInder töten - waren ja schließlich sein Eigentum. Heute darf ich meine Frau nicht mehr züchtigen und wenn ich die Hand gegen meine Kinder erhebe, rennen die gleich zu Gericht. Was waren das für herrliche Zeiten damals.

Nicht einmal Flocki und Co darf ich traktieren, wenn mir danach ist. Und wenn ich mir das Auto von meinem Nachbarn "ausborge", geht das den Staat doch auch nichts an. Soll der Nachbar sich das doch mit mir ausmachen - wenn er sich traut!

Weit hammas bracht!

- Ironie Ende -

"Dass diese öffentlichen Hände eines Tages nach der Vorhaut greifen werden, wie das in Deutschland nun der Fall ist, war zu erwarten."

die öffentliche hand greift nach der vorhaut?

meiner erinnerung nach handelt es sich um das urteil einer erstinstanz und weist auf die diskrepanz zwischen religionsfreiheit und körperverletzung hin.
wie diese juristische frage ausgehen wird, wird wohl erst eine eventuelle entscheidung des bundesverfassungsgerichts zeigen.

nicht die öffentliche hand greift hier ein. es eine (vermutlich demographisch unbedeutende) minderheit, die sich in der einen oder anderen richtung erregt. und diese minderheit wird fleissig unterstützt durch die medien, die unter dem gesichtspunkt der täglich notwendigen sensation auch noch fleissig öl ins feuer gießen (und damit aus einem pimperlproblem eine gesellschaftliche krise machen).

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Wer denkt an die betroffenen Beschnittenen? Neue Argumente für die (Zwangs)Beglückten

Da unser Starkolumnist eigentlich keine neuen wie immer gearteten Argumente gebracht hat, ist es wieder Zeit an die mit Beschneidung Beglückten zu denken. Alle Religionsvertreter werden ja nicht müde ihre Überzeugung kundzutun, dass dieser Eingriff harmlos ist und die derart religiös intim Veredelten im weiteren Leben nur Freude und Wohlgefallen darüber empfinden. Aber was ist, wenn dem nicht so ist?
Wenn die moderne aufgeklärte Gesellschaft alte archaische religiöse Initiations- bzw. Stammesriten nicht untersagen kann oder will, weil dies als religiös gerechtfertigt gilt, aber sonst ganz eindeutig unter Misshandlung fällt, sollte doch den derart Betroffenen das Recht auf eine nicht verjährbare Entschädigung durch die jeweilige Religions- bzw. Kultusgemeinschaft garantiert werden.
Also wenn beschnitten wird, hat die Religionsgemeinschaft rechtsverbindlich die Verpflichtung zu übernehmen, dass den Betroffenen, wenn diese im späteren Leben darunter wie auch immer leiden, ein Schadensersatz zu leisten ist.
Und für dieses Entschädigungsrecht gilt die Beweislastumkehr. Das heißt, wenn jemand diesbezüglich seine Forderung stellt, obliegt es den zur Entschädigung Verpflichteten nachzuweisen, dass der Beschnittene unter seiner Beschneidung nicht leiden bzw. leiden kann.
Dies sollte doch kein Problem sein, weil wie wir ja ständig von allen Seiten zu hören bekommen, alles so wunderbar ist.
Und was eine fehlende Vorhaut an Entschädigung und Schmerzensgeld wert ist, sollte auch wertgesichert festgelegt werden können.

Re: Wer denkt an die betroffenen Beschnittenen? Neue Argumente für die (Zwangs)Beglückten

Ein wirklich hervorragender Gedanke, der mir auch schon gekommen ist. Einfach die Verantwortung auch einfordern, die man bei so einer Entscheidung für jemand anderen zu tragen hat. Ich denke, dann würden sich viele anders entscheiden...

 
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