25.05.2013 04:12 Merkliste 0

Wie die Sparer um sechs Milliarden pro Jahr betrogen werden

CHRISTIAN ORTNER (Die Presse)

Die derzeit extrem niedrigen Sparzinsen sind keine Folge höherer Gewalt, sondern eine kalte Enteignung jener Deppen, die verantwortlich wirtschaften.

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Wer heute mit seiner Bank über die Verzinsung von Spareinlagen verhandeln will, wird gut beraten sein, vorher Antidepressiva in gerade noch nicht letaler Dosierung einzuwerfen. Denn was derzeit unter dem irreführenden Begriff „Zinsen“ offeriert wird, ist von null nur mehr so weit entfernt wie die Vorderseite eines 500-Euro-Scheines von seiner Rückseite. Nach Abzug der Inflation von offiziell knapp drei, gefühlt locker doppelt so viel Prozent verliert jeder Sparer derzeit rund zwei Prozent seines Vermögens – und zwar Jahr für Jahr.

Das klingt jetzt noch nicht so dramatisch, ist aber wahrscheinlich die gewaltigste Vermögensvernichtung, die es seit dem letzten Weltkrieg gegeben hat. Denn angesichts von Spareinlagen in Höhe von etwa 160 Milliarden Euro heißt das ja, dass die Österreicher auf diese Art und Weise mehr als drei Milliarden Euro pro Jahr bezahlen, gleichsam als „Inflationssteuer“.

Bei genauerer Betrachtung ist der Schaden der Sparer noch viel größer. Denn in ökonomisch normalen Zeiten beträgt die Realverzinsung, also die nominellen Zinsen minus Inflation, rund zwei Prozent (und nicht wie derzeit minus zwei Prozent). Derzeit hieße das also, sorry für ein bisschen Mathematik: über drei Milliarden Realzinsen pro Jahr statt drei Milliarden Verlust – was einen Gesamtschaden von satten sechs Milliarden Euro pro Jahr ausmacht. Oder anders gerechnet: Wer 100.000 Euro auf seinem Sparbuch hat, entrichtet davon derzeit mindestens 4000 Inflationssteuer pro Jahr.

Erstaunlich daran ist vor allem die stoische Gelassenheit, mit der die Österreicher diese doch eher gründliche Schur (Fachbegriff: „Financial Repression“) über sich ergehen lassen: 140 Euro jährlich für das „Parkpickerl“ in Wien scheinen die Volksseele wesentlich mehr zu echauffieren als eine verdeckte Steuer, die mehr kostet, als Tabak-, Mineralöl- und Alkoholsteuern zusammen ergeben.


Den Banken die Schuld für diese epochale Enteignung zuzuweisen wäre freilich nicht korrekt. Sie sind da nur Exekutoren einer ziemlich fragwürdigen staatlichen Politik. Denn im Wesentlichen bestimmt ja die Europäische Zentralbank (EZB) das Zinsniveau, und die hält die Zinsen mit aller Gewalt tief und wird das wohl noch länger so halten. Und zwar aus zwei Gründen: erstens, um die Unternehmen zu Investitionen zu verleiten, damit Wirtschaftswachstum entsteht (was nicht wirklich klappt) und zweitens, um den überschuldeten Staaten die Kosten der aufgetürmten Kreditgebirge erträglicher zu gestalten (was leidlich klappt, aber gleichzeitig natürlich den Reformeifer bremst).

Nun gehört genau genommen zwar weder das künstliche Anfachen unternehmerischer Investitionen noch die Sorge um die vom Finanzminister zu schulternde Zinsenlast zu den Agenden einer wirklich unabhängigen, nur dem Geldwert verpflichteten Notenbank – aber von dergleichen puristischen Haltungen hat sich die EZB unter dem Druck der besonders schuldenaffinen Südstaaten Europas ja schon lange verabschiedet.

Dass sich jeder, der spart und damit die Grundlage für künftigen Wohlstand schaffen will, angesichts dieser Politik des künstlich verbilligten Geldes zum zahlenden Idioten macht, ist der Preis, den die Politik den Bürgern auferlegt. Wenn die dagegen nicht revoltieren dann vermutlich vor allem deswegen, weil ihnen noch gar nicht bewusst ist, wie frech sie gerade enteignet werden.


Reaktionen senden Sie bitte direkt an: debatte@diepresse.com


Zum Autor:

Christian Ortner ist Kolumnist und Autor in Wien. Er leitet „ortneronline. Das Zentralorgan des Neoliberalismus“.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.07.2012)

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43 Kommentare
 
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Gast: Vernunftwende
05.08.2012 20:49
0 1

Der Herr Ortner hat noch nicht begriffen dass "wir" ja alle über unsere Verhältnisse gelebt haben. Ein bißchen kalte Enteignung ist das genau das Richtige um "uns" Prolos wieder zu zeigen wo wir hingehören...

Volksabstimmung gegen Niedrigzinsen - die EU ist schuld!

Gast: Held der Arbeit
30.07.2012 11:37
2 0

selbst schuld

wer spart ist selbst schuld. am besten möglichst in saus und braus auf pump leben, schulden machen wo geht und dann warte, was passiert;-) was für staaten richtig ist, kann ja für den bürger nich tfalsch sein, oder?


Gast: TT1
28.07.2012 21:31
0 0

Eine Seite der Medaille

Ein guter Freund verdient gutes Geld und hat seit Jahren seinen Euro-Wohnungskredit. Er fühlt sich nicht gerade als Verlierer.

Sparernot, Finanzmisere und "Ortner-Produkte"

Christian Ortner hat erkannt: 1% Sparzinsen und 3% Inflation fressen auf lange Sicht die Sparguthaben auf.

Jahrelang hat Christian Ortner den bunten Strauss deregulierter Finanz-Blüten in höchsten Tönen gelobt. Schade nur dass die neoliberal designten „Ortner-Produkte“ im Schnitt 30% Verlust einbrachten und dass die Banken, die diesen Giftpapieren ebenfalls vertrauten, nun mit Steuergeld gerettet werden müssen.

Ortner stellt uns und sich die Gretchenfragen:
Woher Krise, Inflation und so niedrige Sparzinsen? Wer hat schuld?

Seine Antworten:
Wegen der Dummheit, Feigheit und Faulheit der breiten Masse. Letztlich schuld ist aber der Staat. Heute vor allem solche Politiker wie Draghi und Faymann.

Kenner der Materie, wie Paul Krugman oder Max Otte, sehen das etwas anders:

Verursacher der Krise sind die Investmentbanken und ihre halbseidenen Finanzprodukte. Schuld an der Misere ist der deregulierte Finanzsektor, gesetzlich abgesegnet von inkompetenten oder korrupten Politikern und Hazardeuren der Sorte Jörg Haider.

1% Sparzinsen und 3% Inflation fressen auf lange Sicht die Sparguthaben auf.
Dem liesse sich gegensteuern. Würden die Menschen wieder wie in den Siebzigern angemessene Lohn- und Gehaltsabschlüsse erstreiten, hätten sie am Ende des Jahres real mehr in der Tasche oder auf dem Sparkonto.

Re: Sparernot, Finanzmisere und "Ortner-Produkte"

Paul Krugman war jahrelang einer der RATGEBER der US Geld- und Finanzpolitik.

Es ist faszinierend, wie er es geschafft hat, trotz kolossalem Scheitern unbeschadet aus der Krise rauszukommen.

Anstatt dass Leute wie Krugman, die uns die Krise eingebrockt haben, in die Wüste geschickt werden, prügelt man NACH WIE VOR auf alternative Ansätze - wie institutionelle Ökonomie - hin und vertritt Geldausgeben mit beiden Händen.

So ein himmelschreiender Schwachsinn von wegen "Menschen treten für angemessene Gehaltsabschlüsse ein". Die Generation ab den Siebzigern ist ZENTRAL VERANTWORTLICH für den wirtschaftlichen Niedergang der heutigen Zeit, weil sie sich selbst ÜBERHÖHTE Gehaltsabschlüsse auf SCHULDENBASIS genehmigt haben.

Allein mit den Zinsen, die wir heute aufgrund dieser ekelhaften Politik zu zahlen haben, könnte man den gesamten Universitätssektor ein zweites Mal finanzieren.

Diese elendigliche Dekadenz und ist einfach nicht mehr auszuhalten. "Angemessene Gehaltsabschlüsse", dass ich nicht lache. Die Gewerkschaft sorgt seit Jahrzehnten dafür, dass die Leute alle im Endeffekt mehr bekommen, als sie tatsächlich erwirtschaften - was der Grund für den Niedergang ist, denn was nicht da ist, muss über Schulden finanziert werden.

Würden alle gemeinsam nur EIN KLEINES BISCHEN bescheidener leben, ein kleines bischen kürzer treten, dann könnten wir alle ein gesichertes, ruhiges Leben führen. Aber nein, sowas ist ja völlig undenkbar, sowas wäre ja furchtbar "unsozial".

Re: Re: Sparernot, Finanzmisere und "Ortner-Produkte"

Sie verwechseln einiges.

Paul Krugman INSPIRIERTE und KRITISIERTE Clinton-Administration. Die brachte immerhin noch einen ausgeglichenen Haushalt zustande.Mit George W Bush hatte Krugman nichts zu tun. Bush hat dann die Milliarden in Kriegen verpulvert und diese Abenteuer zu einem grossen Teil mit Schulden finanziert. allein der Irak-Krieg hat Kosten von 3.000 Milliarden Dollar verursacht.

Noch was:
Die Staaten geben nicht zuviel aus, sie nehmen seit 15 Jahren zu wenig ein, weil den Reichsten in dieser Zeit Steuergeschenke in Billionenhöhe gemacht wurden. Das war etlichen der Superreichen aber noch immer nicht genug. Gleichzeitig bunkerten diese Grossbetr.. anleger und Hazadeure zwischen 21.000 und 32.000 MILLIARDEN Dollar AM FISKUS vorbei in den Steueroasen.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/weltweite-studie-steuerhinterziehung-verschlingt-280-milliarden-dollar/6906708.html
http://derstandard.at/1342947291513/Reiche-haben-bis-zu-32-Billionen-Dollar-in-Steueroasen

Angemessene Gehalts- und Lohnabschlüsse erstreiten den Inflationsausgleich plus Anteil am BIP-Zuwachs. Seit Jahren hinkt Östereich hier hinterher. Der BIP-Zuwachs betrug von 2000 bis 2008 inflationsbereingit 20%, der Reallohnzuwachs nur 2,9%
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1847/umfrage/entwicklung-der-realloehne-in-europa/

Wenn Sie das alles nicht wissen, haben Sie von wirtschaftlichen Zusammenhängen schlicht keine Ahnung und sollten ein Forum für Briefmarensammler aufsuchen.

Re: Re: Re: Sparernot, Finanzmisere und "Ortner-Produkte"

Krugman hatte mit der FED sehr viel zu tun - das reicht. Die Krise wurde durch falsche Geldpolitik ausgelöst. Dass die Fiskalpolitik miserabel war, hat das ganze zwar nicht besser gemacht, hat aber mit den Ursachen nicht allzuviel zu tun. Sehr schön zeigt sich das zB daran, dass auch Österreich und Deutschland viele Jahre lang eine katastrophale Fiskalpolitik gefahren sind und sich trotzdem - dank solider Geldpolitik der Zentralbanken - halbwegs gut entwickelt haben.

Im übrigen verdrehen Sie den Zusammenhang zwischen Inflation und Nominallöhnen. Überhöhte Nominallöhne können Inflation nicht "ausgleichen" sondern sind einer der zentralen Treiber von Inflation. Ergo: hätte man höhere Nominallöhne erstritten, wäre die Inflation noch höher ausgefallen - und dadurch wären die Reallöhne erst recht niedrig(er) geblieben. Ein eigentlich recht simpler Zusammenhang.

Der Einwand, dass das BIP wesentlich stärker gewachsen ist, als die Reallöhne, hat durchaus etwas für sich. Das wird aber leider durch den elendiglichen Staat, der Unsummen des BIP für sinnlose administrative Ausgaben, Subventionen, etc. verschlingt, aufgefressen.

Aber was rede ich da gegen Windmühlen....die bösen Reichen sind ja eh an allem schuld, und alle Probleme kann man durch noch mehr Geldausgeben auf Schuldenbasis lösen, usw.

Mich hat dieser Beitrag von Christian Ortner

begeistert! Weil es ist wirklich eine Frechheit, wenn sie auf einem Girokonto eine etwas größere Summe liegen haben, die mit 0,125 % vezinst wird, und nicht einmal die Spesen der Kontoführung abdeckt, trotzdem mit der Kapitalertragssteuer belastet wird. Wenn dann noch der Generaldirektor dieser Bank/Sparkasse es sich nicht nehmen läßt, mit einem Schreiben zu erklären, warum die Kosten der Kontenführung wegen der Inflationsrte von über 3 % im Vorjahr nun ab dem zweiten Quartal 2012 auch um diese Inflaionsrate erhöht werden müßten, war ich wirklich sehr verärgert! Als ich auf dieses Schreiben hin mit dem Vorschlag antwortete, man sollte diesen Abzug von 25 % wenigstens als "Inflationsertag der SPÖ/ÖVP Regierung" bezeichnen, erhielt ich natürlich keine Antwort!!

Gast: Lukas
28.07.2012 08:23
4 0

Kapitalertragssteuer auf Verlust?

eigentlich ist es ein Skandal wenn auf Sparzinsen Kapitalertragsster eingehoben wird wenn es gar keinen Kapitalertrag gibt. Der Staat reiht sich in die Reihe der Abzocker. Daher ist es besser sein Geld schnellstmöglich anderweitig anzulegen.

Gast: Jose Mario Branca
27.07.2012 23:25
3 0

Wir holen Euch

Es dauert vielleicht noch, aber Politiker die Ihr Volk enteignen, haben keine Zukunft.

Deshalb schrieb ich ja am 12. Juli

zum Beitrag "Enteignet die Reichen" meinen Kommentar mit "... AUCH die Reichen". Nicht dass ich Vermögenssteuern befürworte, doch die breite Masse, die "kleinen Leute" werden laufend enteignet.
Deshalb sollte auch die KESt abgeschafft werden - auch für Sonderformen wie Fonds etc. Vermögenserträge, soweit sie über der Inflaion liegen, könnten dann normal zur ESt veranlagt werden (Durchrechnung über 10 Jahre).

Gast: MAO
27.07.2012 19:39
5 0

Ist ja nur logisch

zumal Herr Draghi aus Italien kommt, Herr Hollande genauso wie Faymann, Gabriel und Co. an das Spargeld der "Reichen", also des Mittelstandes nach sozialistischer Sichtweise heranwollen. Natürlich ist das dreist- und die ÖVP ist so blöd und macht mit,....

Gast: Rette sich wer kann!
27.07.2012 14:20
10 0

Geschätzter Herr Ortner,

bemühen Sie sich um ein Privatissimum bei unserem "Lieblingsvolksbundeskanzler".
Der wird Ihnen erklären, dass die Inflation nur ein anderes Wort für soziale Gerechtigkeit ist.....

Re: Geschätzter Herr Ortner,

deshalb schauen ja auch alle intelligenten Mensch auf (Dr. ?) Faymann

Re: Re: Geschätzter Herr Ortner,

herab - habe ich vergessen, aber jetzt macht es Sinn, oder ?

Gast: Kurti
27.07.2012 12:20
9 0

Fazit: die Reichensteuer gibt's schon lange!

Rot-Grüne Klientel kommt mangels erarbeiteten Vermögens gar nicht in den Genuss einen Inflationsverlust hinnehmen zu müssen.

Nebenbei bemerkt ist die Einkommensteuer auch nichts anderes als eine Reichensteuer.

Gast: magra
27.07.2012 11:42
1 0

stimmt schon...

...jeder jammert über aktiv zu leistende zahlen, übersieht/negiert/ignoriert aber die schleichende entwertung. das prinzip ist beim auto das gleiche, jammern über hohe treibstoffpreise, aber die horrende entwertung des autos ( bis zu 500 euro im monat ) wird übersehen. aber wahrscheinlich müssen wir momentan froh sein, nur 2-3 prozent der spareinlagen zu verlieren.

Traurig aber wahr

Das Problem an der Sache ist, dass die Leute einfach nicht Willens sind, sich selbst mit so einfachen ökonomischen Prinzipien zu beschäftigen.

Inflation ist der undemokratischste Entschuldungsmechanismus den es gibt. Das ist ein Faktum. Dennoch wird sie viel eher akzeptiert, als aktive - sozialadäquat gestaltete - Sparmaßnahmen. Die Dummheit der Bürger zwingt den Staat in die Passivität. Würde ich eine Partei gründen, die sich ausschließlich der finanziellen Restrukturierung verschreibt und nicht den Alltagssorgen des "kleinen Mannes" - wer würde mich wählen?

In der heutigen Zeit muss man entweder das Geld mit beiden Händen rauswerfen, oder mit Fonds/Aktien spekulieren, um die Entwertung halbwegs im Rahmen zu halten.

Letztlich führt das dazu, dass keinerlei Anreiz besteht, mehr zu arbeiten, mehr zu erwirtschaften als man unmittelbar zum leben braucht. Ansparen für die Zukunft wird völlig unattraktiv gemacht und dabei übersehen, dass das direkte Auswirkungen auf die Leistungswilligkeit im hier und jetzt hat.

Die weitere Konsequenz ist, dass langfristiges Wirtschaftswachstum massiv eingebremst wird. Ganz egal, welcher makroökonomischen Theorie man anhängt: es ist klar empirisch belegt, dass längerfristig wirksame Investitionen nur getätigt werden, wenn ein gewisses Sparvolumen vorhanden ist. Hier besteht einfach ein Gegensatz zwischen kurz- und langfristiger Wirkung.

3 0

Der Betrug ist noch viel größer

Da es beim auf Sparbüchern KEINEN realen Ertrag gibt, ist die Kapitalertragssteuer völlig unangebracht und ein Unrechtsinstrument, das vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben gehört. Aber im Gegenzug sind alle politischen Funktionäre mit einer Vermögensverlustabgabe/steuer zu belasten so lange die von Herrn Ortner beleuchtete Situation anhält.
Deren ökonomischer Kurzsichtigkeit und Unfähigkeit oder deren unlauteren Motiven ist nämlich unsere Verschuldenssituation zuzuschreiben.
Die Abwärtsspirale durch das Geld das für Schulden und Korruption in Österreich jährlich aufgewendet wird, ist scheinbar nicht mehr aufzuhalten. Im übrigen ist Griechenland als Vorbild zu nehmen bei der Regelung der Pensionen (keine über 2200 Euro). Auch das hilft dem Staat uns allen und führt zu einer gerechteren Gesellschaft.
http://institutfuerangewandtepolitischeoekonomie.bimashofer.eu

ortner rechnet.

doch besonders gut ist er nicht beim rechnen.

seine rechnung würde stimmen, wenn man die 160 mrd auf alle erwachsenen österreicher gleich aufteilt. da käme auf einen ein sparguthaben von ca. 30.000 €

doch diese pro kopf aufteilung stimmt halt überhaupt nicht: es gibt jede menge leute, die gar kein guthaben haben. es gibt noch viel mehr, die sich kleinbeträge aufs sparbuch legen (für autoreparatur, neue waschmaschine u.ä.)

daraus folgt: die 160 mrd gehören nicht "DEN" österreichern, wie von ortner in den raum gestellt. und daher fällt auch ein deutlich größerer sparbetrag pro kopf an.

den einen, die keine oder kaum guthaben haben, kann ortners weinerlicher artikel egal sein.
und den anderen, die 6stellige beträge (und höher) auf die seite gelegt haben, werden das sicherlich nicht zum eckzinssatz tun und daher auf obige entwertung kommen.

falsche annahmen und falsch gerechnet.... einen schlechten tag erwischt, hr. ortner?

Antworten Gast: Hubertus
29.07.2012 01:47
2 1

Re: ortner rechnet.

Sehen sie , liebe Forenleser, so argumentieren Sozen. Die vielen Gelder ,die in pensionskassen, Versicherungen, Bausparen etc liegen, also vorzüglich das Geld der "kleinen" leute, wird ebenso "enteignet". Falsche Annahmen und falsch gerechnet. Aber man muß Sozen verzeihen, sie haben ihre Wirtschaftskompetenz schon bei Konsum, Bawag und beim Verkauf der Bank Austria(immerhin: die CA-BV, die Zentralsparkasse der gem Wien und die Länderbank) und der weitgehenden Verminderung des Verkaufserlöses(Stichwort: Randa und Häupl) bewiesen. Also Nachsicht mit nIgnoranten.

Re: Re: ortner rechnet.

klar: all das geld in pensionskassen, versicherungen, bausparern,... das "geld der kleinen leute also" liegt dort zum eckzinssatz.

ich habe nachsicht, mit dir und deiner phantasie!

Re: ortner rechnet.

leider stimmt ihre rechung nicht: die formel: arme leute haben wenig geld am sparbuch, reiche leute haben viel geld am sparbuch, stimmt eben nicht. reiche leute haben sehr wenig geld am sparbuch, bzw. sparbuchähnlichen veranlagungen, und viel geld in immobilien und unternehmen. somit sind die leidtragenden der inflation vor allem jene, die sich halt ein bissl was auf die seite gelegt haben, und eine halbwegs sichere veranlagung wollen.

Re: ortner rechnet / oberst auch - aber ab

Ich kann ja nur vermuten, dass Ihnen Hr. Ortner irgendwann einmal irgendwas kapitalistisch-obszönes in Ihre ledergebundene Ausgabe des "Kapitals" gekritzelt hat und seither verbeissen Sie sich halt schon sehr pathologisch in seine Wadln. Warum dies ausgerechnet im Presse-Forum sein muss bleibt mir ein Rätsel - in früheren Zeiten hätten Sie sich um 05.00h Früh mit Ihren Sekundanten irgendwo getroffen und die
Sache wäre dann erledigt gewesen und viele Presse-Leser müssten nicht täglich Ihre Tiraden ertragen.

Re: Re: ortner rechnet / oberst auch - aber ab

was ist denn das für eine primitive argumentation mit der ledergebunden ausgabe des kapitals?

du hast leider keine ahnung, alter!

 
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