19.05.2013 04:54 Merkliste 0

Darf das Parlament das Land ganz demokratisch in die Pleite stimmen?

CHRISTIAN ORTNER (Die Presse)

Ein Zahlungsausfall der europäischen Krisenstaaten könnte Österreich mehr als 80 Milliarden kosten. Politiker, die so etwas beschließen, sollten persönlich dafür haften müssen.

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Unter deutschen Verfassungsjuristen wird gerade eine spannende Frage erörtert: Darf das deutsche Parlament eigentlich unbegrenzt Schulden und Haftungen beschließen, auch wenn damit die Fähigkeit künftiger Volksvertretungen enorm eingeschränkt wird, Budgets nach ihrem Gutdünken zu erstellen?

Oder, politisch argumentiert: Wieweit ist es von der Verfassung her zulässig, dass die heutige Generation den folgenden Generationen unbegrenzt Schulden aufhalst, um unser derzeitiges Wohlstandsniveau noch ein paar Jahre aufrechterhalten zu können?

Eine derartige Debatte wäre auch in Österreich dringend erforderlich, weswegen sie natürlich den Landessitten folgend auch konsequent unterbleibt. Ganz besonders nötig wäre sie angesichts einer Berechnung des Münchner Ifo-Institutes, wonach ein Zahlungsausfall der europäischen Krisenstaaten (derzeit Griechenland, Italien, Irland, Spanien, Zypern und Portugal) die Republik Österreich mittlerweile atemberaubende 80,7 Milliarden Euro an Haftungen kosten würde, Folgekosten, wie etwa die dann nötige Rekapitalisierung von Banken, noch gar nicht inbegriffen. (Die detaillierte Rechnung der Münchner Ökonomen ist unter www.cesifo-group.de abrufbar.)

Angesichts derartiger Beträge stellt sich die Frage, ob das Parlament eigentlich vernünftigerweise das Recht haben soll, künftigen Generationen solche Lasten aufzubürden, wie sie nun im Zuge der sogenannten Eurorettung geschultert worden sind – und die gleichzeitig die Budgethoheit des Parlamentes in der Zukunft enorm einschränken. (Nein, per hiesiger „Schuldenbremse“ ist das nicht lösbar.) Denn würde das vom Ifo-Institut errechnete Risiko in Höhe von 80,7 Milliarden Euro – das entspricht dem gesamten Steueraufkommen eines Jahres – schlagend, explodierte Österreichs Staatschuld von derzeit 225 Milliarden auf über 300 Milliarden und erreichte damit eine Größenordnung von 100 Prozent der Wirtschaftsleistung: Österreich würde damit schlagartig selbst zu einem Pleitekandidaten.

Natürlich ist aus heutiger Sicht nicht zwingend, dass dieses 80-Milliarden-Risiko schlagend wird – aber möglich ist das durchaus. Wobei dieser Betrag noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange sein muss. Angesichts der weiter eskalierenden Schuldenkrise der europäischen Peripherie kann ja noch einiges an weiteren Haftungen dazukommen.

Dass der Nationalrat, immer wieder beeindruckt vom fantasielosen Argument der vermeintlichen „Alternativenlosigkeit“ derartiger Mammut-Haftungen, diese munter weiter in astronomische Höhen auftürmen darf, ist zwar sehr demokratisch, aber gleichzeitig zunehmend ökonomisch lebensgefährlich. Für derartige Hasard-Haftungen zu stimmen, fällt Abgeordneten und Regierungsmitgliedern natürlich insofern nicht sehr schwer, als sie damit ja ein Geschäft zulasten Dritter (nämlich derzeitiger und künftiger Steuerzahler) eingehen.

Auch wenn das nach den Regeln der Realverfassung undenkbar ist: Sie sollten deshalb nicht nur politisch, sondern auch finanziell ganz persönlich für die Folgen derartig gravierender Verpflichtungen haften müssen.

Das würde die Neigung des Gesetzgebers, Alternativen zu „alternativenlosen“ Milliardenhaftungen zu entwickeln, vermutlich ganz verblüffend steigern.


Reaktionen senden Sie bitte direkt an: debatte@diepresse.com


Zum Autor:

Christian Ortner ist Kolumnist und Autor in Wien. Er leitet „ortneronline. Das Zentralorgan des Neoliberalismus“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2012)

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57 Kommentare
 
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Gast: nestbeschmutzer
14.09.2012 13:04
0 0

keinen Schulden sind ...besser?

nun ja, wenn die Ursache zum Fällig werden wirklich eintritt, dann trifft das ja nicht allein Österreich, sondern alle Unionspartner. Und dann wird man sich was einfallen lassen müssen. Wenn die BRD dann auch 100% und Frankreich 140% und Italien 190% Staatsschulden hat, haben die USA immer noch 250%.... soweit zur Relation. Aber ... keine Schulden haben ist schon besser, keine Frage!

Gast: Markus Trullus
14.09.2012 13:00
0 0

na servas!

Ehhhm: ....sollten persönlich dafür haften müssen.???? soooo viel verdienen unsere Politiker? Die können für 80 Milliiaden haften? Na super!

Gast: Be-obachter
03.09.2012 18:47
1 0

Persönliche Haftung für politische Fehlentscheidungen

fordere ich schon Jahrzehnte!

Ja darf es!

... und das Land Österreich darf auch Beamtenparadiese auf Steuerkosten aufrechterhalten (siehe akt. Lehrerverhandlungen!), Pensionsprivilegien durch Verschuldung der jungen Generation finanzieren lassen, ...

Dieses Land erlaubt sich viel und kann sich viel erlauben, denn es ist keine Demokratie mehr!

Gast: mens sana
29.08.2012 00:17
2 0

Genau das ist der Effekt solcher Bürgschaften...

... sie verschaffen der Wirtschaftskrise einen Dominoeffekt. Aus der Pleite eines Landes wird so über kurz oder lang die Pleite aller.

Gast: mens sana
29.08.2012 00:15
2 0

Das Privatvermögen dieser Politiker wird die Schäden, die sie anrichten, kaum decken.

Da hilft nur eins: a u f h ä n g e n

Der Tatbestand der Untreue

wäre erfüllt - die nicht vorhandene unabhängige Rechtsprechung verhindert leider jede Anklage. Untreue begeht wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, wissentlich missbraucht und dadurch dem anderen einen Vermögensnachteil zufügt. (§153 StGB )
Hält der Täter es für ernsthaft möglich dass ein Schaden eintritt und findet sich damit ab (bedingter Vorsatz ), so handelt er mit dem für die Strafbarkeit erforderlichen Schädigungsvorsatz. (§302 StGB)


experimente und die hausaufgaben

ich sehe mich nicht in der lage, die folgen des euro-schutzschirmes abzuschätzen. den vielen konträren meinungen der ökonomen nach zu schließen, befinde ich mich dabei in bester gesellschaft. niemand weiß, wie "die märkte" und die menschen reagieren werden. wir befinden uns, was das währungssystem betrifft, inmitten der größten feldstudie aller zeiten. schwer zu glauben, dass das irgendwie gut enden wird. wenn staatsschuldenquoten einmal jenseits der 100% liegen, ist bezüglich fiskalpolitik der ofen aus.

gerade diese unsicherheit bezüglich wahl der mittel und ihrer folgen, sollte doch unsere repräsentanten dazu bringen, wenigstens die hausaufgaben zu machen, um krisenfest zu sein; möchte man meinen.

wann, wenn nicht jetzt, wären die seit 20 jahren auf die lange bank geschobenen probleme zu lösen: verwaltung, gesundheits-, bildungs- und pensionssystem, fö(r)deralismuswahnsinn, vereinfachung des steuer- und abgabensystems.

das kostest zuerst geld, klar. mittelfristig schafft das jedoch den spielraum für die übernahme der wackelnden haftungen für pleitestaaten und -banken.

Gast: Dolfi Teufel
27.08.2012 11:23
2 0

Ein souveräner Staat ist für geordnete Finanzen

selbst verantwortlich. Wie er das macht, bleibt ihm überlassen: durch Steuererhöhungen, Kreditaufnahmen, Verkauf von Staatsbetrieben oder Nutzung seiner Bodenschätze etc.

Eine andere Sache ist die Gewährung von Finanzhilfen durch andere Staaten. Diese Staaten befinden sich in einer ähnlichen Lage wie Privatpersonen: soll man helfen oder nicht? Jedenfalls ist es eine Frage der Intelligenz, daß man nicht einfach fremde Schulden zu 100 % übernimmt, wenn keine Chance besteht, das Geldes wieder zurück zu bekommen. In einem solchen Fall würde jeder seriöse Geschäftsmann zunächst das Insolvenzverfahren abwarten und allenfalls dem Gemeinschuldner Geld für die Bezahlung der Ausgleichsquote (wo die ursprünglichen Forderungen der Gläubiger um etwa 80 % reduziert sind) zur Verfügung stellen.

Schließlich haben ja die Kreditgeber für das Risiko, daß die Schulden nicht zurückgezahlt werden können, oft exorbitant hohe Zinsen genommen!

Eine solche Hilfe bei der Erfüllung der Ausgleichsquote wäre um ein Vielfaches wirksamer als ein Schuldbeitritt!

Jede andere Vorgangsweise wäre gegenüber den Steuerzahlern der anderen Staaten nicht zu verantworten. Schließlich ist - wie erwähnt - ein souveräner Staat für seine Schuldenpolitik selbst verantwortlich!


Gast: no. ortner.
25.08.2012 08:20
2 14

Darf das Parlament das Land ganz demokratisch in die Pleite stimmen?

darf das parlament schlauer/weniger manipulativ/informierter sein als ein ortner? JA, es darf, es muss sogar!

denn im gegensatz zu einem ortner muss das parlament auch die alternative zu ESM usw. bedenken.
ein ortner kann es sich leisten (er wird kaum ernstgenommen und seine entscheidung für oder gegen ist völlig unerheblich), die folgen eines nicht-ESM unter den tisch fallen zu lassen, damit er besser polemisieren kann.

daher als kleine korrektur für leser, die das NOCH IMMER NICHT wissen:
allein die endgültige pleite und der dadurch unumgängliche austritt griechenlands aus euro und vielleicht auch aus der eu kostet österreich auf einen schlag 4 % des BIP (siehe: http://derstandard.at/1339639932253/Fritz-Breuss-Eurozone-Trojanische-Pferde-fuettern). dieser einbruch und der wegfall eines (kleinen) exportpartners bringen für den staat:
geringere steuereinnahmen
höhere kosten für arbeitslosengeld
= ein ordentliches defizit zusätzlich zum bestehenden.

doch bislang geht es nur um das ökonomische mini-land griechenland (2% anteil an der eu). ohne esm ist doch auch das viel größere spanien dran. italien detto...

das ö parlament handelt um vieles verantwortungsvoller und überlegter als ein ortner. der ist derart einäugig, dass ihm eigentlich der führerschein entzogen werden sollte: er ist nämlich damit und mit seinem fanatismus eine gefahr für die öffentlichkeit. sofern ihm jemand zuhört und sein geschreibsel glaubt....

Re: Darf das Parlament das Land ganz demokratisch in die Pleite stimmen?

Was sie noch immer nicht wissen ist dass die angeblichen 4% des BIB auch nicht durch Geldrucken gerettet werden können. Man gewinnt damit nur Zeit - dafür werden die Verbindlichkeiten welche auch uns in die Pleite treiben immer höher ...

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
26.08.2012 10:15
2 1

Re: Darf das Parlament das Land ganz demokratisch in die Pleite stimmen?


Was Sie "NOCH IMMER NICHT wissen" :
je länger die Griechen-Pleite hinausgezogen wird, desto weiter,
werden wir alle mit drin hängen.

Kommen aber, wird der Crash, der Grund dafür ist die
"nationale Souveränität" der griechischen Mafia.

Re: Darf das Parlament das Land ganz demokratisch in die Pleite stimmen?

Wenn ich mir Ihren Beitrag durchlesen keimt in mir de Wunsch man möge im Irrenhaus doch endlich den Zugang zu PC's einschränken.

Man kann zu Ortner stehen wie man will aber er argumentiert wenigstens. Sie drohen nur.

Wer sind Sie eigentlich, der sich anmaßt, anderen mit Repressalien, wie Führerscheinentzug, Gefahr für die Öffentlichkeit?

Wenn Sie dies wirre Zeug von sich geben, dann machen Sie es mit Ihrer Identität, doch anscheinend sind Sie zu feig dazu.

Wer sagt Ihnen eigentlich, ob die nicht mit dem Mainstream laufenden nicht die Weitsichtigeren wären? Denken Sie sich einfach die 155 Wirtschaftsprofessoren, die bereits in den 90ern die Fehlkonstruktion des Euros aufzeigten und nicht gehört wurden. Vieles wäre uns erspart geblieben, mit dem ESM wird es sich gleich verhalten, wenn die Politiker weiterhin wie blind auf den Abgrund zusteuern.

Re: Wer sind Sie eigentlich, der sich anmaßt, anderen mit Repressalien, wie Führerscheinentzug, Gefahr für die Öffentlichkeit?

eine grundregel des lebens: der mainstream ist niemals der motor für ein vorwärtskommen.

zu ihren 166 wirtschaftsprofessoren: so what? wir HABEN den euro. wer ihn weghaben will, aber die KONSEQUENZEN des verlusts verschweigt (wie sie!), agiert unseriös. ich denke, dass jeder ihrer 155 professoren ein desaster sehen würde, wenn sie ihn fragen, was ein austritt ö's bedeute.

und DAS ist nämlich die alternative für uns: austreten. wir können den ESM nicht verhindern. das ist auch richtig so für einen kleinstaat, dass er nicht seine minderheitsmeinung den anderen 500 millionen aufs auge drücken kann. doch wenn wir nicht mitmachen wollen, dann MÜSSEN wir auch austreten. denn auch wir wollen nicht, dass es rosinenpicker unter uns gibt, die sich nur in guten zeiten zeigen und in schlechten sich davonmachen. oder hätten sie gern solche falotten in ihrer familie, in ihrem freundeskreis?

Konsequenzen gibt es, so oder so.

Doch eine Fehlkonstruktion weiterzuführen um Zeit zu gewinnen, ist eine grobe Fahrlässigkeit und Konkursverschleppung. Wir haben keine Not dem ESM beizutreten, daher sind wir auch keine Rosinenpicker, warum wir für Rosinenpicker freiwillig Haftungen und Garantien eingehen, das sollte man uns doch besser argumentieren können. Herr Oberst, Ihre Argumentation steht auf schwachen Beinen.

Re: Konsequenzen gibt es, so oder so.

seit (gefühlten) ewigen zeiten tut ö (nicht nur) in wirtschaftlicher hinsicht das, was deutschland ihm vormacht.
wir sind mit der methode, den schilling zu einem siebtel-zwilling der d-mark zu machen gut gefahren und wohlhabend geworden. wir haben unseren wohlstand in der zeit der mitgliedschaft zur eu (wo deutschland der bestimmende wirtschaftliche faktor war und ist) ausgebaut. und wir werden auch in zukunft nur so reüssieren können und würden mit einem standalone scheitern.

die bisherigen rosinenpicker (für die wir nun haftungen übernehmen) zahlen einen extrem hohen preis. fragen sie mal einen griechen, wie es ihm heute geht! ihr hohes lied auf die vorteile von rosinenpicken kann ich daher nicht verstehen. langfristig geht sowas nie gut. oder gibt es in ihrem bekanntenkreis jemand, der das tut und dennoch beliebt ist?

Antworten Antworten Gast: asterix der gallier
25.08.2012 16:03
2 4

Re: Wer sind Sie eigentlich, der sich anmaßt, anderen mit Repressalien, wie Führerscheinentzug, Gefahr für die Öffentlichkeit?

"dann machen Sie es mit Ihrer Identität..."
ist wirklich lustig.
Wer sagt mir, wer Sie sind?
Ihr Nickname ist "Elisabeth Weiss".
"Die Presse" weiß nicht, wie Sie wirklich heißen, kennt auch Ihre Adresse nicht, sondern kennt nur eine Ihrer E-Mail-Adressen.
Wieso unterscheidet sich Ihre "Identität" von der des Vorposters?
Ihr diesbezüglicher Vorwurf ist wirklich erheiternd!

Erheiternd sind Sie, denn

Sie versuchen eine Frechheit durch belanglose Vorwürfe zu übertünchen. Schwache Position Ihrerseits.

Re: Erheiternd sind Sie, denn

asterix hat schon recht: ein gastname sagt über die identität eines posters genau so wenig aus, wie ein registrierter name.

aber ich stimme ihnen dennoch zu: gastnamen sind per se eine "frechheit" (ihre formulierung) und ihre verwendugn sollte von diePresse unterbunden werden.

ich wünsche ihnen allerdings viel spaß, in zukunft JEDEM gastposter eine ähnliche antwort zu geben. denn sonst müsste ich ihnen einäugigkeit vorwerfen...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: asterix der gallier
26.08.2012 10:54
1 1

Re: Erheiternd sind Sie, denn

Sie bezeichnen soeben Ihr eigenes Posting als "eine Frechheit".

Bei den 80 Milliarden bleibt es nur, wenn nichts mehr nach Südeuropa exportiert wird und die EZB keine Anleihen der Pleitestaaten aufkauft!

Es wird aber immer noch Exporte in die südlichen Staaten geben, die sie weder jetzt noch irgendwann bezahlen können. Die Exporteure bekommen ihr Geld ja nicht von diesen Staaten, sondern von der heimischen Nationalbank, die dafür eine nach aller menschlichen Voraussicht uneinbringliche Forderung an "Target 2" erhält. Dass "folgende Generationen" diese Schulden dereinst begleichen werden, ist ja irreal, die werden ihr verdientes Geld ja selbst brauchen!

Es ist auch sicher, dass die EZB wertlose Anleihen der Pleitestaaten aufkaufen wird. Die Südstaaten (zu denen sich jetzt auch Frankreich zählt), die in der EU die Mehrheit haben, setzen das gerade durch, wobei Draghi, der auch von dort kommt, kräftig mithilft!

Dazu kommt, dass alle Rettungsschirme nicht retten, sondern nur weiteres Wohlleben mit geborgtem Geld ermöglichen sollen, bis es niemand mehr gibt, der noch Geld borgt!

Die auch von Österreich zu übernehmenden faulen Haftungen sind ein Fass ohne Boden! Real ist der ganze Euroraum jetzt schon Pleite und mit jedem Tag wird es schlimmer!

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sagt ganz richtig: "Meines Erachtens führt kein Weg daran vorbei, den Euroraum auf die Länder zu reduzieren, die in diesem Raum wettbewerbsfähig sein können"!

Dann müssen in den Büchern die ohnehin uneinbringlichen Forderungen auf Null abgewertet werden, was viele Banken in den Konkurs treibt. Das ist schlimm, es wird aber mit jedem Tag, an dem die Stunde der Wahrheit hinausgeschoben wird, schlimmer!

Antworten Gast: asterix der gallier
25.08.2012 16:14
0 0

Re: Bei den 80 Milliarden bleibt es nur, wenn nichts mehr nach Südeuropa exportiert wird und die EZB keine Anleihen der Pleitestaaten aufkauft!

Ich finde de Satz "Dazu kommt, dass alle Rettungsschirme nicht retten, sondern nur weiteres Wohlleben mit geborgtem Geld ermöglichen sollen, bis es niemand mehr gibt, der noch Geld borgt!" entscheidend.
Griechenland muss eine Kapitalsperre gegenüber Nicht-EU-Ländern, wie die Schweiz, Liechtenstein etc. errichten und die EU muss Griechenland helfen, durch politischen Druck auf diese Länder, das abgeflossene Kapital zurückzuholen.
Außerdem benötigt Grichenland kein Geld von seinen EU-Partnern, sondern Hilfe bei der Steuereintreibung!
In erster Linie beziehe ich mich auf
http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/764255/Ohne-Steuerflucht-waere-Athens-Problem-geloest?from=suche.intern.portal
" target="_blank">http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/764255/Ohne-Steuerflucht-waere-Athens-Problem-geloest?from=suche.intern.portal

aber auch auf
http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1263189/Ein-Privilegienstaat-namens-Griechenland-?from=suche.intern.portal
" target="_blank">http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1263189/Ein-Privilegienstaat-namens-Griechenland-?from=suche.intern.portal

und auf
http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1281814/Steuern_Griechische-Selbststaendige-koennten-Staat-retten?from=suche.intern.portal
" target="_blank">http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1281814/Steuern_Griechische-Selbststaendige-koennten-Staat-retten?from=suche.intern.portal


Derzeit finanziert der europäische Mittelstand den griechischen Mittelstand, die griechischen Reichen und Superreichen, während die Ärmeren in Griechenland bluten.

Antworten Gast: Gäst
25.08.2012 08:59
1 0

Re: Bei den 80 Milliarden bleibt es nur, wenn nichts mehr nach Südeuropa exportiert wird und die EZB keine Anleihen der Pleitestaaten aufkauft!

Frage erhält der Staat die Einnahmen aus den Exporten? Nein also hat er davon nix (außer vllt ein paar Steuereinnahmen).
Es ist sowieso ein Unding die Staatsverschuldung anhand des BIP zu bewerten da dies nichts über die Wirtschaftlichkeit des Staates sondern nur über seiner Bürger wiedergibt.

Warum darf der Offene Brief an unseren lieben Abgeordneten hier nicht stehen bleiben?

http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=71:esm-offener-brief&catid=11:oesterreich

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Re: Warum darf der Offene Brief an unseren lieben Abgeordneten hier nicht stehen bleiben?

Vielen Dank, Frau Mag. Weiss für Ihr Engagement!

Ihr Brief, gemeinsam mit Dr. Volpini an die Abgeordneten ist großartig. Leider ist die Abstimmung dann am 4. Juli 2012 anders ausgegangen.

 
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