Warum nicht auch Spar und Billa der Profitgier entziehen?

Nach den Triumphen staatlicher Wirtschaftspolitik in Salzburg, Linz oder Niederösterreich wird es höchste Zeit, Neoliberalismus und Marktradikalismus den Garaus zu machen.

Nachdem der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler jüngst den grundvernünftigen Vorschlag gemacht hat, die „Deutsche Bahn“ zu privatisieren, musste er sich in der angeblich liberalen „Süddeutschen Zeitung“ zumindest indirekt mit einem aggressiven Unkraut vergleichen lassen. „Was Wasserpest und Co. für die Natur sind, das sind Neoliberalismus, Marktradikalismus und Thatcherismus für die Politik“, formulierte der offenbar nicht stark am liberalen Ruf seiner Zeitung interessierte SZ-Chefredakteur Heribert Prantl einen Kommentar wider Röslers Pläne. (Missliebige Politiker in einen Zusammenhang mit artfremden Schädlingen zu bringen ist im deutschen Zeitungswesen ja auch in früheren Zeiten ein beliebter Kunstgriff gewesen, der erst 1945 etwas aus der Mode kam.)

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.01.2013)

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