Lasst uns Europa doch einfach auf den Kopf stellen!

Weiterwursteln wie bisher ist für die Europäische Union zwar eine Option, aber es ist eine denkbar schlechte. Da gäbe es viel bessere Möglichkeiten.

Es war eine etwas pathetische, aber gleichzeitig auch visionäre Formulierung, mit der die Gründerstaaten der heutigen Europäischen Union im März 1957 in den Römischen Verträgen ihr langfristiges Ziel beschrieben: Eine „immer engere Union“ sollte entstehen. Aus der Perspektive von damals – nur ein Jahrzehnt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – ist dieses Ziel zu einem nicht geringen Ausmaß erreicht worden. Die Union ist heute, gemessen an den Ansprüchen ihrer Gründerväter, eine sehr enge geworden – in vielfacher Hinsicht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2016)

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