25.05.2012 21:33 | Meine Presse Merkliste 0

Nein, Herr Bundeskanzler, nicht die Spekulanten sind schuld an der Krise

CHRISTIAN ORTNER (Die Presse)

Wer glaubt, Spekulanten hätten die Euro-Kalamitäten verursacht, der kann genauso gut sündhafte Selbstbefriedigung Pubertierender für den Auslöser von Rückenmarksleiden halten.

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Für den renommierten Weltökonomen Werner Faymann steht außer Streit, wer die Krise des Euro verursacht hat: „Spekulanten“ und „Zocker“ natürlich. Irgendwelche geldgierigen Typen also, die milliardenschwere Wetten gegen den Euro eingehen, um damit Millionen zu scheffeln.

Faymanns Analyse hat, trotz ihrer intellektuellen Brillanz, einen einzigen kleinen Fehler: Sie ist falsch. Die Schuld der „Spekulanten“ an der Finanzkrise ist ein Mythos, der ungefähr so viel Realitätsbezug aufweist wie die Überzeugung, Rückenmarkserkrankungen könnten durch übermäßige Masturbation im Pubertätsalter herbeigeführt werden. Denn kein Spekulant dieser Welt wäre auch nur annähernd imstande, den Eurokurs in seinem Sinne zu beeinflussen. (Das gelang nicht einmal der vergleichsweise übermächtigen Schweizerischen Nationalbank, die 2010 vergeblich mit mehr als 100 Milliarden Franken versuchte, den Euro zu stärken.) Deswegen ist ja immer von „den Spekulanten“ die Rede, nie jedoch von einem konkreten Spekulanten.

Dass dieser Spekulantenmythos trotzdem prächtig gedeiht, hat einen einfachen Grund. Sowohl für Politiker als auch für die Mehrzahl der Wähler ist es nämlich seelisch wesentlich erträglicher, irgendwelche anonymen „Zocker“ verantwortlich zu machen – und nicht etwa jene chronischen Schuldenexzesse der meisten Staaten, die tatsächlich hauptverantwortlich für die Eurokrise sind. Dass nicht Gordon Gecko, Georges Soros oder Dagobert Duck diese Krise verursacht hat, sondern kreditsüchtige Politiker und deren sozialleistungsaffinen Wähler, wird mithilfe des Spekulantenmythos erfolgreich verdrängt.

Wenn übermäßig hoch verschuldete Staaten irgendwann einmal keinen (oder einen nur sehr teuren) neuen Kredit bekommen, dann hat das ganz simple Gründe: weil kein Pensionsfonds und keine Lebensversicherung den Pensionsbeziehern und Versicherungskunden erklären will, warum die Pension leider gekürzt werden muss oder die Versicherung in der Verlustzone ist. Deshalb verkaufen derartige Unternehmen sicherheitshalber rechtzeitig italienische, portugiesische oder griechische Staatspapiere, wenn deren Lage kritisch wird: einfach, um ihre Kunden (und sich selbst) vor Schaden zu bewahren. Das ist nicht „Zockerei“ und „Spekulation“, sondern rationales Verhalten.

Leider hat es Faymann bisher verabsäumt, uns endlich darüber aufzuklären, was an einem derartigen rationalen Verhalten von Pensionsfonds, Versicherungen oder anderen großen Verwaltern von Kundengeldern eigentlich so verwerflich sein soll. Zumal ja seit Ausbruch der Schuldenkrise auch immer mehr individuelle Sparer ihre Euros in Gold oder Schweizer Franken umtauschen – ebenfalls ein klassischer Fall von „Spekulation gegen den Euro“. Auch hier wären wir dem Kanzler für einen Hinweis darauf verbunden, was eigentlich so verwerflich am Bedürfnis zahlloser Menschen ist, ihre Lebensersparnisse vor den Folgen des gewaltigen ökonomischen Politikversagens der letzten Jahre in Sicherheit zu bringen.

Dem ehemaligen Wiener Wohnbau-Stadtrat freilich vorzuwerfen, er halte am Spekulantenmythos fest, um von den tatsächlichen Ursachen der Krise abzulenken, wäre vermutlich unfair. Denn der Mann glaubt wahrscheinlich wirklich, was er sagt. Was freilich nicht eben beruhigend ist.


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Zum Autor:

Christian Ortner ist Kolumnist und Autor in Wien. Er leitet „ortneronline. Das Zentralorgan des Neoliberalismus“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.07.2011)

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45 Kommentare
 
1 2
galli leo
27.07.2011 11:03
0 2

na endlich besinnt sich ortner wieder!

nach einer hoffentlich beendeten phase, wo er sich als sprachrohr von wutbürgern versuchte, kehrt er zurück zu seinen wurzeln:

"wessen brot ich esse, dessen lied singe ich!"

spekulanten sind also wertvolle mitglieder der gesellschaft, die nichts anderes im sinn haben, als werte zu schaffen und den allgemeinen wohlstand zu erhöhen...

sobald auch für mich ein paar sponsor-euros abfallen, werde ich ebenfalls dieses lied singen!

0 1

Re: na endlich besinnt sich ortner wieder!

einfach
nur
dumm

Gast: Antiideologe
26.07.2011 11:59
1 0

Leider ist Onkel Erwin um nichts klüger als Faymann

und weil der Onkel in der ÖVP das Sagen hat, wird sich auch die ´Wirtschaftspartei´ ÖVP der absolut zutreffenden Analyse Ortners nicht anschließen - und schon gar nicht entsprechende Politik machen (soweit sie das überhaupt könnte gegen die unbelehrbaren Roten). Es werden also weiter Schulden gemacht werden und Faymann und Strache werden weiter ihren ideologischen Schwachsinn verzapfen. Das ist weit mehr als´nicht eben beruhigend´ - es ist gefährlich.

(Und die ÖVP ist natürlich nicht einmal mehr ansatzweise eine wirkliche Wirtschaftspartei. Sie ist im wesentlichen zu einer Bauernpartei pervertiert. Und die Privilegien der Bauern allein kosten Milliarden. Die wir nicht haben. Genausowenig wie die Milliarden für die kranke ÖBB, für das kranke Gesundheitssystem, für die sinnlosen Landesregierungen...)

2 0

brillant!

danke, herr ortner!

sir007
25.07.2011 14:48
3 0

Richtig, Herr Ortner!

Die SPÖ hat ein Altlasten-Problem: tief im Unbewussten der Partei lebt die menschenverachtende Ideologie des Marxismus immer noch. Die SPÖ hat damit übrigens dasselbe Problem wie die FPÖ mit ihren braunen Altlasten.

Zappelzapp
24.07.2011 23:32
3 0

Feymann glaubt gar nichts, aber

die Leser seiner beiden Amigos in der Muthgasse und am Karlsplatz glauben jeden Unsinn, den man ihnen vorsetzt. Hauptsache, es gibt einen Feind, der an allem schuld ist.

Gast: Voill
24.07.2011 09:40
1 0

Und wir? Wir profitieren 3x von der Krise

Zum einen sind die Zinsen für Österreich gesunken für die es seine Schulden refinanzieren kann, ca. 300 Mio. pro Jahr Ersparnis, weiters ist ein netter Nebeneffekt der höheren Eigenkapitalquoten für Banken, dass sie Milliarden mehr so veranlagen müssen, dass der Staat mit 25% KEST mitschneidet, wieder ein paar hundert Millionen, und drittens sind da noch die 9% kassierten Zinsen für geliehene Gelder aus der Bankenhilfe.

Gast: N_espresso
24.07.2011 01:08
0 15

who the hell ... ist mr ortner ?

ach nein, die spekulanten sind nicht schuld...
und die erde ist eine scheibe, gelle.
die fakten sind :
- die devisen spekulation beträgt ca. 4.000 MRD $ - JE TAG (biz)
- umgerechnet auf den welthandel (natürlich abgzüglich des internen eurro-anteils) macht dies - SPEKULATION AUF ZINSEN UND DEVIDESENKURSE -
... ca. das 110-fache des welthandels aus.

auch haben die staatschulden n i c h t s mit dem euro zu tun - sie sind nur die folge von veil zu niedrigen STEUER-EINNAHMEN !
und dies ist ja genau die total verfehlte wirtschaftspolitik der EU, die ja - landauf/landab - das doofe ... "steuern-runter-lied" sang.
GR, PT und ES haben eine steuerquote die um 8-10 %punkte u n t e r jener von Ö,D liegt :
und nur, strengen sie mal ihre ökonmisches kleinhirn ... an und rechnen nach, wie hoch die schulden vob Ö bei einer steuerquote von 33 % statt 48 % w ä r e...

zum nachlesen wird sie hier geholfen :
http://www.theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/2983-vereint-euch-gegen-den-wirtschafts-faschismus-fuer-eine-starke-demokratie.html

Antworten komajo
28.07.2011 09:39
0 0

Re: who the hell ... ist mr ortner ?

Diese Spekulationen bringen zweifellos Gewinne. Warum werden die nicht einfach besteuert?

Antworten Gast: N_espresso
27.07.2011 00:37
0 1

smile ...danke für die roten stricherl,

was ja nur die totale "blindheit" der leser hier - oder besser hörigkeit - bestätigt - merci !

meine o.a. ziffern...
kann jeder bei der BIZ (bank für internationalen zahlungsausgleich) in deren monatsberichten nachlesen.
und jene f.d. welthandel gibts sogar bei wikki ... wobei ich bezweifle, dass die "rot-strichler" + hr. ortner ... zu einer solchen recherche überhaupt fähig sind, sonst hätte dieser o.a. artikel ja zu´mindest 1 quelle für dieses "märchen"...zitieren können.

gratuliere - zur belletristik.


Jack 3
23.07.2011 12:39
1 3

Unbedacht....

Die Spekulanten sind eben nicht nur die um das Wohl ihrer Einzahler besorgten Pensionsfondsmanager.Karl Kraus zeichnet in den "Letzten Tagen der Menschheit " ein gutes Bild der Spekulanten.In den Neunzigern des vorigen JHDTs haben Währungsspekulanten den britischen Pfund zur Abwertung gezwungen, was den britischen Sparer insgesamt eine Milliarde Pfund kostete. Österreich entging nur dank massiver Interventionen der deutschen Bundesbank einem ählichen Schicksal, das müßte Herr Ortner eigentlich wissen-wenn nicht, Schaumeier fragen.Alleinverantwortlich sind die Spekulanten für die gegenertige Misere nicht, aber ihr Scherfchen haben sie auch dazubeigetragen.Wobei zu sagen wäre, dass sie - die Spekulanten- immer im Rahmen der geltenden Gesetze handelten-und das ist wieder den Politikern, die die Gesetze machten, anzukreiden....

census
23.07.2011 11:06
8 0

Nein, Herr Bundeskanzler, nicht die Spekulanten sind schuld an der Krise sondern deren nützliche Idioten in den diversen Regierungen!


Gast: pb
22.07.2011 22:38
4 0

herr faymann hat noch einen bösewicht vergessen:

die lobbyisten der lobbyisten!!

Gast: huhu26
22.07.2011 22:18
0 3

Schuld

für mich war schon immer klar, das die spekulanten schuld sind an der krise !!!!

mkoeck
22.07.2011 20:47
12 0

Ich dachte schon, ich wär´alleine ....

DANKE - DANKE - DANKE - DANKE - DANKE .
Endlich spricht jemand aus, was Sache ist im Staate Österreich und in der grossen grossen EU oder in dem, was BK WF dafür zu halten scheint.

Gast: Han
22.07.2011 20:34
3 0

Der Euroschutz

wird pervertiert, wenn einzelne Länder über ihre Verhältnisse leben. Das heißt, dass die Meinung diverser Politiker die Situation mit einer harten Währung auszunützen daneben geht und der Markt in die andere Richtung reagiert!
Die Politiker haben die Krise hervorgerufen und spielen sich jetzt dem Publikum als große Retter auf! Wers glaubt wird selig.

Gast: tom green
22.07.2011 20:22
0 0

an den burgenländer...

burgenländer, das sind LEERVERKÄUFE, keine LEHRVERKÄUFE.

5 1

Sollte uns nicht der Euro eigentlich "davor" schützen?

Genau DAS wurde uns ja bei der Einführung dieser, angeblich "identitätsstiftenden" gemeinsamen Währung versprochen! Daß wir unter diesem "Schutzschild" vor Angriffen internationaler Spekulanten gefeit sein werden. Das schiere Gegenteil ist inzwischen leider der Fall: KEIN EINZIGES NICHT zur Euro-Zone zählendes EU-Mitglied sah sich bisher von Spekulationen und Down-Gradings bedroht. Es sind ausschließlich die Euro-Zonen-Länder, die dieses Schicksal erleiden! Und wer hat´s uns eigebrockt? Die POLITIKER, welche stets großzügig darüber hinweg hörten, wenn Experten von der Aufnahme ökonimisch schwacher Länder warnten. Und die heute immer mehr an gutem Geld dem bereits sinnlos verschleudertem nachwerfen. Ohne Garantie auf geringstem Erfolg...

Sie übersehen da etwas:

Wir sind mitten in einem Währungskrieg, den der schwächelnde Dollar dem Euro erklärt hat!

Die Amis fürchten um die Vormachtstellung ihres Dollars, was letztlich auch der Kriegsgrund gegen den Irak war, denn der gute Sadam wollte sein Öl in Euro fakturieren!

So besehen hat ein Spekulationsangriff gegen ein Nicht-Euro-Land keinen Sinn, ja ist sogar kontraproduktiv!

Nichtsdestotrotz ist das Nichteinhalten der Maastricht-Kriterien mit den ausufernden Staatsverschuldungen jetzt natürlich das Hauptübel, das es der Finanzspekulation ermöglicht, die Politik in den Würgegriff zu nehmen!

5 1

hat laut Erich Streissler NULL ökon. Verständnis !

Somit versteht er auch die Symbiose zwischen Kredit- u. wiederwahlsüchtigen, von soz. Wärme getriebenen Pseudosozialisten von SPÖVFP u. den renditegeilen Bankstern nicht. (laut Marx ist Sozialismus ein Projekt über Generationen u. nicht das sündteure Füttern "Frühpensionssüchtiger" u. anderer Versorgungsklassen). Nach 40 Jahren Umverteilungsgehirnwäsche u. der Mutation von der Arbeiter zur Pensionistenpartei glaubt niemand mehr an Wohlstand aus Wertschöpfung durch Leistungsanreiz, sondern an UMVERTEILUNG !! Auch die ÖVP ist von der Leistungsträger zur Bauern-u. Beamtenpartei mutiert.(in der Schweiz wäre sie vielleicht ganz links zu finden). Sie ist in der "Mitte" (Mehrheit der Transferempfänger) angekommen ! Echte zukunftsorientierte Politik ist bereits Minderheitenpolitik ((c) Wilhelm Molterer)

Re: hat laut Erich Streissler NULL ökon. Verständnis !

Leider haben Sie vollkommen recht!

ssid
22.07.2011 11:19
9 3

Faymann und ev. auch seine Kollegen

Schlussfolgerung für mich zur Aussage der Herrn Ortner:
Faymann (dumm) ist fehl am Platz für uns Österreicher.
Aber. er ist ein guter EU Politiker.
Die EU braucht solche "Dummschwätzer".


Antworten Gast: Burgenländer
22.07.2011 12:18
0 4

Geld hat neben der Funktion als Tauschmittel....

..... wichtige volkswirtschaftliche Aufgaben. In die Bankaufsicht gehören daher vertrauenswürdige Menschen. Wir hatten - so lange kann ich politisch denken, zwei Finanzminister die ihre Funktion für sehr persönliche Zwecke verwendet haben, dass diese Personen auch bei der Bestellung der Finanzaufsicht von persönlichen Interessen anstatt von volkswirtschaftlichen Interessen ausgehen ist natürlich naheliegend. Auch wenn man kein Funktionär der SPÖ ist und nicht einmal ein Wähler. Bankchefs haben es eben leichter als Politiker, da diese bloß die Interessen ihrer Bank wahrnehmen müssen, Politiker sollten die Interessen des Landes und der Menschen im Fokus haben. Übrigens: Finde ich es nicht richtig, dass die Geldbranche derart unbekümmert bloß die betriebswirtschaftlichen Antennen ausgefahren hatte, Geld hat nämlich insgesamt eine volkswirtschaftliche Aufgabe.

Gast: Burgenländer
22.07.2011 11:12
2 9

Lobbyisten.....

.... für die so genannte freie Marktwirtschaft, welche die Spielwiese für Spekulanten ist müssen natürlich der Argumentation des Herrn Ortner folgen. Allerdings jene seriösen Geschäfte die der Herr Ortner in seinem Kommentar anführt, sind doch nicht im Visier der Kritiker der überbordenden Finanzwirtschaft. Im Fokus der Kritik stehen die Lehrverkäufe, die Wetten auf sinkende und seigende Kurse so wie andere Papiere, die man unter dem Begriff "Derivate" zusammenfasst. Derivate sind -und das Herr Ortner werden auch sie hoffentlich nicht bestreiten - sind doch bloß "Abkömmlinge", die gleich "Abkömmlingen" aus dem Unbewussten verheerende Folgen haben können. Verschweigen - Herr Ortner - ist vielleicht nicht so gefährlich wie das Verdrängen, aber auch hier gilt: "Die Wahrheit wird euch frei machen." Die Verschuldung der Staaten ist ebenso ein übel, wie die Aasgeier des Kapitalismus und das sind jene die nicht genug bekommen können. Die tragenden Säulen der Gesellschaft sind jene Menschen die im Mittelstand leben und hier entweder als Unternehmer, Arbeitnehmer ..... ihre tägliche Arbeit verrichten und ordentlich ihre Steuern bezahlen. Es sind nicht jene die schnell reich werden, ihre Boote in Monte Carlo liegen haben und ihre Gelder auf Steueroasen. Wer diese Clique verteidigt, steht auf der falschen Seite. Punkt.

Antworten Gast: Kuya
22.07.2011 18:05
8 0

Re: Die Verschuldung der Staaten ist ebenso ein übel, wie die Aasgeier des Kapitalismus

. . . keiner will das Problem wahrhaben!
die Politiker verschulden mit ihrer Pfründe- und Privilegienwirtschaft skrupellos die Gesellschaft.
Nur ein Abbau der Pfründe- und Privilegienwirtschaft samt den Lobbyisten AK/ÖGB/ÖBB/Wien und ÖAAB/GÖD/NÖ/Raiba kann eine schuldenfreie, sozial gerechte Gesellschaft schaffen.

Antworten Gast: hobbit
22.07.2011 12:28
2 2

Re: Lobbyisten.....

Sie machen Ihrem Namen alle Ehre....

Es ist natürlich richtig, dass man mit Spekulanten weder den kleinen Sparer noch die Pensionsfonds meint, sondern sich in erster Linie gegen die Leerverkäufe und die Wettprofis unter den Finanzanlegern wendet. Aber auch das ist kurzsichtig und falsch.

Denn die Leerverkäufe und die Wetten sind ja nur dort möglich, wo sie erlaubt und rentabel sind. Beides trifft eben auf jene Länder bzw Staatsanleihen jener Länder zu, die hoch verschuldet sind. Die Spekulanten und Zocker nützen damit eine Situation aus, die durch die übermäßigen Schulden (kreditsüchtige Politiker und sozialleistungsaffine Wähler) verursacht wurden.

Aber das sagt der Feigmann natürlich nicht (und auch die anderen Politiker). Denn das ist unangenehm (wie es die Wahrheit meistens ist). Und unangenehme Botschaften sind in Österreich nicht mehrheitsfähig.

 
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