Kriminelle Roma sind Kriminelle wie alle anderen Kriminellen auch. Und?

Von CHRISTIAN ORTNER (Die Presse)

Keiner der zahllosen im KZ umgebrachten Roma wird dadurch wieder lebendig, dass Medien allfällige Kriminalität einzelner heutiger Roma-Gruppen mit zugedrückten Augen behandeln.

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Ist es irgendwie ungehörig, über kriminelle Aktivitäten einzelner Roma-Clans journalistisch zu berichten, weil die Volksgruppe der Roma zur Zeit des Nationalsozialismus schwerster Verfolgung bis hin zur Vernichtung in den Konzentrationslagern ausgesetzt war und auch nach 1945 in großen Teilen Europas weiterhin erhebliches Unrecht erleiden musste und muss?

Zu diesem – mehr als problematischen – Schluss konnte kommen, wer die teilweise hysterisch hyperventilierenden Kritikexzesse gegen das schweizerische Wochenblatt „Weltwoche“ für deren jüngste Titelgeschichte, „Die Roma kommen: Raubzüge in die Schweiz“, verfolgt.
So durch und durch geschmacklos das Cover illustriert war – ein kleiner Roma zielt mit einem Spielzeugrevolver auf den Betrachter –, so unangemessen und übertrieben war die Kritik daran.

Die Schweizer Schriftstellerin Sybille Berg verglich die „Weltwoche“ mit dem Nazi-„Stürmer“ (und exkulpiert diesen damit völlig). In den Internetforen seriöser Tageszeitungen brach ein „shitstorm“ übelster Art los („Drecksnazi“ war da noch einer der höflicheren Vorwürfe gegen den Chefredakteur). Und dem Wiener Restaurantkritiker Klaus Kamolz schließlich blieb offenbar vor Schreck das Wachtelei im Halse stecken, sodass er unverzüglich Strafanzeige wegen „Verhetzung“ gegen das Blatt erstatten musste.

Hätte die „Weltwoche“ die unverzügliche Errichtung einer Nazi-Diktatur gefordert, der österliche „antifaschistische Karneval“ (Rudolf Burger) hätte nicht heftiger toben können.

Interessanterweise versagte der antifaschistische Widerstand gegen Verhetzung und Rassismus jedoch völlig, als etwa das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (und andere seriöse Medien) in der jüngeren Vergangenheit über „Arabische Großfamilien“ und „Kriminelle Clans“ berichteten: „Mafiöse Ausländerclans mit tausenden Mitgliedern haben sich unter Ausnutzung rechtlicher Schlupflöcher, sozialer Leistungen und internationaler Kontakte zu dominierenden Größen der organisierten Kriminalität entwickelt.“

So ist es. Was daran jedoch weniger „verhetzend“ ist als die Titelzeile der „Weltwoche“, erschließt sich nicht wirklich.

Aber auch regelmäßige Berichte über die ambitionierten kriminellen Aktivitäten von süditalienischen Clans, etwa der 'Ndrangheta, sind bisher von den Tugendwächtern des juste Milieu regelmäßig anstandslos durchgewunken worden, obwohl es auch da um kriminelle Großfamilien – Clans und deren Geschäftsmodelle geht.
Der in diesem Zusammenhang einzige historische Unterschied zwischen kriminellen Clans aus dem Roma-Milieu, aus der arabischen Welt und aus Süditalien ist: erstere sind Opfer des Nationalsozialismus, die anderen beiden hingegen nicht.

Daraus den Schluss zu ziehen, die Berichterstattung über kriminelle Roma habe gleichsam mit im Zweifel zugedrückten Augen zu erfolgen, mag aus dem naiven Bedürfnis der Nachgeboren zu verstehen sein, die Verbrechen ihrer Vorderen auf diese Weise gutzumachen. Nur wird halt leider kein im KZ umgebrachter Rom dadurch wieder lebendig, dass die allfällige Kriminalität heutiger Roma dezent übergangen wird.




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26 Kommentare
 
12
Gast: kaisers.konrad@gmx.de
19.04.2012 14:36
0

Roma im Weinviertel

Das Heft 1/2012 zeigt die Probleme in Eibesthal ganz offen auf
http://www.roma-service.at/droma/droma-2011.shtml

nicht so verharmlosend wie hier
http://www.roma-service.at/dromablog/?p=16251

wer will eigentlich berichte über "allfällige kriminalität" verbieten?


es geht hier nicht darum, kriminalität totzuschweigen, wie ortner das glauben machen will, sondern um kritik an der rassistischen hetzpropaganda eines nicht unwichtigen schweizer wochenblattes, das die frechheit hatte, ALLE ROMA als diebe darzustellen. und das in zeiten, in denen verfolgung dieser gruppe in osteuropa auf der tagesordnung steht, menschen umgebracht werden, weil sie roma sind.

das will wohl ortner verschweigen. warum, kann ja dem regelmäßigen leser seiner kolumne nicht verborgen bleiben. er hält halt die fahne des fasch. sozialdarwinismus hoch, und roma&sinti sind einfach zu schön prügelknaben für diesen sogenannten "rechtskonservativen".

Gast: barney stinson
16.04.2012 13:14
3

ujujuijuijui

sehr gewagt herr ortner. jetzt müssens aber wirklich aufpassen, dass sie nicht von der meinungspolizei verhaftet werden;-)

Es stimmt,...

viele Menschen haben eine „Beißhemmung“ gegenüber den Nachkommen der unter den Nazis verfolgten Gruppen.

Sie gestehen ihnen aus einem kollektiven Schuldbewusstsein heraus ebenfalls einen gewissen Opferbonus zu, auch wenn dies nicht gerechtfertigt ist.

Herr Ortner hat mit seinen nüchternen Argumenten zwar recht, aber ich hatte beim Lesen seines Kommentars trotzdem ein ungutes Gefühl.

Es mangelt ihm meiner Meinung nach irgendwie an Empathie, sowohl für die Roma als auch für die oben genannten Menschen.

Insgesamt ist klar, man sollte vor allem in den Medien mit Pauschalurteilen über Volksgruppen vorsichtig sein. Es ist mies, mit reißerischen Schlagzeilen und Coverfotos nach Quote zu gieren.

warum so sensibel bei Roma?

wenn man genau hinschaut, sieht man, das pol korrekte Milieu wird dann über-sensibel wenn man genau in ihre eignen Wunden trifft...
dort wo sie selber wissen, das etwas wares dran ist, da tut es ihnen am meisten weh.... , da spielen sie sich als über genau auf.... denn am meisten stört sie die Pauschalisierung, "die Roma", dabei reden auch sie gerne von "Den Kapitalisten", den "Neoliberalen", den Rechten etc etc

Gast: Betrachter
13.04.2012 19:27
10

Ist Ö anders?

Kriminelle Roma sind Kriminelle wie alle anderen Kriminellen auch.

Marokkanerdiebe sind auch Kriminelle wie andere Kriminelle auch.

Die Ösis sehen in einer plakatierten Ablehnung von Kriminellen durch eine Partei einen rassistischen (??) Angriff und Verhetzung.

Antworten Gast: reflektierer
27.04.2012 09:23
0

Re: Ist Ö anders?

kriminell ist kriminell, das ist wahr.

aber die (sinnlose) verknüpfung zwischen herkunft und krimineller tat hat keinen wirklichen informationswert.

Es wird der individuellen Tat genausowenig gerecht, wie pauschal alle fpö politiker und politikerinnen als nazis oder rechtsextrem zu verunglimpfen. beides ist das gleiche (journalistisch schlechte) stilmittel.

Rein sprachlich gesehen wird damit auf sogenannte "Universalquantoren" gesetzt (immer, nie, alle), die übrigens ausgangspunkt zahrleicher psychischen erkrankungen (depression, z.b.) sind. so gesehen könnte man polemisch von "kranker argumentation" sprechen.

tu ich nicht. journalistisch wertlos ist angemessener. diesen wertlosen journalismus zu verteidigen macht keinen sinn. darüber nachzudenken, dass es eine tendenz zur einschränkung der meinungsfreiheit über das druckmittel PC gibt - darüber sollten wir dringend reden/ schreiben.

das ändert aber nichts daran, dass nicht jede meinung richtig ist - schon gar nicht jede publizierte. ;)

Gast: Austrianer
13.04.2012 15:12
20

Auf den Punkt gebracht!


20

AUSGEZEICHNETER ARTIKEL!

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Gast: kritischer leser
13.04.2012 11:43
2

Kriminelle Roma?

Das ist ja wirklich eine Chuzpe, wenn sich ein Pressekolumnist über die"politcal correctness"
aufregt.

Antworten Gast: Gast: Leser
14.04.2012 11:51
13

Re: Kriminelle Roma?

Gerade Ortner ist jemand, der sich der "political correctness" nicht unterordnet, ja sogar oft dagegenschreibt. Man muss der "Presse" ja dankbar sein, dass sie auch solchen Journalisten ein Forum bietet. Das würde etwa dem "Standard" nie einfallen.

Gast: Gast:cfg
13.04.2012 11:02
11

Kein Vorurteil

Herr Ortner nimmt hier eine richtige Gewichtung vor. Das inkriminierte Titelbild war sicher falsch. Aber es ist wohl auch korrekt zu sagen , dass eine grundsätzlich nicht sesshafte Lebensform auch kriminelle Risken birgt, da „normale“ Verdienstmöglichkeiten nur begrenzt möglich sind.

Re: Kein Vorurteil

Und deshalb hat es toleriert zu werden, oder wie?

völlig überzogen

Zuerst möchte ich mich für Ihre Webseite bedanken. Ich brauche und nutze sie, um unabhängige Informationen zu bekommen. Dann möchte ich mich für Frau Berg entschuldigen. Es ist mir etwas peinlich, wenn ich froh bin, diese Frau nicht mehr bei uns zu wissen...
Bei uns ist es keine Volksverhetzung, wenn rechte Gruppen, Menschen oder Parteien als "Nazi" bezeichnet werden, das gehört hier zum guten Ton gegen Andersdenkende und gefährliche politische Gegner. Das man damit die wirklichen Nazis weichspült, stört wohl nicht sonderlich. Auch in Deutschland haben wir noch vereinzelnd Kinder gezeugt und auch die fragen nach der Schule nach der Vergangenheit. Ich will, kann und darf die Verbrechen nicht relativieren, muß aber die Schuldfrage meines Volkes klarstellen : Wenn jedes Opfer von einem anderen Deutschen getötet worden wäre, wäre es immer noch eine Minderheit von Deutschen gewesen, die Schuld auf sich geladen hätte. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, wenn ich könnte, würde ich´s ungeschehen machen. Ich muß aber auch irgendwie meine Kinder schützen. Durch dauernde Angriffe, Verunglimpfung und der Schuldkult gegen sie werden sie abstumpfen. Das kann doch wohl keiner wollen.
Grüße aus Berlin, Bernd Schmieder (53)

wen wundert es,

dass ein ortner die augen zudrückt, wenn es um die volksverhetzer von der svp bzw ihren medialen ableger namens weltwoche geht?

da scheut er sich nicht, seriöse artikel in medien a la spiegel mit einer reisserischen geschichte in einem schmuddelblatt zu vergleichen.
und natürlich muss auch kollege kamolz durch hinweis auf seinen arbeitsbereich und auf wachteleier ans bein gepinkelt werden...

wer sich über ortner auf basis seiner artikel ein bild macht, muss zu schluss kommen: ein mieser charakter.

aber vielleicht hilft es einem empathie-unfähigen die sache mal aus persönlicher sicht wahrzunehmen.
bekanntlich hat ortner rotes haar.
es gibt unter den vielen vergewaltigern auch solche mit roten haaren.
wie wäre es also, wenn ein grenzwertiges medium wie die weltwoche ein titelbild von ortner bringt, mit der unterschrift "die rothaarigen vergewaltiger".

ebenfalls alles korrekt, herr ortner?

Antworten Gast: Gehirnforscher
16.04.2012 11:20
1

Re: wen wundert es,

Das muss dir aber ordentlich weh getan haben, so wie du da wo angrennt sein musst. Dein Vergleich ist so dämlich, dass man sich wundert, warum die Presse, offensichtlich aus Mitleid mit deinen intellektuellen Defiziten deinen Kommentar veröffentlich hat.

Gast: Gast: Leser
13.04.2012 10:42
12

Nicht neu

Es sei nur daran erinnert, dass sowohl Frankreich als auch Italien bereits in den vergangenen Jahren kriminelle Roma-Banden ausweisen wollten (bzw. ausgewiesen haben), obwohl sie EU-Bürger waren (Ungarn, Rumänien); das hat ja damals auch einen Proteststurm in linken Gutmenschen-Kreisen entfacht.

Gast: Bernd Sch
13.04.2012 10:21
1

völlig überzogen

Zuerst möchte ich mich für Ihre Webseite bedanken. Ich brauche und nutze sie, um unabhängige Informationen zu bekommen. Dann möchte ich mich für Frau Berg entschuldigen. Es ist mir etwas peinlich, wenn ich froh bin, diese Frau nicht mehr bei uns zu wissen...
Bei uns ist es keine Volksverhetzung, wenn rechte Gruppen, Menschen oder Parteien als "Nazi" bezeichnet werden, das gehört hier zum guten Ton gegen Andersdenkende und gefährliche politische Gegner. Das man damit die wirklichen Nazis weichspült, stört wohl nicht sonderlich. Auch in Deutschland haben wir noch vereinzelnd Kinder gezeugt und auch die fragen nach der Schule nach der Vergangenheit. Ich will, kann und darf die Verbrechen nicht relativieren, muß aber die Schuldfrage meines Volkes klarstellen : Wenn jedes Opfer von einem anderen Deutschen getötet worden wäre, wäre es immer noch eine Minderheit von Deutschen gewesen, die Schuld auf sich geladen hätte. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, wenn ich könnte, würde ich´s ungeschehen machen. Ich muß aber auch irgendwie meine Kinder schützen. Durch dauernde Angriffe, Verunglimpfung und der Schuldkult gegen sie werden sie abstumpfen. Das kann doch wohl keiner wollen.
Grüße aus Berlin, Bernd Schmieder (53)

Gast: mir reichts
13.04.2012 09:44
7

xxx

es ist mehr als übel und nicht gerechtfertigt, minderheiten bzw kriminelle teile davon unter einen quargelsturz zu stellen, wenn man meint, die sünden der vorderen dadurch wiedergutzumachen, indem man diese auf die nachgeborenen loslässt.

die ungerechten urteile bei minderheiten, bei gleichen vergehen von einheimischen, die die volle härte des gesetzes trifft, ist auch nicht gerechtfertigt.

damit schürt man ressentiments und wut.

man kann die vergangenheit nicht ungeschehen machen, indem man einer einst verfolgten minderheit in der gegenwart privilegien erteilt, die die einheimischen nicht so haben.

das ist in meinen augen nämlich auch rassismus. ob das den ausführenden auch so bewusst ist? rassismus gegen die mehrheit? ich fürchte nein.

Gast: HA
13.04.2012 09:34
4

Äpfel mit Birnen

Regt sich jemand über süditalienische Mafia-Clans auf, dann wird das üblicherweise nicht mit der Überschrift "Die Italiener kommen" gemacht. Wäre das so, dann wäre der Vergleich zulässig, denn dann wäre das eben genauso wie in der Weltwoche gegen eine gesamte Volksgruppe gerichtete Verhetzung. Herr Ortner vergleicht aber hier Äpfel mit Birnen.

Gast: beschwerer
13.04.2012 08:54
15

kärnten

bzw. dessen bewohner werden derzeit ja auch durch lustige facebooker inklusive grünpolitiker als "nazi" abgestempelt. aber das ist natürlich garaaar keine verhetzung..., darum wird herr kamolz auch nicht öffentlichkeitsheischend klagen, weil er ebenfalls dieser meinung sein dürfte

Gast: WFL
13.04.2012 08:51
5

Korrektur zu Sybille Berg

Sybille Berg ist gebürtige DDR-Deutsche aus Weimar, die in der Schweiz lebt. Also nicht wirklich eine "Schweizer" Schriftstellerin.

10

Die Schutzfunktion des Staates

Die europäischen Staaten (und einigermaßen auch die USA) beginnen schon ihre Schutzfunktion gegen Rechtsbrecher aufzugeben. Anständige Bürger rechen damit noch und ... leiden. Der Staat kümmert sich mehr um die Rechte von Kriminellen und sogar von verurteilten Verbrechern, als um die Rechte der Opfer. Pech gehabt! Wohin das führt, wird sich erst weisen, aber ich ahne Böses für die Demokratie in zunehmend verkommenden Rechtstaaten.

Ein sachlich mehr als gerechtfertigter guter Kommentar!

Sehr geehrter Herr Ortner! So kritisch ich viele Ihrer Beiträge hinsichtlich wirtschaftspolitischer Themen beurteile, so sehr ist es erfreulich, wie offen und aufrichtig sie andere Themen aufgreifen, bei denen andere es an Ehrlichkeit fehlen lassen. Mit diesem Artikel haben Sie dies wieder unter Beweis gestellt. Dieselbe Linie habe ich bei ihren sachlich zutreffenden Kommentaren bezüglich des Nahostkonfliktes erkennen können.
Anerkennung für Ihre Aufrichtigkeit!

Ich kann mich

nur wiederholen: BRILLIANT!

Antworten Gast: derpunktist
17.04.2012 08:33
0

Es fehlt eine wichtige Stimme

In allen Diskussionen über angeblich unangemessene (weil sehr scharfe) Kritik über das - unrichtige (kriminelle, extremistische) - Verhalten von Mitgliedern bestimmter ethnischer, religiöser, sozialer und sonstiger Gruppen, die sich in einer größeren (ethnischen, religiösen, sozialen etc.) Gruppe befinden, FEHLT mir die Stimme von Representanten der Mehrheit dieser Gruppen, die dieses Verhalten ebenso scharf kritisieren. Das ist bei der Kritik an kriminellen Banden ebenso wie bei der Kritik an politischen oder religiösen Extremisten. Pauschalurteile erzielen erst dann eine Wirkung, wenn sich die Mehrheit der von dem Urteil gar nicht Gemeinten schweigend auf die Seite der wirklich Angesprochenen stellt. Würde sich die Mehrheit der jeweiligen Gruppen ehrlich, öffentlich wahrnehmbar und wirksam damit beschäftigen, die 'schwarzen Schafe' in ihren Reihen zur Unterlassung des kritisierten Verhaltens zu verhalten, wäre das schon die halbe Lösung der meisten Probleme. Damit würde vor allem am wirksamsten den Pauschalurteilen entgegengewirkt. Solange die Mehrheit der angesprochenen Gruppen untätig bleibt, macht sie sich der schweigenden Gutheißung schuldig, und wird das Vertrauen der größeren Gruppe, in der sie sich befindet, nicht erlangen. Und das latente Bauchgefühl, dass an dem Pauschalurteil doch irgendetwas dran ist, nicht loswerden.

 
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