20.06.2013 14:07 Merkliste 0

Wer Visionen von Staatsunternehmen hat, der braucht wirklich einen Arzt

CHRISTIAN ORTNER (Die Presse)

Die Regierung wird also Telekom & Co. nicht weiter privatisieren. Warum eigentlich beteiligt sich der Staat nicht endlich auch an Supermärkten, Bäckereien und Brauereien?

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Dass der Staat als Besitzer von Unternehmen ganz besonders grottenschlecht geeignet ist, hat er in Österreich seit 1945 auf geradezu monumentale Art bewiesen: von der alten verstaatlichten Industrie der 1980er-Jahre bis zur AUA des frühen 21. Jahrhunderts zieht sich eine lange und teure Perlenkette diesbezüglichen staatlichen Versagens durch die österreichische Wirtschaftsgeschichte.

Die Republik hat völlig zweifelsfrei bewiesen, dass sie keine Stahlwerke betreiben kann, keine Airlines oder Flughäfen führen oder auch nur eine simple Abflughalle zu erträglichen Kosten errichten kann. Heutige junge Steuerzahler blechen noch immer für längst untergegangene Staatsbetriebe, von denen sie vermutlich nicht einmal mehr den Namen kennen.

Wer nach dieser unendlichen Geschichte staatlichen Versagens als Unternehmer noch immer daran glaubt, staatliches Eigentum an Unternehmen sei irgendwie sinnvoll, der gehört eigentlich in seinem eigenen Interesse auf der Stelle besachwaltet.

Es überrascht deswegen nicht wirklich, dass die Bundesregierung trotz dieses geradezu gerichtsfesten Befundes auch nach dem jüngsten Einstieg des Milliardärs Carlos Slim bei der Telekom Austria keinerlei sichtbare Ambitionen zeigt, endlich die (noch von der ÖIAG verwalteten) Staatsanteile an der OMV, der Post und eben der Telekom zu verkaufen und mit dem Erlös von mindestens fünf Milliarden die Staatsschulden etwas zu vermindern.

Ganz offenbar hält es diese Bundesregierung auch weiterhin tapfer für eine zentrale Aufgabe des Staates, Tankstellenshops und Zustelldienste zu betreiben oder Telefonwertkarten zu verkaufen. Ist ja auch ein naheliegender Gedanke: Würden OMV, Post und Telekom vollständig privatisiert, würden am nächsten Tag gierige Spekulanten und Zocker neue Eigentümer werden und dafür sorgen, dass die Bevölkerung keinen Sprit, keine Post und keine SMS mehr bekommt.

Dieser Logik folgend, müsste der Staat eigentlich schnell Beteiligungen an Billa und Spar, an der Bäckereikette Anker und der Ottakringer Brauerei erwerben, denn schließlich ist die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln zumindest so wichtig wie jene mit Benzin und Briefen.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, eine Art ungeouteter Sozialdemokrat im ÖVP-Regierungsteam, bräuchte sich dann nicht damit begnügen, seine latenten planwirtschaftlichen Ambitionen bloß an der Mineralölwirtschaft abzuarbeiten, sondern könnte noch leichter auch die bekanntlich von neoliberalen Zockern verursachten saisonalen Schwankungen des Spargelpreises in Preiskorridore zwingen.

Dass die Regierung aus dem manifesten Scheitern der Ideologie staatlichen Eigentums an Unternehmen den Schluss zieht, der Staat müsse auch weiterhin Miteigentümer von Unternehmen sein, dürfte bei der SPÖ eine Art Gendefekt sein, bei der ÖVP hingegen an schierem Opportunismus liegen. Denn das Konzept der Privatisierung ist in der öffentlichen Meinung kräftig diskreditiert (nicht zuletzt dank der Mithilfe Karl-Heinz Grassers).

Und da glaubt die ÖVP natürlich, sich als Herz-Jesu-Sozialdemokratie verkleiden zu müssen, um vom Wähler nicht jener gerechten Strafe zugeführt zu werden, die die Natur für eine Partei vorsieht, die derart orientierungslos in der Gegend herumsteht. Aufgehen wird die Rechnung eher nicht.


Reaktionen senden Sie bitte direkt an: debatte@diepresse.com


Zum Autor:

Christian Ortner ist Kolumnist und Autor in Wien. Er leitet „ortneronline. Das Zentralorgan des Neoliberalismus“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.06.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
52 Kommentare
 
12

Das problem ist, dass privatisierungen einen sehr schlchten ruf haben!

dank grasser und co!
Mir persönlich läuft auch ein bisschen kalter schauer über den rücken wenn ich daran denke dass die omv, post,flughafen anteile veräußert werden.

einfach weil ich als bürger das gefühl habe da abgezockt zu werden!
Denn ich habe kein interesse daran, dass sich irgendwelche der regierung freundlich gesonnene entscheidungsträger länge mal breite am verkauf von staatseigentum bereichern, und über irgendwelche dubiosen beraterverträge millionen kassieren während beim beiterverfahren gaaaaanz zufällig der überlegne bieter nur um 1 lächerliche milllion mehr geboten hat als der konkurent!

Bevor es in österreich keine anständige justiz gibt, die die (ex)politker für ihre verbrechen zur verantwortung zieht, sind privatisierung einfach zu risikolos um sich auf staatskosten zu bereichern!

mit wärs auch lieber der flughafen wäre frei von den unfähigen rot schwarzen bonzen aus wien und nö, denn wie die bei skylink abgechased haben macht mich wirklich wütend, dennoch traue ich eben genau diesen politikern nicht, dass sie nicht auch beim verkauf wieder länge mal breite abchasen werden, da sie eh nicht befürchten müssen von der unfähigen justiz ertapt zu werden!

Zu platt

Dieser Kommentar ist zu platt und zu polemisch.

Es handelt sich um Infrastrukturunternehmen, da spielt prinzipiell durchaus Versorgungszuverlässigkeit eine Rolle.

Und zu "keine SMS und keinen Brief bekommen" - vor 2 Wochen 8stündiger Netzausfall bei einem privaten Betreiber, von privaten Zustelldiensten erhält man bestenfalls jedes 3. Paket.

Re: Zu platt


private anbieter sind per definitionem perfekt und unfehlbar. falls sie es, wie anhand der von ihnen erwähnten beispiele ersichtlich, doch nicht sind, dann kann das nur heißen...

...dass da immer noch zuviel staatliche regulierung im busch ist, die die effizienten privatanbieter förmlich dazu zwingt ihre aufgabe nur unvollkommen, schlecht oder gar nicht zu erfüllen. für marktfanatiker gibts einfach kein marktversagen und wenn, dann ist auch der staat schuld. so einfach ist das.

Antworten Antworten Gast: Martin_S
27.06.2012 13:14
0 0

Re: Re: Zu platt

Es sprach Charles James "red sox"

Sozialismus endet konsequent geführt u. historisch belegt immer in Moskau, Peking oder Pjöngjang !


Schon vor 70 Jahren wusste A.F. von Hayek, dass Sozialismus in Knechtschaft endet u. von falschen Annahmen ausgeht u. wissenschaftlich NICHT belegbar ist !

Ca. 100 Mio Menschenleben hat der Nationalsozialismus, Bolschewismus, Maoismus und Pol-Potismus gekostet.

Na ja, ein bisserl Umerziehung halt !

Doch nach 40 Jahren Umverteilungs-Gehirnwäsche wird die Symbiose von starkem Staat (nicht AUFGEBLASEN) u. starker Wirtschaft als Rückgrat unseres Wohlstandes kaum verstanden.

Gratulation, werte unSozialpartner !!

Zum Vergleich

Zum Vergleich lese man den Beitrag von Geoffrey Geuens, dann nochmals Ortners Kolumne: Wer hat den größeren Horizont?

Gast: Unternehmer
23.06.2012 18:00
0 0

Sehr enttäuscht Herr Ortner ?

Georg Kapsch, designierter IV-Präsident : " Ich bin sicher kein Neoliberaler, ich bin ein Sozialliberaler. "

"SOZIAL" ist aller laster anfang


sozialliberaler? damit hat sich gen. kapsch in den augen von ortner als fünfte kolonne moskaus enttarnt. total links-link dieser typ! nicht besser als lenin, sta.li.n und po.l-po.t!

weil wo das wort "sozial" vorkommt wittert o., kritischer intellektueller der er ist, natürlich sofort DAS BÖSE. beweis: SOZIALdemokratie, SOZIALversicherung, SOZIALstaat...mit "sozial" fängts immer an, und dann kommt schon die steuerfahndung und enteignet die dynamischen leistungsträger, wie KHG et al.

ps: hoffe, dass sich ortner bald mal diese "SOCIAL (sic!!!) media" vorknöpft. will gar nicht wissen, was sich dahinter für linke weltverschwörungen verbergen...

Gast: Garstiger Gast
22.06.2012 16:34
1 0

Ich gehöre besachwaltet - von Herrn Ortner vielleicht?

Ganz schön polemisch, werter Herr. Es gibt m.M. tatsächlich Schlüsselbranchen, in denen die Lehre vom reinen Markt nicht zielführend ist. Ein Wesensmerkmal eines funktionierenden, freien Marktes ist u.a., dass Unternehmen entstehen und wieder zusammenbrechen. Das ist in Bereichen, in denen die Versorgungssicherheit auf dem Spiel steht (z.B. Energie) aber keine gute Idee. Die Versorgung mit Gas und Strom auf eine Stufe zu stellen wie die mit Bier oder Brot ist pure Polemik und/oder vollständige volkswirtschaftliche Unwissenheit. Haben Sie jemals eine Mikro-Vorlesung besucht (und sind inhaltlich mitgekommen)? Ähnlich problematisch wird es, wenn natürliche Monopole profitmaximierend betrieben werden. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Klar, die Telekom soll ruhig eingehen, auch ich hasse die Post und mit der ranzigen Bahn fahre ich keinen Kilometer. Aber bevor sich russische Oligarchen sämtliche Energieversorger unter den Nagel reißen können sehe ich sie noch lieber in Händen österreichischer Bürokraten, Tunichtgute und Proporzler.

Re: Ich gehöre besachwaltet - von Herrn Ortner vielleicht?

Auch private Bahngesellschaften, Telekomunternehmen, Stromgesellschaften, Gasversorger, Wasserversorger etc. unterstehen der Gesetzgebung und dem jeweiligen Regulator.

Antworten Antworten Gast: Fragender????????????
23.06.2012 07:59
0 2

Re: Re: Ich gehöre besachwaltet - von Herrn Ortner vielleicht?

"Auch private Bahngesellschaften, Telekomunternehmen, Stromgesellschaften, Gasversorger, Wasserversorger etc. unterstehen der Gesetzgebung und dem jeweiligen Regulator."
... und dürfen daher nicht in den Konkurs gehen?

Soll das dann so, wie bei den Banken laufen? Gewinne sind privat, Verluste öffentlich?

Re: Re: Re: Ich gehöre besachwaltet - von Herrn Ortner vielleicht?

Was heißt "soll dann"? Die Marktöffnung samt Regulator ist seit etwa 15 Jahren die Gesetzeslage, zuerst nur für die Telekommunikation, mittlerweile auch für alle anderen Versorger mit Ausnahme von Wasser.

Mit Gewinn und Verlust hat das nur wenig zu tun. Es geht im Reglement um den Schutz der kleinen Anbieter vor Marktmachtmißbrauch durch die Großen, und andererseits um den Schutz der Kunden.

Re: Re: Re: Ich gehöre besachwaltet - von Herrn Ortner vielleicht?

"Gewinne sind privat, Verluste öffentlich" ist einer der allerdümmsten Sprüche!
Richtig wäre: "Gewinne muß man mit dem Staat teilen, Verluste hat man ganz allein!"

Von den Gewinnen läßt der Staat dem Unternehmer sowieso gerade nur so viel, damit er nicht aufgibt, an Verlusten beteiligt er die Steuerzahler immer nur dann, wenn es um seine eigenen geht!

Die Banken, die mit unserem Geld gerettet wurden, waren durchwegs solche, die von Politikern gelenkt werden, oder kennen sie eine echte Privatbank, die gerettet wurde?

Und diese Banken wurden auch nur deshalb gerettet, weil die Politik nicht ohne Schuldenmachen leben kann. Wenn die Banken, bei denen man Geld borgen kann, weg sind, bricht die ganze Politik zusammen! Die Politik hat sich nur selbst gerettet!

@Garstiger Gast: Auch Schlüsselindustrien wie die Energieversorgung werden effizienter nach kaufmännischen als nach politischen Grundsätzen geführt. Gefährlich sind da nur Monopole, die nicht nur politisch sondern auch wirtschaftlich schädlich sind. Das muß unbedingt verhindert werden!

0 0

Re: Re: Re: Re: Ich gehöre besachwaltet - von Herrn Ortner vielleicht?

Ja die aller erste Bank in Österreich war schon eine Privatbank, nämlich die "Semper Constantia Privatbank".

Dann kam die Erste Bank Group (in privatem Besitz).. also es hat durchaus auch private Banken erwischt.

Zu dem Punkt, dass besonders Politiker diese Krise verursacht haben möchte ich anmerken, dass der Staat eben nicht Hauptaktionär der meisten Banken damals war, sondern Private!

Zu dem ewigen Punkt des Schuldenmachens.

Die Schulden sind in der Eurozone sogar zurück gegangen (gemessen am BIP).

Hier ein paar Beispiele:

Italien: 120 % (1995) - 107 % (2007)

Spanien: 61 % (1995) - 38 % (2007)

Irland: 82 % (1995) - 28 % (2007)

Portugal: 61% (1995) - 63 % (2007)

Sie sehen also, dass die Aussage die Politiker hätten über ihre Verhältnisse gelebt, sich nicht anhand der Zahlen beweisen läßt. Ebenso die Schlußfolgerung, dass sie deshalb die Banken gerettet hätten, weil sie ihre Lebensart nicht ändern wollten.

Seid 2008 sind die Staatsschulden massiv gestiegen, eben nicht weil wir uns seid damals eine Party im Sozailstaat erlauben sondern weil wir sozialisierte Bankenschulden haben. Wenn man also ständig von Privatisierung spricht, dann bitte auch das Risiko privat halten.

Marktwirtschaft ohne Konkurs ist wie das Christentum ohne Hölle.

Private Aktionäre sollten dies das nächste Mal beherzigen wenn sie nach der "allgemeinen Privatisierung" jedwedes Gutes bzw. Verantwortung in diesem Staat schreien!

Re: Re: Re: Re: Re: Ich gehöre besachwaltet - von Herrn Ortner vielleicht?

Die Banken wurden nicht im Interesse der Aktionaere, sondern im Interesse der Sparer gerettet.

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ich gehöre besachwaltet - von Herrn Ortner vielleicht?

Also die wenigsten Sparer wären davon betroffen gewesen. Eben weil die wenigsten von ihnen mehr als 100.000 Euro pro Bankinstitut liegen hatten (Einlagensicherung). Das manche Kontoinhaber etwas verloren hätten wäre richtig gewesen, aber die Anzahl wäre verschwindet gering gewesen.

Wir hatten besonders die Interbankschulden gerettet mit diesem Bankenrettungspaket und das war im Interesse der Aktionäre dieser Banken und nicht der Sparer!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ich gehöre besachwaltet - von Herrn Ortner vielleicht?

Die Constantia Privatbank ist aber nicht wegen der "faulen" US-Immobilienpapiere in Schwierigkeiten geraten sondern wegen ihrer engen Zusammenarbeit mit dem Betrüger Madoff.
Die "Erste" hatte auch kaum solche faulen US-Papiere, der glaubte man wegen ihrer Ostkredite helfen zu müssen, was noch gar nicht nötig war. Die "Erste" wollte auch schon sehr bald zurückzahlen, was der Staat nicht akzeptierte, wohl weil ihm die Zinseinnahmen ganz gelegen kamen.

Wegen dieser Banken hätte sich der Staat wohl nicht so ins Zeug gelegt, es sollten vor allem Banken, die von der Politik gelenkt wurden, gerettet werden.


Gast: 1. Parteiloser
22.06.2012 15:14
2 0

Die Planwirtschaft in Österreich wird doch laufend ausgebaut!

Die erfolgten Privatisierungen wurden ja auch unvollständig durchgeführt und haben den Parteieneinfluss, die Planwirtschaft, gehalten. Die Planwirtschafter Österreichs haben das sogar noch bei börsennotierten Unternehmen wie dem Verbund, der Telekom, dem Flughafen Wien etc. geschafft und nach der Privatisierung den grausigen Posterl- und Amterlschacher genauso aufrecht gehalten wie auch das korrupte Honorarnotenschreiben.

Wiens Planwirtschaft ist ja schon traditionell und hält sich selber sehr viele "Unternehmen". Perfektioniert wurde das staatliche Verwirtschaften mit dem Ausverkauf der Infrastruktur durch CBL Verträge (Leasing sind ja nominell keine Schulden!) ans Ausland. Die Krönung des Versagens der Planwirtschafter war dann aber das Verwirtschaften von mehr als 1 Mrd. Euro in einer "staatlichen Privatstiftung". Auch für diese schwere Vergehen und den korrupten Posterl- und Amterlschacher sitzt Keiner ein. Bei einem korrupten Inseratenkanzler aber auch kein Wunder.

Österreich hat aber auch schwarze Planwirtschafter wie am Beispiel von NÖ deutlich sichtbar wird. Da geht es um die "private EVN" genauso wie um die Nebenbahnen und die Skigebiete oder Messezentren und Agrarbetriebe. Dazu noch der der riesige Genossenschaftsbereich, welcher unter Kontrolle der schwarzen Planwirtschafter ist.

Die sind so hin in der Birne, dass es in Österreich schon eine 3/4 Planwirtschaft gibt, also einen 3/4 Kommunismus und ein Verwirtschaften in unglaublichen Ausmaßen.

1 2

Re: Die Planwirtschaft in Österreich wird doch laufend ausgebaut!

Bevor sie vom Kommunismus faseln sollten sie Geschichte lernen.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.06.2012 17:59
2 0

Re: Re: Die Planwirtschaft in Österreich wird doch laufend ausgebaut!

Was den Kommunismus und das Leben im Kommunismus betrifft, dazu brauch ich keine Geschichte lernen. Ich habe 1 Jahr, in den 80ern, in Russland gelebt. Ich habe auch in den späten 80er viele Reisen in die Comecon Länder gemacht.

Ich kenne den Kommunismus und seine Auswirkungen sehr genau. Sie müssen offensichtlich dafür die Geschichtsbücher bemühen. Trotz dieser Bemühungen können Sie aber noch immer nicht begreifen, dass Staatswirtschaft immer eine Planwirtschaft und Planwirtschaft immer zu einer Mangelwirtschaft wird.

Sie können wahrscheinlich auch nicht begreifen, dass die Gleichmacherei jedes schöpferische Handeln der Menschen unterdrückt und jede Leistungserbringung für die Gesellschaft reduziert. Sie können wahrscheinlich nicht erkennen, dass Österreich sehr breite planwirtschaftlich organisierte Bereiche hat, alle heute schon mit Mangelerscheinung. Und, Sie können wahrscheinlich auch nicht im Ansatz begreifen, dass das verpf. Vorschuljahr und die NMS genau in die Richtung einer Gleichmacherei einer Planwirtschaft geht.

Ich brauche betreffend dem praktizierten Kommunismus, von den Kommunisten Sozialismus genannt, auch betreffend der Planwirtschaft und deren Auswirkungen, wirklich kein Geschichte lernen. Das kenne ich alles aus meinem eigenen Leben, also aus 1. Hand.

Vielleicht bist Du aber auch nur ein kleiner Stalin, welcher mit der Macht der Gesetzgebung den Mitmenschen seine eigene Ideologie aufzwingen will!

wenn wir in ö 3/4 kommunismus haben...


...wie ist es dann möglich, dass wir trotzdem eines der reichsten länder der welt sind? wieso wollen alljährlich tausende menschen in diesen elendigen von soz. planwirtschaft verseuchten staat ziehen? wieso fallen bei uns auf der straße die leute nicht reihenweise um vor hunger, weil die ineffiziente planwirtschaft sie nicht zu ernähren vermag?

also entweder funktioniert der kommunismus...oder ihr hi.rn tut es nicht. tertium non datur, wie der sozialist sagen würde...

Re: wenn wir in ö 3/4 kommunismus haben...

unsere wirtschaft floriert, weil sie ein blinddarm der deutschen wirtschaft ist.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
22.06.2012 16:41
2 0

Re: wenn wir in ö 3/4 kommunismus haben...

Österreich gehört doch in Wirklichkeit nicht zu den reichsten Ländern der Welt, hat auch nie zu den reichsten Länder der Welt gehört.

Dieser Unsinn kommt nur durch eine Fehlinterpretation der Zahl BIP pro Einwohner.

In die BIP Berechnung gehen aber auch die Korruptionsgelder als Leistung rein, auch wenn diese nur einen volkswirtschaftlichen Schaden bringen.

Auch staatliche Investitionen gehen zu Kosten rein, egal welche Leistung oder welcher Nutzen für die Gesellschaft dahinter steht. Würde Österreich einen Tunnel von 2 cm Durchmesser mit einer Länge von 10 cm bohren lassen und dieser Tunnel 10 Mrd. Euro kosten, dann ginge auch das nominelle BIP um die 10 Mrd. nach oben. Beim Bahnhof St. Anton am Arlberg war es auch so ähnlich. Kostete 2 Mrd. ATS und wird von keinen 100 zahlenden Bahnfahrern pro Woche genützt!

Auch die staatlichen Dienstleistungen gehen zu Kosten als Leistung ins BIP, die nutzbaren Leistungen für die Gesellschaft bleiben vollkommen ausgeblendet. Die Schulen in Österreich kosten ja auch um 54% mehr als in D, also bringen nach dem BIP die Ö Schulen auch eine um 54% höhere Leistung!

Die Wahrheit zum Reichtum Österreichs können Sie den Armutsberichten entnehmen (mehr als 1/2 Mio. Menschen manifest arm, mehr als 1 Mio. Menschen armutsgefährdet!) oder auch den Einkommensstatistiken. 2,7 Mio. steuerpflichtige Ö (von ca. 6,5 Mio.) müssen schon mit weniger als 786.- Euro pro Monat /14/12) leben!

Ein hässliche Fratze dieser Planwirtschaft, oder?

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
22.06.2012 16:51
3 1

Noch eine hässliche Fratze der Ö Planwirtschaft!

Diese Regierung ist sozialdemokratisch geführt und hat auch einen Sozialdemokraten als Sozialminister.

Diese Sozialisten buchen dann aber auch noch Ruhegenüsse bis über 100.000.- Euro pro Jahr unter Soziales, halten sich aber schon mehr als 1/2 Mio. Menschen in manifester Armut.

Die Sozialisten bezahlen den eigenen Genossen bei der OeNB und bei ORF dazu noch "Privatpensionen" welche jenseits von Gut und Böse sind, natürlich auf Kosten der Mitmenschen.

Diese roten Planwirtschafter haben in Österreich aber auch schwarze Hilfe. Die WKO nimmt ja auch Zwangsbeiträge zur Versorgung der eigenen Bonzen und Bonzerln im Ruhestand. Erst wurde Zwangsbeiträge der Mitglieder zur Bereicherung der Beschäftigten im Alter (bei Nullleistung für die Gesellschaft) zurückgelegt. Dann wurden diese Gelder verzockt und nun werden die Zwangsabgaben direkt an die Ruhegenießer umgeleitet. Das wäre in einer reifen Gesellschaft, unter Berücksichtigung der Menschenrechte, niemals möglich. Das geht nur mit der Macht der Gesetzgebung ind in den geschützten Bereichen, natürlich auf Kosten der Mitmenschen.

Die Planwirtschaft funktioniert auch in Österreich immer weniger, zeigt aber immer mehr die hässliche Fratze der Mangelwirtschaft für die Masse und der Selbstbedienung der Bonzen samt deren Korruption.

Lesen Sie die Armutsberichte der letzten 10 Jahre und schauen Sie sich den Trend an!

Antworten Gast: 1. Parteiloser
22.06.2012 15:56
2 0

Österreichs Planwirtschaft anhand des BIP Anteils!

Alle Bereiche der öff. Hand, also die Staatsausgaben, fallen genauso darunter wie auch sämtliche Parteibonzenhochburgen, wo in eigener Sache Verwirtschaftet wird. Staatswirtschaft ist ja immer Planwirtschaft, genauso wie viele andere Bereiche unter Parteienkontrolle auch planwirtschaftlich organisiert sind.

Letztes Jahr hatte Österreich, alleine durch die Staatsausgaben, schon 52% des BIP als Planwirtschaft.

Dazu kommen noch etwa 20% des BIP durch die Staatsunternehmen, besonders der Versorger, aber auch ÖBB, ORF und sonstige Unternehmen im direkten oder indirekten Staatsbesitz.

Dazu kommen noch die Genossenschaften (auch Banken!), welche zusammen auch etwa 10% des BIP kontrollieren.

Der verbleibende Rest an freier Wirtschaft wird dann noch mit einem jährlichen Fördervolumen von gut 15 Mrd. Euro in die gewünschte Richtung der Planwirtschafter gebogen.

Planwirtschaft entwickelt sich aber immer zu einer Mangelwirtschaft, welche von Bonzentum, Posterl- und Amterlschacher und Korruption genauso begleitet ist wie auch von einem geringen Nutzen (Leistung) für die Gesellschaft. Die Telekom und die ÖBB sind gute Beispiele des Verwirtschaftens, die AUA auch geeignet genauso wie der Konsum und die Bawag. Dazu passend aber auch die HGAA und die Hypo Tirol oder die "Privatstiftung der Stadt Wien", auch die Veranlagung der Wohnbaugelder in NÖ.

Österreich wird in einem riesigen geschützten Bereich mit Millionen Transferleistungsbezieher ersticken (müssen).

Politiker können niemals gute Unternehmer sein, sie haben völlig entgegengesetzte Ziele!

Das oberste Ziel eines Politikers ist es, wieder gewählt zu werden. Er macht daher immer das, was ihm die meisten Wählerstimmen bringt aber nie im Leben das, was den Gewinn des Unternehmens maximiert!

Gewinnmaximierung ist für die Politik sowieso "pfui", wer aber nicht immer nach höchstem Gewinn strebt, hat sehr bald gar keinen mehr!

Das ist auch der Grund, weshalb Politiker niemals gute Investitionsentscheidungen treffen können. Den Markt beobachten und das tun, was den meisten Erfolg verspricht, ist nicht ihr Geschäft. Deshalb werden Dauerarbeitsplätze, die ihr Geld auch verdienen, immer nur von Privaten und niemals von der Politik geschaffen!

Die einzig sinnvollen Investitionen, die Politiker machen können, sind solche in die Infrastruktur. Aber die wirken auch nur dann, wenn damit Engpässe beseitigt werden, sonst sind sie nutzlos.

Politische Konjunkturprogramme haben nur Erfolg, wenn es damit für Private leichter wird, ihren Geschäften nachzugehen. Leider schreien aber (links angehauchte) Wähler immer wieder nach staatlichen Investitionen, die zwar ein Strohfeuer entzünden aber nicht nachhaltig Wärme verbreiten können!

 
12

Mehr Quergeschrieben:

Top-News