25.05.2012 21:50 | Meine Presse Merkliste 0

Der böse Ausschuss

ERNA LACKNER (Die Presse)

Der Medienfall Kampusch darf kein politisches Feigenblatt sein.

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Aufklärung ist bis heute keine Stärke im gemütlichen Österreich. Wir mögen es eben nicht so gern hell, haarscharf, hart, sachlich, gründlich, prägnant. Auch politisch haben wir es lieber wohnlich. Warum das so gekommen ist, ist eine lange Geschichte, die auch viel mit Wissen und Macht zu tun hat. Und obwohl wir heute in einer Republik leben, passt es manchen demokratischen Fürsten noch immer nicht immer, wenn das Volk allzu viel mitbekommt. Es könnte aufwachen. Wie anders (als mit „Wissen ist Macht“ und Machterhalt) ist es sonst zu erklären, dass ein in der westlichen Welt ganz normales Instrument des Parlaments, ein Untersuchungsausschuss, stets eine abgründige Abscheu hervorruft und von vornherein nur als parteipolitischer Racheakt betrachtet wird? Das Verhältnis der österreichischen Politik zur demokratischen Kontrolle ist vordemokratisch.

Und steht er dann fest, der grausliche, dumme, böse U-Ausschuss, dann wissen selbst seine Befürworter kaum damit umzugehen. Gegebenenfalls benützen sie ihn als Unterpfand für parteipolitische Kuhhändel und lassen ihn fallen zwecks Erreichung eigener Machtziele (wie die SPÖ bei der Beendigung der U-Ausschüsse im Vorjahr) oder sie pumpen ihn auf mit tausend Sachen wie den jetzigen, der gar keinen eindeutigen Namen mehr hat. Er wird nicht einmal platzen wie ein Luftballon, sondern langsam eingehen wie ein Prater-Ballon, dem die Luft ausgeht. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Im politischen Leben Österreichs werden die Prioritäten oft nicht erkannt, keine nötigen Grenzlinien gezogen – der politische Wille franst immer wieder aus.

Dass die ÖVP sich weigert, dem U-Ausschuss mehr als drei Aktenmappen aus dem Innenministerium zu übermitteln, und sich dabei nun auch noch auf die Lücke im Fall Kampusch beruft, passt auch ins Bild des Staats, der seine unangenehmen Seiten und Unsitten habituell unter Verschluss hält. Bequem und billig unter Berufung auf das Amtsgeheimnis, die nicht selten einer Modernisierung der Verwaltung und Rechtsordnung im Wege steht.

Und jetzt nach der Veröffentlichung von Details aus dem Akt Kampusch verweisen Minister Platter und Vizekanzler Molterer grundsätzlich auf den Datenschutz und speziell auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte. So ist es schon richtig und recht – wären da nicht auch: erstens der sonst recht luftige Umgang mit Daten und Datenschutz (siehe Platters Gesetze, e-cards, Strassers lässige Laptops) und zweitens die fortgesetzten Bemühungen der Volkspartei, den parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu diskreditieren.

Oder was ist es sonst als eine Bloßstellung politischer Kollegen und Brüskierung der Parlamentarier, wenn Molterer für Untersuchungsausschüsse künftig gar eine „Schiedsstelle“ in der Verfassung haben will – als gäbe es zum Beispiel kein Parlamentspräsidium, kein funktionierendes. Er sei auch dafür, dass ein Richter den Vorsitz führe und nicht ein Parteipolitiker. Parteipolitiker! Ein Wort wie ein Schimpfwort. Ja, woher kommen sie denn nur, unsere Politiker, wer hat sie denn herangezüchtet?

Erna Lackner ist Journalistin in Wien.


meinung@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.04.2008)

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22 Kommentare
Gast: Christian
26.04.2008 20:04
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Die rote Poster-Fraktion im

An ihrer Redaktion merkt man sofort, wenn kritische Fragen wie die von Cicero gestellt werden. Natürlich ist es hinterfragenswert, wenn ein biederer Tiroler Minister wegen angeblicher "Umfärbungen" angeschüttet wird. Wenn man die politische Ausrichtung des Innenresorts seit den Zeiten von Minister Helmer kennt (rote Kontinuität seit 1946), dann ist der Satz von Ex-Minister Ernst Strasser, daß dort bis zu Dachmaus alles rot gefärbt war, durchaus glaubhaft. Wenn jetzt Posten nachzubesetzen waren (was zufolge der Personaleinsparungen unter Schüssel I und II selten genug war), dann mußten ja zwangsweise hauptsächlich Nichtrote zum Zuge kommen (denn die große Mehrheit unserer Juristen ist halt - Gottseidank - immer noch nicht sozialistisch)! Gleichzeitig werden aber in anderen Ministerien und nachgeordneten Dienststellen die "eingesparten" Dienstposten mit "Rothäuten" fleißig nachbesetzt - ungeachtet bisheriger Erfolge der Betroffenen und trotz hoher Kosten.
Das ist SCHEINHEILIGKEIT!

Gast: Haha
22.04.2008 15:32
0 0

Cicerl wird sich wohl nie ändern

Es amüsiert immer wieder zu sehen, wie Cicerl christlicher als der Papst, pardon, schwärzer als die ÖVP sein will und blindlings alles verteidigt, was die schwarze Hexenküche an Schönem und weniger Schönem so ausbrütet.

Cicero
22.04.2008 14:58
0 0

Strasser oder Faymann? Lackner darf man nicht fragen!

Noch einmal, Frau Lackner findet kein kritisches Wort zum „Enthüllungsjournalismus“ der nicht einmal die Intimität eines Entführungsopfers respektiert. Das ist schäbig! Nicht nur von den zweifelhaft agierenden Journalisten, sondern auch von Frau Lackner, die als angesehene Journalistin durchaus der Berufsethik das Wort reden müßte bei einem derartigen Übergriff.
Der U-Ausschuß soll also die Umfärbung des Innenministeriums durch Strasser untersuchen. OK. Kein Einwand! Die Kanone wird sowieso nach hinten losgehen, genau wie der Eurofighter-Ausschuß, bei dem auch nur der rote Rapid als Begünstigter übrigblieb.
Ein Gendarmerie-General erklärt öffentlich, der Minister hätte falsche Vorhaben, die er, der General, umzusetzen nicht bereit ist. Der General wurde entmachtet.
Was macht gegenwärtig Faymann? Er kassiert den ÖBB-Vorstand, wie seinerzeit den Asfinag-Vorstand. War einer der Vorstände so aufmüpfig wie der General? Nein!
Wer also färbt um, Strasser oder Faymann?

Antworten Gast: Sonicht!
22.04.2008 16:25
0 0

Re: Strasser oder Faymann? Lackner darf man nicht fragen!

Selbst ein schlichtes Gemüt wie Cicerl/Christian, das sich Tag für Tag seine Direktiven aus der Parteizentrale der ÖVP abholt, sollte irgendwann begreifen, dass Fr. Lackner sowohl das Thema als auch der Inhalt ihrer Kolumnen überlassen bleibt und politische Einflussnahmen, wie sie Cicerl/Christian seit Jahren praktiziert, schärfstens abzulehnen ist.


Antworten Antworten Gast: Sonicht!
22.04.2008 17:20
0 0

Korrektur: Einflussnahme


Gast: Kasimir
22.04.2008 14:52
0 0

Cicerl=Christian

Indem Cicerl für "Christian" einspringt und dem Forum erklärt, dass die FAZ linksliberal sei, von der "Kleinen Zeitung" weiß er nichts zu berichten, bestätigt er nur, dass Cicerl und Christian ident sind.
Egal ob dieser "Herr" und abgehalftete, greise und geltungssüchtige HTL-Ingenieur nun unter Cicerl oder Christian schreibt, es bleibt doch der immer gleiche Stuss!

Gast: Der alte Erich
22.04.2008 13:20
0 0

Nachdem ich mich einige Zeit zurückgehalten habe, kann ich angesichts Cicerls Pröpotenz nicht anders, als abermals darauf hinzuweisen:

Hören Sie endlich mit Ihrer Agitation auf, Cicero, und nehmen Sie zur Kenntnis, dass Ihre "Auftritte" nur die zunehmende Altenfeindlichkeit in Österreich schüren. So von oben herab kann man mit den Leuten nicht reden, die ablehnende Haltung auf Ihre "Auftritte" ist daher nur verständlich.

Dies sagt Ihnen ein über 75-Jähriger.

Cicero
22.04.2008 09:53
0 0

Das Dutzend-Pseudonym schlägt wieder zu! Für Kurzweil ist gesorgt.

Mein Herr, wie soll ich Sie anreden? Edgar, Kasimir, Eberhard oder so wie früher Franz, Fey, Drusus, Odumir, etc.? Wie hätten Sie es gerne?
Apropos Adenauer. Richtig, er redete von den Linken, als er eingeschränkten Horizont feststellte. Danke für diese unanfechtbare Bestätigung meiner Sicht der Dinge!
Linke Medien. Die FAZ ist – nach deren eigenen Angaben – linksliberal. Besonders das Feuilleton sei „linkstendierend“. Und genau im Feuilleton schreibt Frau Lackner.
Nun, und was Sie betrifft. In der Sache selbst können Sie noch immer nichts beitragen, offensichtlich weil Sie nichts wissen, was veröffentlichtswürdig wäre. Auch unter dem genannten Fleischhacker-Artikel hatten Sie nichts zu sagen, außer natürlich Ihrem ständigen Geifer. Der aber ist zu wenig in einer seriösen Diskussion.
Sie können nicht einmal mein Pseudonym richtig wiedergeben, es lautet Cicero und nicht Cicerl.
Geifern Sie ruhig weiter, wenn das Ihre Leistung ist, ich aber werde nicht mehr antworten.

Antworten Gast: Kasimir
22.04.2008 12:40
0 0

Cicerl ist schon der richtige Ausdruck für einen Wichtigtuer, wie es einen größeren in den Foren der "Presse" wohl kaum gibt.

Seien Sie doch froh Cicerl, dass sich überhaupt noch jemand mit Ihnen abgibt. Mittlerweile sind Sie ja aufgrund Ihrer Besserwisserei und Ihres arroganten Auftretens dermaßen verrufen, dass Ihre Kommentare weitgehend ignoriert werden, geschweige denn eine inhaltliche Diskussion zustandekommt.

In diesem Sinne wird Ihr Treiben hier und auch anderswo von Ihren "Freunden" sehr genau beobachtet und gegebenfalls "korrigiert".

Nehmen Sie sich also in Acht, Cicer, denn Ihre "Enttarnung" ist jederzeit möglich.

Gast: Edgar
21.04.2008 20:36
0 0

Merke: Einen Cicero/Christian kann man nicht widerlegen, da die Widerlegung von Rechthabern per se ein Widerspruch ist.

Lasst den alten Knacker doch posten soviel er will, egal ob er nun auf der Gehaltsliste der ÖVP steht oder nicht!

Dass Cicero/Christian mit seiner Sicht der Dinge in den Foren der "Presse" allein auf weiter Flur steht, zeigt, dass es noch genügend kritisch Denkende gibt, die sich nicht von den Parteizentralen von SPÖVP beeinflussen lassen.
Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass es vielleicht mit der österreichischen Politik in nicht allzu weiter Ferne wieder bergauf geht.

Cicero
21.04.2008 19:55
0 0

Der Vorzug von Schüssel und Co. ist perfekt erhärtet durch „Eberhard“!

Zu Gast: Eberhard am 21.04.2008 um 12:49 wollen wir einmal Klartext reden.
Unter dem Fleischhacker-Artikel „Auch nicht schlechter als Sinowatz-Steger“ (ID = 341474) vom 11. Nov. 2007 gibt es 753 Leserbriefe, davon 220 von mir.
Erste Feststellung, ein „Eberhard“ ist dort nicht dabei. Wenn aber der hiesige Eberhard aufbegehrt, dann ist er vermutlich einer der dortigen „Dutzend-Pseudonymen“.
Zweite Feststellung, dort ging es unter anderem um Grasser und seine Leistungen als Finanzminister. Meine Zustimmung zu diesen Leistungen konnte von keinem der „Dutzend-Pseudonyme“ widerlegt werden.
Dritte Feststellung, es muß die „Dutzend-Pseudonyme“ absolut am Nerv getroffen haben, daß meine Darstellungen nicht widerlegt werden konnten. Wie sonst ist es erklärbar, daß der hiesige Eberhard hier völlig themenfremd auf meine Zustimmung zu Schüssel und Co. hinweist?
Vierte Feststellung, es ist ebenso absolut erfreulich, wenn sich spät aber doch, der Vorzug von Schüssel und Co. erhärtet!

Antworten Gast: Kasimir
21.04.2008 20:48
0 0

Re: Der Vorzug von Schüssel und Co. ist perfekt erhärtet durch „Eberhard“!

Fünfte Feststellung bzw. Frage: Warum schreiben Sie jetzt eigentlich auch unter "Christian", Cicero?

Sechste Feststellung bzw. Frage: Was macht es für einen Sinn, wenn Sie auf der einen Seite den Eindruck erwecken, Sie hätten mit "Christian" einen Mitstreiter, und auf der anderen Seite für diesen "Christian" sowohl die selben Inhalte als auch Diktion verwenden?

Siebente Feststellung bzw. Frage: Ist Ihnen in manchen lichten Momenten, die Sie ja des öfteren haben werden, Ihre Lobhudelei für die ÖVP bzw. Schüssel, Grasser & Co. nicht peinlich?


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ganz einfach

emotionale Themen lassen sich verdammt leicht für irgendwelches polit. strateg. Hickhack missbrauchen.
Ehrlich gesagt, es hätte mich im Falle Kampusch gewundert, wäre da kein 9malkluger Besserwisser dahergekommen & hätte da nicht ein Sündenregister an angeblichen Schlampereien, Fehlern &, was auch immer man damit meint, polit. motivierten Weisungen seitens Fr. Prokop e.a. Schwarzen offengelegt.
Was diese Deppen da immer wieder vergessen, ist, dass hätte man alle, auf die diese vage Beschreibung passt (fährt weissen Lieferwagen, ein Nachbar vom Hundeführerverein os.ä. findet ihn komisch) als verdächtig eingstuft und wäre man gleich mit dem Bulldozer heulend angerückt ("Bleib cool, Natascha! Wir holen dich da raus"), die Amies würden uns um unseren Grand Canyon beneiden!

Gast: Eberhard
21.04.2008 10:04
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Cicero/Christian hat es sich, so scheint es jedenfalls, recht bequem eingerichtet in seiner kleinen Welt, in der es von bösen "Linken" nur so wimmelt!

Auf der anderen Seite sind Cicero bzw. Christians Aversionen gegen Andersdenkenke doch nur ein Vorwand, um seine (Ein)Bildung zu demonstrieren!

Einbildung ist eben auch eine Bildung!


Antworten Ophicus
21.04.2008 11:52
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Re: Cicero/Christian hat es sich, so scheint es jedenfalls, recht bequem eingerichtet in seiner kleinen Welt, in der es von bösen

Im Gegensatz zu Ihnen haben diese Beiden wenigstens argumentiert wieso sie die Kritik von Frau Lackner für verfehlt halten.

Antworten Antworten Gast: Eberhard
21.04.2008 12:49
0 0

Re: Re: Cicero/Christian hat es sich, so scheint es jedenfalls, recht bequem eingerichtet in seiner kleinen Welt, in der es von bösen

Cicero/Christian geht es doch gar nicht darum, Lackners Kommentar anhand von Argumenten zu widerlegen, sondern er möchte schlichtweg zeigen, wie klug er mit seinen bald 80 Jahren doch ist.

Wenn Sie seine Auftritte in den Foren der "Presse" etwas genauer verfolgen würden, laut eigenen Angaben treibt Cicero/Christian seit Februar 2000 in den Foren diverser Onlinemedien sein Unwesen, würden Sie feststellen, dass er doch nur den immer gleichen Käse verbreitet a la "alle sind verbohrte Linke, welche nicht blindlings die ÖVP und Schüssel & Co loben bzw. vor diesen Herrschaften in die Knie fallen".
Angesichts solcher "Argumente" erübrigt sich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit diesem "Herrn", der die Toleranz der "Presse"-Onlineredaktion und von Leuten wie Ihnen missbraucht.

Wenn Sie wissen wollen, wie Cicero/Christian tatsächlich tickt, schauen Sie sich doch einmal das Forum zu Fleischhackers Kommentar "Auch nicht schlechter als Sinowatz/Steger" an.

Ophicus
20.04.2008 23:54
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?

Wenn ausgerechnet ein Parteipolitiker wie Platter kritisiert, dass der Untersuchungsausschuss von Parteipolitikern geleitet wird, dann ist das tatsächlich eher grotesk. Nur ändert das wenig daran, dass es wahr ist.
Das Parlament soll die Regierung kontrollieren, weil Ersteres im Gegensatz zu Zweiterem demokratisch legitimiert ist. Aus diesem Gedanken kommt die Autorität des Ausschusses, die Frau Lackner so heftig verteidigt.
Nur ist es in der Tat so, dass Regierung wie Parlament gleichermaßen von den Parteien bestückt werden. Mittelbar sind daher zwar beide demokratisch legitimiert, da die Macht der Parteien auf Wahlergebnissen beruht - aber letzlich fehlt die klare Trennung zwischen Parlament und Regierung, die für eine effektive Kontrolle nötig wäre und von der Verfassung vorausgesetzt wird.
Der fehlende Berufsethos tut dann sein übriges - kommt aber aus der gleichen Quelle. Wer der Partei und nicht dem Parlament oder gar dem Wähler Rechenschaft schuldig ist verhält sich eben so.

Gast: kk
20.04.2008 20:42
0 0

handel (OHNE plural)- händel

Welchen Kuh-"händel" meint sie denn??

Cicero
20.04.2008 20:28
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Die „Nicht-Alarmglocken“ der Frau Lackner

Die kleine Welt der Linken.
ÖVP-Prügeln ist immer gut. Auch dann, wenn dabei der Schutz der Persönlichkeit des Bürgers (Kampusch) auf der Strecke bleibt.
Und wie war das mit den Krähen? Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, lautet die Volksweisheit. Einmal öfter ist sie voll bestätigt. Wenn Frau Lackner diesen eklatanten Mißbrauch journalistischer Freiheit auch noch als Feigenblatt für etwas anderes bagatellisiert, dann ist das mehr als entlarvend! Wir haben es weit gebracht, wenn das die Moral der „Vierten Gewalt im Staat“ ist.
Der Rechtsstaat mißachtet. Es gibt drei (echte) Gewalten im Staat. Die Legislative, die Exekutive und die Justiz. Wenn sich die Legislative, die zwar das Kontrollrecht über die Exekutive hat, anmaßt, die Justiz zu sein, dann ist etwas faul im Staate Österreich.
Wenn ein Untersuchungsausschuß nicht untersucht, sondern zum vornherein als Tribunal über den politischen Gegner angelegt ist, sollten auch bei Frau Lackner die Alarmglocken läuten.

Antworten Gast: Kasimir
21.04.2008 21:01
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Re: Die „Nicht-Alarmglocken“ der Frau Lackner

Wenn ich mir Cicerls Tiraden von der linken Weltverschwörung so anschaue, muss ich automatisch an den alten Adenauer denken, der einst feststellte, dass wir zwar alle unter der gleichen Sonne leben, aber dennoch nicht den gleichen Horizont hätten.

Gast: Christian
20.04.2008 19:26
0 0

Bei den Artikeln der Frau Lackner ist nicht zu übersehen,

daß sie früher für linke Medien geschrieben hat.
Schon wieder diese böse ÖVP, die aus "Machterhalt"(??) dem Parlament seine ureigensten Rechte nehmen will.

Was wir jetzt (offenbar aber nicht Frau Lackner) erleben können, ist, wie sich die "Mobbisten" im Parlament auszutoben versuchen. Da werden Akten herbeigekarrt, was das Zeug hält, da fühlt sich die Ausschußmitglieder des Parlaments über das Recht und sogar die Verfassung derart "erhaben", daß bei den Untersuchungen nicht einmal die primitivsten Regeln eines fairen Verfahrens Anwendung finden soll. Da werden gegenseitig "Universitätsgutachten" ausgespielt, zur Aufbesserung des ohnehin fürstlichen Gehalts von manchen Uni-Prof. - wobei man nicht sensibel genug ist, einzusehen, daß damit die Autorität der Staatsorgane zur Lösung knifflicher Rechtsfraen leidet.

Und überhaupt das Parlament: das wird jetzt zum "Direktorum" mit diktatorischen Befugnissen und ohne Bindung an Grundrechte hochstilisiert!

Glaubwürdige UA schauen ander

Antworten Gast: Kasimir
21.04.2008 20:55
0 0

Re: Bei den Artikeln der Frau Lackner ist nicht zu übersehen,

Auch ein Cicerl bzw. Christian sollte wissen, dass es sich bei der FAZ und der "Kleinen Zeitung", es sind dies jene Medien, für die Frau Lackner schrieb bzw. schreibt, nachweislich nicht um linke Medien handelt.

Merke: Nicht jeder Kritiker der ÖVP ist automatisch ein Linker, der für für linke Medien schreibt!

Blicken Sie endlich über den Tellerrand, Cicerl/Christian!


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