22.05.2013 06:14 Merkliste 0

Abwehrerfolge, über die man sich nicht so recht freuen kann

KURT SCHOLZ (Die Presse)

Junge Menschen, auf deren Engagement und Einsatzfreude Österreich eigentlich nur stolz sein kann, sind wohl die Letzten, die man vor den Kopf stoßen sollte. Zum Beispiel die Gedenkdiener.

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Sie arbeiten in Theresienstadt und Marzabotto, in Vilnius und Auschwitz, in Prag und Jerusalem. Junge Männer organisieren pädagogische Projekte im Anne-Frank-Haus, betreuen Seminare in Kiew, übersetzen Dokumente, ordnen Nachlässe österreichischer Emigranten in New York, pflegen alte Menschen in Buenos Aires oder unterstützen Forschungsvorhaben in Buchenwald.

Dass sie dazu nicht nur Englisch, Italienisch oder Spanisch sprechen müssen, sondern je nach Einsatzort auch Russisch, Ukrainisch, Tschechisch oder Ungarisch verstehen sollen, ist selbstverständlich. Zwanzig 18- und 19-Jährige arbeiten jährlich an Brennpunkten der Zeitgeschichte. Ihr Einsatz wird als Zivilersatzdienst anerkannt, dauert aber deutlich länger als die Arbeit der „Zivis“: Zwölfeinhalb Monate sind sie im Ausland, aber vorher absolvieren sie eine acht Monate dauernde freiwillige Ausbildung. Diese bezahlen sie selbst.

Dafür erhalten sie dann für ihren Auslandseinsatz monatlich 686 Euro vom Innenministerium. Davon ist alles zu finanzieren: die Flüge in den Einsatzort, die Wohnungskosten, das Essen, allfällige Gebühren für Verkehrsmittel, Visa etc. Familienbeihilfe gibt es für diesen Zeitraum nicht, Nebentätigkeiten sind verboten.

Kein Wunder, dass die meisten 18-, 19-jährigen Gedenkdiener Kredite aufnehmen, um ihren Auslandsaufenthalt finanzieren zu können. Oder haben Sie eine Idee, wie man mit 686 Euro monatlich in London, New York oder Amsterdam seinen gesamten Lebensunterhalt inklusive Reise bestreiten kann, ohne dass man persönlich etwas dazuschießt?

Zwanzig junge Menschen repräsentieren jährlich Österreich im Ausland. Sie sind keine „Botschafter“, dazu fehlen ihnen die Diplomatenpässe. Sie präsentieren sich selbst und den guten Willen, mit der Geschichte anständig umzugehen. Ganz nebenbei organisieren sie in Österreich ein Forschungsforum, Filmwochen, Studienfahrten, Zeitzeugengespräche, Fortbildungen für Schulen und wöchentliche Vorträge. Sie sind eine Leistungselite. Sie zeichnen sich aus und wurden von der EU ausgezeichnet.

Jüngst haben sie auch innerösterreichisch einen großen Erfolg errungen: Nach einem publizistischen Aufschrei ist es ihnen gelungen, die Kürzung ihrer Unterstützung zu verhindern. Wäre es nach dem Innenministerium gegangen, hätte ein Gedenkdiener pro Monat nicht mehr 686 Euro, sondern nur noch 550 Euro bekommen, viel weniger als ein Zivildiener.

Ob ein Machtwort des Bundeskanzlers oder späte Einsicht der Innenministerin für die Rücknahme dieser Existenzbedrohung ausschlaggebend war, ist nicht klar. An der Gesamtsituation eines hochqualifizierten Prekariats, von jungen Idealisten an der Armutsgrenze, ändert das nichts. Man hat, hört man, halt auch beim Gedenkdienst sparen wollen.

In einer Biografie Josephs II. finde ich folgende Sätze: „Bei den Hottentotten und Irokesen“, schreibt der Reformkaiser, „könnten nicht schauerlichere und lächerlichere Dinge sich ereignen als in der österreichischen Staatsverwaltung, besonders in den Hofstellen und in der Staatskanzlei. Man könnte Komödien darüber schreiben, die jenen unglaublich erscheinen müssen, die sie nicht miterlebt haben.“ Die Komödie der geplanten Gedenkdienstkürzung hat sich nicht zur Tragödie ausgewachsen. Eine Farce bleibt sie allemal.


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Zum Autor:

Kurt Scholz war von 1992 bis 2001
Wiener Stadtschulratspräsident, danach bis 2008 Restitutionsbeauftragter der Stadt Wien. Seit
Anfang des Jahres ist er Vorsitzender des Österreichischen Zukunftsfonds.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.03.2012)

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23 Kommentare
Gast: Dominik Armellini
28.03.2012 14:32
2 1

"Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen." 2

…In das kranke Bild der Nationalsozialisten von einer Herrenrasse gepasst haben und gestorben sind, wenn all diese Menschen keine Geschichte sind, mächtig genug um uns allen zu zeigen dass wir alle, so unterschiedlich wir sind, im Grunde gleich sind, dann kann keine Geschichte diese essentielle Botschaft vermitteln.
Ich bin nicht im Urlaub hier, wie so mancher es denkt. Ich bin hier um nicht zu vergessen, ich bin hier um zu lehren was nicht wieder passieren darf und ich bin hier um eine bessere Zukunft zu schaffen.
Ich würde diesen Kommentar gerne mit einem Zitat beenden:
„Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen als Ihr sie vorgefunden habt“. Lord Robert Baden-Powell


Gast: Dominik Armellini
28.03.2012 14:26
1 1

"Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen."

Dieser Satz den ich als meine Überschrift gewählt habe stammt von George Santayana. Ich bin über diesen Satz im Museum Auschwitz-Birkenau gestolpert und er hat mich zum Nachdenken gebracht. Denn was passiert wenn wir vergessen was passiert ist? Was passiert wenn wir verleugnen was Teil unserer Geschichte ist? Genau das wovor sich zu Recht viele fürchten, wir werden sie noch einmal durchleben.

Ich bin heute selber Gedenkdiener in Melbourne im Jewish Holocaust Centre. Ich habe 1.5 Jahre dafür gearbeitet dass ich hier her kommen kann und hier arbeiten darf. Denn die Förderung vom Staate Österreich reicht bei weitem nicht aus.

Ich freue mich jeden Morgen zur Arbeit gehen zu dürfen und bin jeden Abend froh nach Hause zu gehen, denn in einem Holocaust Museum zu arbeiten ist alles andere als leicht.
Es ist ein Privileg und eine Ehre hier arbeiten zu dürfen, zusammen mit Zeitzeugen die trotz ihres hohen Alters sich für eine bessere Welt einsetzen.

Österreich war nicht das erste Opfer des Nationalsozialismus sondern genauso Täter wie Deutschland, heute kann weder ich noch irgendjemand sonst etwas an der Vergangenheit ändern, noch kann ich mich schuldig fühlen für was in der Vergangenheit passiert ist, da ich damals noch nicht auf der Welt war. Was ich aber tun kann ist dafür zu sorgen dass so etwas unserer Generation und unseren Nachkommen erspart bleibt. Denn wenn die Geschichte des Holocaust mit 6 Millionen Juden, wenn all die Homosexuellen, Roma und Sinti, Behinderten, Zeugen Jehovas und andere Gruppen die nicht...

Gast: pensionär
27.03.2012 21:03
0 1

Joseph II

... und was hat's ihm geholfen?!
Dann kam der Revisionismus und ein Verwaltungskaiser, der alles wieder zunichte machte.

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nachdem der ursprüngliche Kommentar gelöscht wurde

werde ich hier nochmals meine negative Überraschung dartun, sowohl über diese Art des Zivildienstes als auch über den Herrn Kurt Scholz.
Ich hatte geschrieben, dass er bereits zur Zeit als Stadtschulratspräsident ein Politschleimer war und jetzt allem Anschein nach auf einen Versorgungsposten als Vorsitzender eines "Zukunftsfonds" gehievt wurde.

Gedenkdiener bekommen weniger als von Herrn Scholz angedeudet

Die meisten Gedenkdiener bekommen weniger als von Herrn Scholz angedeutet, da das Budget für den Gedenkdienst fix ist und nicht abhängig von der Anzahl der Gedenkdiener. Desto mehr Gedenkdiener, desto weniger bleibt für den einzelnen übrig und das Interesse an einem Gedenkdienst ist trotz aller Hürden, hohen Kosten und vergleichbar langen Dauer (12 Monate) riesig.

Mittlerweile gibt es alleine beim Trägerverein Österreichischen Auslandsdienst fast 500 Absolventen und einige davon (inkl. mir) arbeiten gerade daran eine Stiftung für den Österreichischen Auslandsdienst zu gründen, damit Geldmittel für Gedenkdiener zur Verfügung stehen, deren Eltern sie nicht finanziell unterstützen können. Weiters sollend dadurch auch Förderungen für Frauen bereitgestellt werden.

Infos: www.stiftung-auslandsdienst.at

Antworten Gast: Neshama
29.03.2012 20:37
0 2

Re: Gedenkdiener bekommen weniger als von Herrn Scholz angedeudet

Nett, eine stiftung zu gründen, lieber gedanke, ABER DIE KOSTEN MÜSSEN VON DER REPUBLIK, und nicht von privaten, getragen werden!!!!!!!!!

Und wie viel die gedenkdienstleistenden bekommen hängt bekanntlich vom trägerverein ab, über den sie gedenkdienst leisten. Ich erinnere mich daran, dass die ein oder andere organisation recht intransparent die gelder verteilt... Auch das sollte eine transparente regelung von staatlicher seite her finden...

Re: Re: Gedenkdiener bekommen weniger als von Herrn Scholz angedeudet

Danke für den Kommentar. Wer die Kosten für den Gedenkdienst tragen muss ist eine schwierige Debatte.

Derzeit werden die Kosten durch die Gedenkdiener selbst, ihre Eltern oder durch Steuern bezahlt.

Freunde, Absolventen und Gönner einzubinden ist aus meiner Sicht eine gute Ergänzung, speziell wenn sie einkommensschwachen Auslandsdienern und Frauen (die bisher nicht durch Steuern finanziert werden können) zugute kommen.

Bzgl. Transparenz beim Steuergeld gebe ich Dir vollkommen Recht. Derzeit sind die genauen staatlichen Förderungen nicht nachvollziehbar, da sie nicht übers Innenministerium direkt sondern indirekt über einen privaten Förderverein ausbezahlt werden, der keine öffentlich-zugänglichen Berichte ausgibt. Das ist kein transparenter Umgang mit Steuergeld und sollte geändert werden.

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Und überhaupt

Herr Scholz weint über den niedrigen Salär dieser Gedenkdiener.
Wie viele Österreicher, Rentner und Rentnerinnen, die unser Land nach 1945 aufgebaut haben, müssen mit diesem Betrag auskommen, ohne jemals London, Buenos Aires oder Amsterdam gewesen zu sein.
Was heißt überhaupt, sie - diese Gedenkler - pflegen alte Leute in Buenos Aires ? Was ist das für ein Zivildienst ? Wenn, dann sollen sie alte Leute in Österreich pflegen, für sie einkaufen gehen, ihnen die Wohnung aufräumen !

Re: Und überhaupt

Werter Herr Petros,

dürfte man fragen, was und ob Sie eigentlich derzeit arbeiten?

Ich war Gedenkdiener in Auschwitz und habe zahlreichen Schulklassen Geschichte beigebracht (die hat sich jedoch entgegen Ihren Erwartungen nicht nur auf den 2. Weltkrieg bezogen, mit dem Sie scheinbar ein Problem haben...).

Mehrere Lehrer haben sich nachträglich dafür bedankt, welche Prioritäten wir gesetzt haben und dass durch die Führung auch Geschichte angesprochen wurde, für die innerhalb der Schulen leider weniger Zeit geblieben wäre.

Ich vermute, Sie haben ein gewisses Bildungsdefizit, was den Zivildienst im Ausland anbelangt. Es ist wesentlich mehr, als nur "alte Leute" (sie meinen damit wahrscheinlich "alte Juden") zu pflegen. Bitte informieren Sie sich.

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Re: Re: Und überhaupt

Inquisition verantwortlich gemacht werden können ! Oder die heutigen Tschechen für die Ermordung der Sudetendeutschen, oder Kennedy für die Ermordung und Beinahe-Ausrottung der Indianer. Und ich würde mir wünschen, dass der österreichische Staat und die wenigen, aber um so lauteren Wiedergutmachungsbohrer dies endlich auch akzeptieren würden.
Was nun meine Geschichtskenntnisse anbelangt, bin ich mir sicher, dass sie die Ihrigen weit übertreffen, und auch hier nicht nur für den Abschnitt 2. Weltkrieg. Ja, ich wage sogar zu bezweifeln, ob Sie die Befähigung haben, Geschichtsunterrichte abzuhalten, ob in Auschwitz oder in Favoriten !

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Re: Re: Und überhaupt

werter Herr qohelet - ich weiß zwar nicht, ob sie meine Antwort noch lesen werden, nachdem Ihre Frage aber bereits in die Zielgerade geht, werde ich sie hier beantworten :
ich arbeite, und zwar nicht wenig . ich habe gearbeitet, und zwar sicher weit mehr bereits und z. T. sicher schwerer als Sie bisher gearbeitet haben. Das Pflegen der alten Leute (dass ICH Juden meine, ist eine absolut durch nichts zu belegende Unterstellung von Ihnen) habe ich aus dem Artikel des Herrn Scholz, erster Absatz "... sie pflegen alte Leute in Buenos Aires..." es wäre also ganz gut, wenn Sie sich zuerst einmal den Artikel durchlesen würden, bevor Sie sich auf die Kommentare stürzen !
Dass es sich hier um Juden handelt, entnehmen sie bitte dem Kommentar des Herrn Daniel Haim, der sich allem Anschein nach so wie Sie aus persönlicher Erfahrung mit diesen Tätigkeiten auskennt, und dichten dies bitte nicht MIR an ! Wenn Sie glauben, Geschichtsunterricht in Auschwitz halten zu müssen, so ist das Ihre Sache, an der mir keinerlei Kritik zusteht, wo mir aber Kritik zusteht, ist der Umstand, dass Sie vom österreichischen Staat, und damit auch von meinen Steuergeldern, bezahlt werden ! Ob Sie nun der Ansicht sind, dass die Bezahlung zu minder ist, oder nicht, hat mit dem vorerwähnten Umstand nichts zu tun !
Ich erlaube mir die Freiheit der Meinung zu sein, dass ich ABSOLUT NICHTS mit irgendwelchen Verbrechen des Nationalsozialismus zu tun habe, so wenig, wie ein Katholik heute für die Verbrechen der ...

Re: Und überhaupt

Die Gedenkdiener in Buenos Aires pflegen alte Menschen, jüdische Flüchtlinge, die mit viel Glück vor dem Nazi-Terrorregime flüchten konnten und nach Argentinien gekommen sind.

Was ist das für ein Zivildienst?
- ein 12-monatiger, mit Vorbereitungszeit gut 2-jähriger, harter Job
- eine sinnvolle Arbeit, die nicht nur den Opfern des Nationalsozialismus hilft
- eine extrem wichtige Arbeit, um der Shoa zu gedenken
- ein Repräsentationsdienst, bei dem Österreich durch diese im Jahr gut 50 Gedenkdiener hervorragend im Ausland repräsentiert werden
- ein Zivildienst, der einen für's Leben prägt

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Re: Re: Und überhaupt

.. der Shoa zu gedenken.
Vielleicht ist das für Sie wichtig, nur sollte man von sich nicht auf die anderen schließen.
Gut - sollen diese idealistischen jungen Menschen das machen, aber nach dem Wehr- oder Zivildienst in Österreich und auf eigene Kosten oder mit Unterstützung der unzähligen Vereine die es in dieser Richtung gibt und die sowieso vom Geld der arbeitenden Österreicher auf Umweg über Subventionen leben ! Was - nur nebenbei - auch einmal ein Ende haben sollte !

Re: Re: Re: Und überhaupt

Sehr geehrter Herr Petros! Wie oder was muß man anstellen um dermaßen habgierig zu werden wie Sie es sind?

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Re: Re: Re: Re: Und überhaupt

anscheinend haben wir vollkommen andere begriffe von habgier. denn für mich gibt es nur die seit jahrzehnten andauernde habgier diverser wiedergutmachungsorganisationen, lagergemeinschaften und vorsitzender von zukunftsfonds, die mit ihrem salär aus den verschiedensten politischen positionen allem anschein nicht das auslangen finden.

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Re: Re: Re: Und überhaupt

und nebenbei : wenn diese alten Leute in Argentinien oder sonstwo Heute 80 Jahre alt sind, dann sind sie ja nicht als bedauernswerte Greise gerade noch der Nazimaschinerie entkommen, sondern waren 8 Jahre alt ! Was haben die für eine Verbindung mit Österreich ? Keine ! Und sie haben sich in Argentinien oder in New York ein Leben aufgebaut und sind sicher nicht auf solch eine Hilfe angewiesen ! Und was wollen diese Leute noch immer mit dem Tagebuch der Anne Frank, das ist ja nicht so umfangreich wie das Alte und Neue Testament, die Thora und der Talmud zusammen !
Mir kommt das ganze so dubios vor wie der "Zukunftsfond" des Herrn Scholz ! Es wird Zeit, dass endlich eine Partei - egal welche - diesen Sumpf durchforstet.
Überhaupt ist dieses ganz "Gedenken" , "niemals vergessen" schon längst überholt und hat nur den einen Sinn, Europa (nicht nur Deutschland und Österreich, auch Frankreich, Italien, und andere) in Geiselhaft zu nehmen ! Ich habe mit der Zeit 38 bis 45 nichts, aber auch gar nichts zu tun und ich habe auch überhaupt kein schlechtes Gewissen und ich sehe absolut keinen Grund, dass mein Geld in Wiedergutmachungsprojekte gesteckt wird ! Es würde mir auch nicht einfallen, einen Franzosen für die napoleonischen Kriege verantwortlich zu machen oder einen Juden für die erbarmungslose Ausrottung der kanaanitischen Bevölkerung (Männer und Frauen, Kinder und ihr ganzes Vieh ... wie es in der Bibel steht)

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ach ja - entschuldigung bitte

was zum Teufel ist der österreichische Zukunftsfond, dess Vorsitzender der Herr Kurt Scholz nun seit Anfang des Jahres ist ???
So wie es klingt, nur wieder einer der völlig unnötigen Vereine, für die wir trotz Sparpakets Steuer zahlen, damit gewisse Parteien ihre abgehalfterten Lieblinge unterbringen können !
Nachdem Kurt Waldheim allem Anschein nach mit seiner UN-Pension und der Bundespräsidentenpension nicht das Auslangen fand, gründete man den Verein "Liga für die Vereinten Nationen" - ohne jede Aufgabe, aber mit Dienstauto und einer Sekretärin, die wahrscheinlich als einzige wusste, wo diese Liga ihren Sitz hatte. Das gleiche für den unbegabten Herrn Busek, usw. usw. Es fehlt der Platz alle aufzuzählen, aber es müssen bereits etliche Hunderte sein, die von unserem Geld leben !

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das darf doch wohl nicht wahr sein

dass es so einen "Dienst" gibt ! Gedenkdiener ?
kann mich dem Gast a. meislinger nur voll und ganz anschließen.
Und Kurt Scholz - der schon als Stadtschulratspräsident nichts als ein Politschleimer war - pardon, aber anders kann man das wirklich nicht ausdrücken - schreibt für die Presse ? Na danke schön. da ist ja das türkische Shampoo-Video noch erfreulicher als diese beiden Nachrichten !

Gast: a. meislinger
27.03.2012 13:02
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Endlich Schluss damit!

Diesen "Dienst" an Österreich kann man ruhigen Gewissens gänzlich einsparen.

Österreich hätte davon nur Vorteile:

- Es würde etwas weniger im Ausland angeschwärzt ("Mitschuld", "Mittäter" statt Opfer usw.),
- der Staat spart ein schöne Summe ein, und
- die Gedenkdiener wären dadurch angehalten, einen ordentlichen Beruf zu ergreifen und nützliche Mitglieder unserer Gesellschaft zu werden.

Re: Endlich Schluss damit!

Österreich hat NUR Vorteile durch diese engagierten Gedenkdiener! Diese jungen Menschen opfern inkl. Vorbereitung gut 2 Jahre ihres Lebens, um etwas sinnvolles zu leisten! Sie arbeiten bei großartigen Projekten mit, sie helfen mit, die Shoa aufzuarbeiten und sind dabei hervorragende Botschafter Österreichs!

Dabei schwärzt niemand Österreich an - wer immer noch die These vertritt, dass Österreich damals nur Opfer war, ist offensichtlich 25 Jahre in der Zeit stecken geblieben.

Und ist für Sie die Mitarbeit im Anne-Frank-Haus in Amsterdam, im jüdischen Balat Or-ahayim Hospital in Istanbul oder in den vielen Gedenkstätten in Europa keine sinnvolle Berufung?

Man sollte auf diese jungen Leute stolz sein!

Ich bin es. Und würde ihnen gerne sowohl mehr Anerkennung als auch Unterstützung wünschen. Es wäre auch eine Sache der Medien, darüber entsprechend zu berichten!

Nicht 20, sondern etwa 50 Gedenkdiener jährlich

Die drei Gedenkdienst-Trägerorganisationen Verein Gedenkdienst, Verein Niemals Vergessen und Verein Österreichischer Auslandsdienst entsenden zusammen jährlich etwa 50 Gedenkdiener.


Antworten Gast: Hamudi
29.03.2012 20:41
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Re: Nicht 20, sondern etwa 50 Gedenkdiener jährlich

Tja, und der artikel von dr. Scholz orientiert sich wohl am verein gedenkdienst, daher die 20 stellen...

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