Irgendwann stehen wir auf Bäumen und bestäuben jede Blüte einzeln

Der Maoismus hat es in der Volksrepublik China geschafft, die Bienen totzukriegen. Der Kapitalismus wird bald dasselbe geschafft haben. Ob wir uns zu diesem Sieg gratulieren sollen?

Der Spatz war jahrhundertlang ein Lieblingsmotiv chinesischer Landschaftsmaler. Aber ein Spatz ist nicht nur herzig anzuschauen. Er pickt Körner, frisst Saatgut aus Ackerfurchen und schädigt damit die Ernte. Es war also logisch fundiert, als Mao Zedong seine Experten diesen Schaden einmal durchrechnen ließ. Mit dem Ergebnis: Wenn ein Spatz 4,5 Kilo Getreide pro Jahr frisst, vernichtet eine Million Spatzen die jährliche Getreideration von 60.000 Menschen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.11.2012)

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