Politik nach Gutsherrenart

Die Bürger dürfen reden, der Wirtschaftsminister macht derweil, was er will: Ein Lehrstück aus dem Wiener Augarten.

Es war einmal ein alter Park. Er lag mitten in der Stadt und gehörte dem Staat, also uns allen. Der Park war noch einigermaßen gut beisammen, aber weil er halt allen gehörte, wurde heftig an ihm herumgezerrt. Die einen wollten ein Stückerl für eine Schule, die anderen ein Stückerl für ein Pensionistenheim. Diese wollten Sportplätze, jene Liegewiesen. Es gab Kinder und Omas, Hunde und Radfahrer, eine Porzellanmanufaktur und eine Baumschule. Es gab Sponsoren mit viel Geld, die eine Konzerthalle für die Wiener Sängerknaben bauen wollten. Andere Sponsoren mit viel Geld, die ein Filmkulturzentrum bauen wollten. Eine Firma wollte den kaputten Flakturm haben, um ein Datencenter reinzubauen und Büros obendrauf.

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